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Baker-Zyste - Schmerzen im Knie

Naturheilung
Meist ist die Bakerzyste eine Folge einer anderen Erkrankung des Knies. Es kommt zu der Zyste als Folge von Verschleiß, Verletzungen oder Entzündungen des Kniegelenks.
Anatomy Knie
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Die häufigsten Ursachen sind

Was ist die Baker-Zyste

Wie jedes Gelenk ist auch das Knie von einer bindegewebsartigen Hülle umgeben, der Gelenkkapsel. Sie trägt einerseits zur Stabilisierung bei, andererseits produziert ihre innere Schicht die sogenannte Synovialflüssigkeit oder kurz Synovia, eine Art Gelenkschmiere, welche die Reibung an den Gelenkflächen reduziert. Außerdem versorgt sie die Gelenkknorpel mit Nährstoffen und trägt zur mechanischen Dämpfung bei.

Die Baker-Zyste ist eine in der Kniekehle meist mittig gelegene, flüssigkeitsgefüllte Aussackung. Die Zyste entsteht meist infolge einer Erkrankung des Knies, z. B. bei rheumatoider Arthritis (Rheuma) oder Meniskusschäden. Ihr Name stammt von W. M. Baker, einem Chirurgen des 19. Jahrhunderts aus London.
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Die Ziste entsteht, da der Körper versucht, nach einem Knieschaden, diesen wieder auszugleichen. Der Körper produziert vermehrt Gelenkflüssigkeit (Synovia), um diesen Schaden auszugleichen. Der aber dadurch dauerhafte erhöhte Gelenkinnendruck lässt das umliegende Bindegewebe erschlaffen und es entsteht eine mit Flüssigkeit gefüllte Zyste.
Symptome

  • Meist schmerzlose Walnuss- bis faustgroße Schwellung an der Rückseite des Kniegelenks mit prall-elastischer Konsistenz
  • Eine tastbare Schwellung in der Kniekehle
  • Spürbare Bewegung von Flüssigkeit unter der Haut in der Kniekehle
  • Durchblutungsstörungen sowie Taubheitsgefühl bis hin zu Lähmungen am Unterschenkel und Fuß - diese Beschwerden treten auf, wenn die Zyste auf Gefäße und Nerven im Bereich der Kniekehle drückt
  • Druckgefühl und Bewegungseinschränkung bei großen Zysten
  • Gelegentlich Ödeme (Schwellung durch Wassereinlagerung) am Unterschenkel.
  • Bei einer Ruptur (Einriss) kommt es zu plötzlich einsetzenden Schmerzen in der Kniekehle
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Wenn die Zyste zu groß wird, kann es zur der Ruptur kommen. Diese Komplikation passiert, wenn der Druck im Verhältnis zur Wandstärke einen kritischen Punkt erreicht. Beugt die oder der Betroffene dann das Knie, kann die ausgedünnte Zystenwand dem Druckanstieg nicht mehr standhalten und reißt ein. Die Flüssigkeit tritt dann in das umliegende Gewebe aus und verursacht Entzündungen und zusätzliche Schmerzen. Die Synovia kann bis in die Unterschenkelmuskulatur und in manchen Fällen bis in den Fußknöchel laufen.

Es können sich dann durch die Flüssigkeit weitere Entzündungen und Schwellungen bilden (Kompartmentsyndrom). Das Kompartmentsyndrom drückt auf Nerven und kleinste Blutgefäße und es kann ernsthafte Folgen bis hin zum Verlust des Unterschenkels haben, wenn nicht rechtzeitig chirurgisch behandelt wird.

Meist bereiten Baker-Zysten keine Beschwerden oder nur wenige und bilden sich oft ohne Behandlung zurück. Vor allem wenn die Zyste auf einen akut entzündlichen Schub einer Kniegelenksarthrose zurückzuführen ist.
Untersuchung /Diagnose

Wichtig für eine Diagnose ist der Bericht über den Verlauf und Art der Schmerzen. Vor allem sind aber die körperliche Untersuchung und das bildgebende Verfahren zur Diagnosestellung wichtig. Möglichkeiten wären hier eine Ultraschalluntersuchung und eine Magnetresonanztomographie. Durch diese beiden Untersuchungen kann festgestellt werden, welche Größe die Zyste hat. Ist eine Baker-Zyste langgezogen und schlauchförmig, ist es häufig schwierig, die Diagnose zu stellen.
Behandlung

Um die Baker-Zyste zu behandeln, gibt es zwei Möglichkeiten, die operative und die konservative Therapie.

Die beste Prognose bei einer operativen Beseitigung der Zyste ist z. B., wenn die Ursache ein Meniskusschaden war.

Ein solcher Eingriff kann offen oder minimalinvasiv über eine Gelenkspiegelung erfolgen. Die eigentliche Zyste wird dabei meist nicht entfernt, sie geht nach Ausschaltung der Ursache von allein zurück. Ist allerdings eine rheumatoide Arthritis die Ursache, entfernt der Operateur die gesamte Bakerzyste.

Es besteht die Möglichkeit, eine Bakerzyste zu punktieren und mit einer Spritze ihren flüssigen Inhalt abzusaugen. Das mag dem Patienten vorrübergehend eine Besserung verschaffen, jedoch ist es sehr wahrscheinlich, dass sich die Zyste bald erneut mit Synovia füllt und wieder anschwillt.
Konservative Behandlung

Die konservative Behandlung besteht im Wesentlichen aus entzündungshemmenden Medikamenten wie z. B. Diclofenac (ein Antiphlogistika) oder Ibuprofen und in Ausnahmefällen, wenn nichts mehr hilft, auch Kortisonspritzen. Kortisonhaltige Präparate sind wegen der zahlreichen Nebenwirkungen umstritten, kommen jedoch mitunter zum Einsatz.  Wenn das nicht hilft, ist es notwendig, dass ein Chirurg die Baker-Zyste operativ entfernt. Allerdings kommt die Baker-Zyste mit hoher Wahrscheinlichkeit immer wieder, wenn die Ursache unbehandelt bleibt.
Physiotherapie

Zur Behandlung der Baker-Zyste eignen sich spezielle Kraft- und Beinachsentraining oder Wassertrainingsmethoden, die gelenkschonend helfen, um die Muskulatur rund um das Kniegelenk zu kräftigen und Reizsituationen zu verhindern.
Homöopathie

Die Homöopathie kommt begleitend zur Behandlung einer Baker-Zyste in Betracht. Ein häufig angewendetes Mittel in der Homöopathie, gerade nach einer Operation, ist Arnika C30.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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