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Birke – Anwendung in der Naturheilkunde

Heilpflanzen
Birkenblätter haben einen wassertreibenden Effekt. Verantwortlich dafür sind die Flavonoide. Diese sekundären Pflanzenstoffe bewirken, dass mehr Harn gebildet wird und die ableitenden Harnwege dadurch "durchspült" werden. Zubereitungen aus Birkenblättern können daher bei den ersten Anzeichen einer Blasenentzündung oder anderen Harnwegsinfekten helfen. Da Birkenblätter nicht so intensiv wirken, finden sie sich meist in Nieren- und Blasentees zusammen mit anderen harntreibenden Pflanzen wie Ackerschachtelhalm oder Goldrute.
Trinkt man über mehrere Wochen täglich bis zu drei Tassen Birkenblätter-Tee werden in einigen Fällen sogar Nierensteine aufgelöst.

Sollte jedoch eine Herz- oder Nierenfunktionsstörung vorliegen oder man leidet an Wassereinlagerungen (Ödeme) sollte man Birkenblätter nicht anwenden. Das gilt auch für Allergiker gegen Birkenpollen.

Ein Birkenaufguss kann man sowohl trinken, als auch als Waschungen und Bäder verwenden. Das gilt besonders für hartnäckige Hauterkrankungen. Auch auskochen von Birkenrinde hilft als äußerliche Anwendung von schweren Hauterkrankungen.
Inhalt

Birkenblätter-Tee
Zubereitung Blütenknospen-Tinktur
Zubereitung Birkenknospen Öl
Zubereitung Birkensaft
Gewinnung Birkensaft
Zubereitung Haarwasser
Birkenblättertee Naturheilung
Bild: pixabay website5
Birkenblätter-Tee

2 Esslöffel zerkleinerte Birkenblätter mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lasse. Danach abseihen.

Man trinkt eine Tasse Tee täglich. Der Tee ist harntreibend und hilft bei Nierenleiden, Wassersucht, Gicht und reinigt das Blut. Auch hilft der Tee bei bakteriellen und entzündlichen Harnwegserkrankungen, Nierengrieß und rheumatischen Beschwerden.
Birkenknospen Tinktur

Eine Tinktur aus Birkenknospen hilft gegen Husten, senkt das Fieber und hilft bei Erkältungskrankheiten. Auch desinfiziert die Tinktur Wunden und unterstützt dessen Heilung.

Zur Wundbehandlung wird die Tinktur etwa 1 zu 10 mit Wasser verdünnt. Mit der Lösung wird die Wunde gereinigt oder man macht sich Umschläge.
Zubereitung Blütenknospen-Tinktur: Man legt 20 g frische Birkenknospen in ein Schraubdeckelglas und übergießt die Blüten mit 100 ml 40 % Doppelkorn. Der Ansatz bleibt 4 Wochen lang bei Zimmertemperatur stehen. Zwischendurch wird das Glas hin und wieder umgeschüttelt. Nach den vier Wochen wird abgeseiht und die Tinktur in einer dunkle Flasche aufbewahrt.
Zubereitung Birkenknospen Öl

Es werden zwei Handvoll frische Birkenknospen in einem Schraubglasdeckelglas mit 200 ml Mandelöl aufgegossen. Unter regelmäßigem Umschütteln wird das Glas vier Wochen lang bei Zimmertemperatur gelagert. Danach wird abgeseiht und das Öl in ein Glasgefäß gefüllt.

Mit dem Öl werden z. B. schmerzende Gelenke eingerieben.
Zubereitung Birkensaft

Um an den Birkensaft zu gelangen, muss der Birkenstamm fachmännisch angezapft werden. Der Birkensaft galt im Altertum nicht nur als Schönheitstrank, er wurde auch als Mittel gegen Impotenz eingenommen. Heute wird der Saft vor allem in Haarwasser oder Shampoo und als Tonikum für die Kopfhaut verwendet.
Gewinnung Birkensaft

Die Birke, die man benutzt um den Birkensaft zu gewinnen, sollte einem selbst gehören. Der Birkensaft wird zwischen März und Anfang Mai gewonnen. Der Baum sollte einen Meter über den Boden mindestens einen Durchmesser von 20 cm haben. Jüngere Birken kommen für die Saftgewinnung nicht in Frage.

Benötigtes Material

  • Holzbohrer 5 mm Durchmesser
  • Glasröhrchen
  • Ein Gefäß aus Glas
  • Baumwachs oder Pech

Zuerst bohrt man den Stamm 25 cm über den Boden zwei bis drei cm tief an. Der Durchmesser sollte einen halben cm nicht überschreiten. In dieses Loch schiebt man ein Röhrchen, z. B. aus Glas. Unter diesem Röhrchen stell man ein Gefäß aus Glas. Auf keinen Fall darf man ein Gefäß aus Metall verwenden.

Der Birkensaft fließt nun ganz einfach in das Gefäß.

Zu bedenken ist, dass pro Baum nicht mehr als 3 Liter abgezapft werden, da das dem Baum schaden würde. Auch muss man den Baum dann zwei Jahre Ruhe gönnen.

Das Loch im Baum wird mit Baumwachs oder Pech verschlossen.
Zubereitung Haarwasser

Zutaten: 2 Handvoll frische Birkenblätter, 1 Esslöffel frische Brennnesselwurzeln, 2 Esslöffel Brennnesselblätter und einen halben Esslöffel frischen Rosmarin.
Diese Mischung gibt man in ein Schraubdeckelglas und übergießt das Ganze mit 0,7 l Doppelkorn. Das Glas bleibt drei Wochen stehen und wird da dann abgeseiht. Vor Gebrauch wird die Flüssigkeit zur Hälfte mit Wasser verdünnt.

Danach massiert man sich täglich mit der verdünnten Flüssigkeit die Kopfhaut.
Fazit: Medizinisch genutzt werden die Blätter der Birke. Sie wirken besonders auf die Nieren (fördern die Nierendurchblutung und Nierenleistung) und auf die Harnwege.
Birkenblätter können als Tee oder als Frischpflanzensaft getrunken oder in Form von Tabletten oder Dragees eingenommen werden. Äußerlich finden die Birkenblätter in verschiedenen kosmetischen Produkten Anwendung, z. B. gegen Schuppenbildung.

Die Anwendungsgebiete der Birkenblätter sind im Einzelnen die folgenden:

Durchspülung der Harnwege bei bakteriellen und entzündlichen Erkrankungen, die mit Harndrang und Schmerzen beim Wasserlassen auftreten.

  • Bei Nierengrieß
  • Unterstützung bei der Behandlung von rheumatischen Beschwerden
  • Blutreinigung im Rahmen einer Frühjahrskur
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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