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Gewicht, Blutdruck, Cholesterin - Gestern und Heute

Symptome
Die empfohlenen Grenzwerte für Gewicht, Blutdruck oder Cholesterin ändern sich häufig. Kaum ein Grenzwert, der die Grenze zwischen gesund und krank(haft) definieren soll, ist heute noch identisch mit den Normwerten vergangener Tage. Meist haben diese Änderungen etwas mit neuen klinischen Studien zu tun. Es gehören heute z. B. Menschen mit Bluthochdruck zu den Erkrankten, die früher als völlig gesund galten.
Laufend ändernde Grenzwerte z. B. für:

Bluthochdruck (Hypertonie)

Noch in den 1980 Jahren galt der Blutdruckwert bis 160/100 mmHg als normal. Die Ärzte errechneten den Wert ihrer Patienten in der Regel aber mit der Formel 100 plus Lebensalter für den Systolischen (oberen) Wert und fanden das akzeptabel.

Z. B.: ein 70 jähriger Patient durfte demnach einen Wert von 170 mmHg haben und galt als gesund, wie auch der 50 jährige, der einen Wert von 150 mmHg hatte.

Heute jedoch werden diese beiden Patienten als Hypertoniker (Bluthochdruckpatienten) eingestuft und müssen Medikamente nehmen.

Schon 1983 wurde der Grenzwert für Bluthochdruck von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf 140/90 mmHg festgesetzt. Mit dieser Maßnahme galten plötzlich 45 Millionen Amerikaner als Hypertoniker.
Bild: fotolia.de
Diese Änderungen haben immer etwas mit klinischen Studien zu tun. Bedenken sollte man aber immer, egal ob die Studien korrekt durchgeführt wurden, dass eine solche Normwert-Senkung noch keinen Beweis dafür erbracht hat, ob es das Leben verlängert oder vor Erkrankungen schützt. Das führte der Heidelberger Arzt Gunter Frank aus.

Natürlich ist ein dauerhaft hoher Blutdruck gefährlich. Der Bluthochdruck kann Herz und Nieren schädigen. Jedoch ist auch eine drastische medikamentöse Blutdrucksenkung nicht gesund. Dieses haben Studien bewiesen. Blutdrucksenker können die Nieren schädigen und das Sterberisiko erhöhen.

Mediziner der University Minnesota haben bei einer Datenauswertung von 14.000 Patienten festgestellt, dass Menschen mit einem scheinbar überhöhten Blutdruck auch nicht früher starben als diejenigen mit einem "normalen" Blutdruck.

Tipp: Um einen leicht überhöhten Blutdruck zu behandeln reicht es oft schon aus seinen Lebensstiel zu ändern. Dazu gehört z. B. Stressvermeidung, genügend Schlaf, ausgewogene Ernährung und auf das Rauchen verzichten. Auch helfen viele Mittel aus der Naturheilkunde um den Blutdruck zu senken.
Blutdruckwert
Bild: fotolia.de
Blutzucker

Der Grenzwert für Blutzucker lag 1980 bei 144 Milligramm pro Deziliter Blut, bei nüchterner Messung. Schon fünf Jahre später legte die Weltgesundheitsorganisation den Wert bei 140 mg fest. Heute gilt man schon als Prä-Diabetiker wenn der Blutzuckerwert über 90 mg/dl ansteigt, sagt der Buchautor und Arzt aus Heidelberg Frank.

Zuviel Zucker im Blut (verzuckertes Hämoglobin=HbA1c) gilt als Warnzeichen für Diabetes.

Viele Forscher glauben, dass eine Absenkung des Blutzuckers durch Medikamente hilft. Amerikanische und kanadische Forscher haben in einer Studie der Diabetiker-Patienten aber festgestellt, dass die Sterblichkeit der Diabetes-Patienten um 22 Prozent höher liegt.

Der Diabetes Experte und Präventionsmediziner Peter Heilmeyer aus Isny (Allgäu) führte aus, dass die Grenzwerte für Blutzucker sehr niedrig angesetzt sind und als Frühdiagnose nutzlos seien. Weiter führte er aus, dass der Nüchternblutzucker schon allein durch Stress erhöht ist, der schon allein durch die Blutentnahme entstehen kann. Zu bedenken wäre auch, dass z. B. bei aktiven Sportlern der Langzeit-Blutzucker-Wert HbA1c erhöht ist und zwar ohne dass sie Diabetes haben. Peter Heilmeyer sagte weiter, dass bei einem erhöhten Diabetes-Risiko oft eine Leberverfettung vorliegt, die man leicht durch eine Ultraschalluntersuchung feststellen kann.
Bild: pixabay website5
Tipp: Einen überhöhten Blutzuckerspiegel kann man über eine kohlenhydratarme Ernährung mit viel Gemüse, Eiweiß und Fett regulieren. Bei einer Studie wurde festgestellt, dass mehr als die Hälfte der Probanden nach nur drei Wochen ihre Diabetes-Medikamente absetzen konnten.
Gewicht

Früher galt die Formel um das Idealgewicht zu errechnen: Körpergröße minus 100.

Heute gibt es den Body Mass Index, kurz BMI als Normwert. Die Formel lautet: Körpergewicht in kg geteilt durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat.

Beispiel: BMI = x KG / (y M * y M) - X=Körpergewicht und y=Größe in Metern

Beispiel für einen 175 cm Körpergröße und 70 kg Gewicht:

  • BMI = 70 / (1,75 * 1,75) = 22,86

Im Jahre 2007 gab es eine Datenauswertung aus amerikanischen Sterberegistern. Man kam bei dieser Auswertung zu dem Schluss, dass leichtes Übergewicht vor einer frühzeitigen Sterblichkeit durch verschiedene Krankheiten schützt.

Tipp: Viele Forscher meinen, dass eine Ermittlung des Idealgewichts über den Taillenumfang aussagekräftiger wäre.

Die Formel hierfür lautet

  • Taillenumfang geteilt durch Körpergröße (Waist-to-Height-Ratio)

Der Wert sollte unter 0,5 bzw. bei älteren unter 0,6 liegen.
Zuviel Zucker im Blut
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Cholesterin

Als Grenzwert wurden früher ein Wert von deutlich über 260 mg/dl angenommen. Heute wird der Grenzwert beim gesunden ohne Herz- oder Gefäßerkrankungen ein Normwert von 190 bis 200 mg/dl empfohlen. Der Arzt Frank führte dazu aus, dass plötzlich 70 % der deutschen Bevölkerung zwischen 40 und 60 Jahren einen zu hohen Cholesterinspiegel haben.

Auch in den USA, wo der Grenzwert von 240 mg auf 200 mg gesenkt wurde, betraf das 42 Millionen Amerikaner, die behandlungsbedürftig wurden.

Umstritten ist jedoch nach wie vor, ob Cholesterin der alleinige hauptverantwortliche Verursacher von Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) ist und damit ein Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall ist.

Der Mediziner Frank führt hierzu aus, dass trotzdem massenweise Blutfettsenker (Statine) verschrieben werden. Diese Medikamente nehmen rund vier Millionen Deutsche. Es ist zwar belegt, dass Statine einen Nutzen und auch eine Verringerung des Sterblichkeitsrisikos haben, dies jedoch nur bei Patienten mit Herz- oder Gefäßerkrankungen.
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Eine Tierstudie der Universität Jena kam sogar zu dem Ergebnis, dass Cholesterin vor einer Blutvergiftung bei Lungenentzündung schützt. Das wussten die Forscher aber schon länger, denn schon 1919 vertrieb das Pharmaunternehmen Bayer ein cholesterinhaltiges Medikament mit dem Namen Lipochol gegen Infektionen.
Tipp: Eine Umstellung der Ernährung mit Verzicht tierische Fette, wie Fleisch oder Eier, senken einen leicht erhöhten Cholesterinspiegel meist nicht. Jedoch hilfreich zur Senkung des Cholesterinspiegels sind Nüsse, Äpfel (mit Schale) und eine ballaststoffhaltige Ernährung.

Der Mainzer Hormonspezialist Matthias Weber, Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE), sagt zu diesem Thema:

Sind die Werte auf dem Laborzettel in der vorgesehen Norm, heißt das noch lange nicht, dass man gesund ist. Aber auch umgekehrt, wenn die Laborwerte erhöhte vorgesehene Normwerte beinhalten, wie die Werte bei Cholesterin, Blutzucker und Blutdruck, heißt das nicht, dass man krank ist.
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