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Glomerulonephritis - Erkrankungen der Nieren

Krankheiten
Unter den Namen Glomerulonephritis wird eine Gruppe von entzündlichen Erkrankungen der Nieren zusammengefasst. Betroffen sind die Nierenfilterchen (Glomerula). Die häufigste Form der Glomerulonephritis ist die sogenannte IgA-Nephropatie.
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Die Glomerulonephritis (Nierenkörperchenentzündung) ist eine schwere, akute oder chronische Entzündung der Nierenkörperchen beider Nieren. Oftmals ist der Auslöser für diese Erkrankung unbekannt. Man weiß zum Beispiel, dass eine Glomerulonephritis die Spätfolge einer bakteriellen Entzündung wie Scharlach oder Mittelohrentzündung sein kann und manchmal ist sie Bestandteil einer schweren rheumatologischen Erkrankung. Sind Kinder betroffen, haben sie eine gute Heilungschance. Beim erwachsenen Patienten bleiben bei der Hälfte der Betroffenen Nierenschäden zurück. Diese sind dann für ein Leben lang.
Namenserklärung: Glomerulum bezieht sich auf die Glomerula der Niere, kleine Kapillarknäuele, in denen die Harnproduktion stattfindet.
 
Nephritis (von griech. Nephros=Niere) steht für eine Entzündung der Niere.
 
Die Erkrankung ist eine der häufigsten Ursache für das chronische Nierenversagen, so dass der Patient dialysepflichtig wird.
 
In der Medizin wird die Glomerulonephritis in die sekundäre und primäre Glomerulonephritis unterschieden.
 
So werden die sekundären Glomerulonephritiden von Erkrankungen außerhalb der Nieren verursacht. Das können zum Beispiel Infektionen, Vergiftungen oder Medikamente usw. sein. Bei der primären Glomerulonephritis handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, deren Ursachen noch weitgehend unbekannt sind.
 
Wenn ein Arzt eine Autoimmunerkrankung als Ursache für die Glomerulonephritis vermutet, wird das Blut auf Antikörper untersucht, die sich gegen körpereigenes Gewebe (sogenannte Autoantikörper) richten sowie Tests zur Beurteilung das Komplementsystems, ein System aus Eiweißen, das dem Immunsystem zuzuordnen ist, durchgeführt.
 
Kommt es zu einer Entzündung, kann das innerhalb kürzester Zeit zu einem Verlust sämtlicher Nierenfunktionen führen.
 
In wenigen Fällen verläuft die Krankheit langsam, manchmal über Jahre hinweg. Ist die Entzündung chronisch, verursacht das die sogenannte Schrumpfniere.
 
Eine Glomerulonephritis wird über einen Bluttest, einen Urintest und einer Nierenbiopsie diagnostiziert.
 
Bei bestimmten Symptomen muss der Arzt an eine Glomerulonephritis denken. So zum Beispiel bei Blut im Urin ohne begleitende Schmerzen beim Wasserlassen, stark reduzierte Urinmenge, plötzliche Gewichtszunahme mit Schwellungen in den Gliedmaßen oder im Gesicht, neu aufgetretener Bluthochdruck.
Liegen diese Symptome vor, folgt eine Laboruntersuchung des Blutes und des Urins. Wobei die Urinuntersuchung mit Teststreifen und Mikroskopie im Vordergrund steht. Bei diesen beiden Untersuchungen kann ein nephritisches und nephrotisches Syndrom nachgewiesen werden. Im Blut lassen sich die Funktion der Nieren und Entzündungswerte prüfen und der Gehalt an Eiweiß und Fetten messen.

Des Weiteren erfolgt eine Ultraschalluntersuchung der Nieren. Erhärtet sich nun nach dem Ultraschall, der Laboruntersuchung des Blutes und des Urins der Verdacht auf eine Glomerulonephritis, erfolgt eine Nierenbiopsie. Dabei wird mit einer dünnen Kanüle unter Narkose ein kleines Gewebestück aus der Niere entnommen und unter dem Mikroskop untersucht. Die Biopsie ist der einzige Weg eine 100 % Diagnose zu erhalten. Ist die Diagnose gestellt, wird die richtige Therapie eingeleitet.

Im Frühstadium ist eine Nierenbiopsie die zuverlässigste Methode, um eine chronische Glomerulonephritis von anderen Nierenerkrankungen zu unterscheiden. Ist die Glomerulonephritis schon in einem späteren Stadium, wird häufig keine Biopsie mehr durchgeführt, da in diesen Fällen die Nieren schon geschrumpft und vernarbt sind. In diesem Fall erhält man meist auch keine spezifischen Informationen mehr, warum es zur Erkrankung kam.

Der Arzt kann davon ausgehen, dass eine geschrumpfte und vernarbte Niere durch eine über einen längeren Zeitraum eingeschränkte Nierenfunktion verursacht wurde. Die Nieren erscheinen dann bei der bildgebenden Diagnostik ungewöhnlich klein.
Entzündlichen Erkrankungen der Nieren
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Eine Glomerulonephritis muss nicht in jedem Fall therapiert werden. Kommt es zu Blut im Urin oder es besteht ein kleiner Eiweißverlust über den Harn und das ist das einzige Symptom, können schon regelmäßige Kontrollen ausreichen.

Sind Beschwerden vorhanden, wie zum Beispiel Überwässerung, Bluthochdruck und erhöhte Blutfette oder der Verlust großer Mengen von Eiweiß über die Nieren, können diese Beschwerden mit Medikamenten behandelt werden. Zusätzlich sollte man auf eine salzarme Kost zurückgreifen, um den Blutdruck zu senken.

Je nach Schwere der Erkrankung können jedoch auch Medikamente notwendig werden, die die Wirkung des Immunsystems abschwächen.

Nur sehr wenige Fälle von Glomerulonephritis verlaufen sehr schwer und können zum Nierenversagen führen.

Eingesetzt wird dann häufig ein Filterverfahren des Blutes (Plasmapharese), um in wiederholten Sitzungen die Bestandteile des Immunsystems im Blut herauszufiltern, die für den Schaden in den Nieren verantwortlich sind.

Sollte auch dadurch keine Besserung eintreten, kommt es zum Nierenversagen. Dann stehen als Therapie nur noch die Dialyse und eine Nierentransplantation zur Verfügung.
Glomerulonephritis – Prognose

Die am häufigste vorkommende Glomerulonephritis hat bei Erwachsenen und Kindern eine gute Heilungsprognose.

Durch eine frühzeitig richtig eingesetzte Therapie kann ein Nierenversagen abgewendet werden.

Nur lassen sich manche Ursachen wesentlich weniger gut therapieren, was in jedem Fall regelmäßige Kontrollen und konsequente, gegebenenfalls medikamentöse Blutdruckeinstellung erforderlich macht. Das ist wichtig, um die Entwicklung eines schleichenden Nierenversagens und Komplikationen für das Herz-Kreislau-System zu verzögern oder besser zu verhindern.
Inhalt

Die häufigsten Nierenerkrankungen sind
Diabetische Nephropathie
Glomerulonephritis – Prognose
Vaskuläre Nephropathie
Interstitielle Nephritis
Verschiedene Nierenerkrankungen
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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