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Helfen Masernviren bei der Heilung von Krebs?

Die Masern-Impfung gehört in Deutschland zu den Grundimpfungen.

In Heidelberg haben Forscher Masernviren entwickelt, die Krebszellen töten. Die Forschung steht kurz vor einer klinischen Studie.

Das Prinzip vereinfacht: Das Masernvirus dockt an bestimmten Rezeptoren einer Krebszelle an, dringt in die Zelle ein und löst den Tod der Zelle aus.

Die Heidelberger Forscher wollen mit Masernviren Tumore den Garaus machen. Im Versuchslabor gelang das an Mäusen bereits gut, so dass jetzt eine klinische Studie bevorsteht. Die Forscher stellten allerdings fest, dass sie ein Wundermittel noch nicht entdeckt haben.

Forschungen, gerade in der Krebstherapie haben immer dafür gesorgt, dass eine gewisse Euphorie aufkeimt. Man erinnere hier nur an die vor 50 Jahren entdeckten Zytostatika, die das Zellwachstum hemmen. Damals dachte man, dass der Krebs in 5 Jahren besiegt sei.
Das Masernvirus eines Impfstamms wurde von der Forschergruppe um Guy Ungerechts so umprogrammiert, dass es gezielt einen bestimmten Rezeptor erkennt, der bei Krebszellen besonders häufig vorkommt. Das Virus dockt an, dringt ein vermehrt sich und löst eine Art Selbstmord-Programm der Krebszellen aus, die sogenannte Apoptose.

Zum anderen holen sich diese umprogrammierten Masernviren das Immunsystem zur Hilfe. Die infizierte Zelle wird gezwungen, einen Botenstoff freizusetzen, der das Immunsystem auf den Tumor aufmerksam macht „Es unterstützt das Virus und bekämpft dann auch die Krebszellen, die nicht von diesem befallen werden“, erklärte das Forscherteam. Man nennt diese Methode Immuno-Viro-Therapie.

Um später an der klinischen Studie des Forschungsteams teilzunehmen, ist ein Impfschutz gegen Masern Voraussetzung. Es ist eine Sicherheitsmaßnahme, da ein Lebend-Virus verabreicht wird, das sich nicht unkontrolliert im Körper verbreiten soll. Der Zeitplan sieht vor, dass die klinischen Tests in eineinhalb Jahren beginnen können. Das liegt daran, dass bei diesen Tests noch einige Hürden zu überwinden sind, wie z. B. Rechtliches, Finanzielles und auch die Produktion des Wirkstoffes dauert.
Letztendlich soll die klinische Studie bis zu 18 Teilnehmer haben. An ihnen wird ermittelt, wie hoch die Dosis sein kann, um noch als verträglich eingestuft zu werden.

Ist die Verträglichkeit an den Probanden gut und vor allem wenn es Hinweise auf eine Wirksamkeit gibt, z. B. ob das Tumorwachstum gestoppt oder gar eine Rückbildung erreicht wurde. Dann kann die Phase zwei angegangen werden.

Die Heidelberger Forscher wollen in der ersten Studie zunächst Tumore testen, an denen man von außen leicht herankommt. Das wären z. B. Tumore am Kopf oder Hals. Die Studie sei aber mit jeder Krebsart möglich erklärte das Forscherteam.

Eine weitere Herausforderung ist, wenn der Krebs schon Metastasen im Körper bildet und bisherige Therapieansätze oder Operationen nur noch bedingt helfen. Aber gerade hier soll sich der Einsatz von Masern-Viren behaupten.
Der Weg des Impfstoffes bis zur Zulassung

Phase 1: mit wenigen Probanden wird die Verträglichkeit getestet. Vorgesehene Dauer etwa 2 Jahre.

Phase 2: an 50 bis 500 Probanden wird die Wirksamkeit ermittelt. Die Dauer hierfür ca. zwei Jahre.

Phase 3: hier wird mit bis zu 30.000 Patienten die Nebenwirkung und die richtige Dosierung ermittelt. Dauer etwa 4 Jahre.

Als letztes kommt die Zulassung. Es werden alle gewonnenen Daten zusammengeführt und auf Wirksamkeit und Unbedenklichkeit des Wirkstoffs überprüft. Die Dauer liegt bei etwa einem Jahr.

Bis zur Einführung eines eventuellen erfolgreichen Masern-Impfstoffs zur Krebsbekämpfung ist es noch ein langer Weg.
Ein Beispiel aus den USA

Bei einer Krebspatientin aus Pequot Lakes Minnesota wurde nach jahrelanger erfolgloser Behandlung mit Masern-Viren experimentiert.

Durch eine Injektion mit Masern-Viren in einer sehr hohen Dosis wurde die Patientin behandelt und ihr Leben gerettet. Stacy Erholtz ist heute vollständig geheilt, obwohl sie bis vor kurzem einen golfballgroßen Tumor auf der Stirn hatte und unter Knochenmarkskrebs litt, der Metastasen in ihrem Körper gebildet hatte.

Stacy Erholtz kämpfte schon 10 Jahre gegen den Krebs erfolglos, als ihr die Ärzte der Mayo Klinik in Minnesota (USA) als letzte Möglichkeit anboten an einem klinischen Versuch teilzunehmen. Ihr wurden 100 Milliarden Masern-Viren injiziert, mit dieser Dosis hätten 10.000 Menschen gegen Masern geimpft werden können.

Nach der Impfung bekam die 50-Jährige Fieber, rasende Kopfschmerzen und übergab sich. Doch schon nach 36 Stunden war nicht nur der Tumor auf ihrer Stirn, sondern auch der Krebs in ihrem Körper zurückgegangen.

Wie kann diese Methode funktionieren? Die Masern-Viren gelangen in den Körper und greifen dort die Krebszellen an, bis diese schließlich platzen. Dann gehen die Viren zur nächsten Zelle über und breiten sich von dort weiter aus. Zwar infizieren sich auch die gesunden Zellen, diese können sich aber im Gegensatz zu den Krebszellen besser gegen die Viren schützen. Diese 'Virentherapie' bei der Krebszellen durch Viren zerstört werden, nennt sich Onkolyse.

Stacy Erholtz hat diese Behandlung auf jeden Fall das Leben gerettet.

Wie oben beschrieben, wird an dieser Methode auch in Deutschland geforscht.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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