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Hundespeichel – Heilsame Wirkung oder gesundheitsgefährdend

Naturheilkunde
Der Hund gilt ja bekanntlich als bester Freund des Menschen – aber darf er auch Wunden ablecken, so dass diese sogar dadurch schneller abheilen? Im Mittelalter zumindest glaubten die Ärzte daran. So beobachteten sie, dass die Hunde ihre Wunden instinktiv lecken, was dem Heilungsprozess förderte. Die Ärzte ließen daraufhin Wunden von Menschen von Hunden lecken und wiesen durchaus Heilungserfolge damit auf. Warum das so ist, damit beschäftigten sich die Wissenschaftler erst viel später.

Für die meisten Menschen ist es heutzutage jedoch schwer vorstellbar, sich von einem Hund in einer Wunde herumschlabbern zu lassen. Die Redewendung „seine Wunden lecken“ hat somit auch eine andere Bedeutung, so etwa, wenn sich jemand selbst bemitleidet (er/sie leckt sich seine Wunden). Viele Hundebesitzer stellen sich dennoch die Frage, ob es gesundheitsgefährdend ist, wenn der Hund als Liebesbeweis einem quer durch das Gesicht schlabbert.
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Hat Hundespeichel eine heilende Wirkung?

Ob tatsächlich das Abschlecken von Wunden eine heilende Wirkung hat oder es eher gefährlich ist, dieser Frage gingen laut dem Schweizer Fachmagazin „Tierwelt“ die Veterinärmediziner B.L. Hart und K.L. Powell aus Kalifornien, bereits im frühen 20. Jahrhundert auf den Grund. Sie konnten nachweisen, dass der Speichel von Hunden eine Infektion mit bestimmten Bakterien verhindern kann. Das geschieht zum einen dadurch, dass sich durch den Hundespeichel beim Ablecken der Wunde die Konzentration der Bakterien verdünnt und zum anderen dadurch, dass das Wundwasser herausgeleckt wird.

Aber nicht nur das Verdünnen der Bakterien und das Herauslecken können zu einer Heilung beitragen. So erforschte der Veterinärbakteriologe Jörg Jores den Hundespeichel und fand heraus, dass im Speichel Lysozym enthalten ist, das bestimmte Bakterien wie Staphylokokken und Streptokokken angreift. Des Weiteren sind im Hundespeichel Antikörper, sogenannte Immungloboline, enthalten, die auch beim Menschen eine wichtige Rolle im Abwehrsystem spielen.
Gefährliche Bakterien im Hundespeichel

Auch wenn die Zusammensetzung des Hundespeichels bestimmte Bakterien bekämpfen kann und somit die Wundheilung einer menschlichen Wunde eventuell beschleunigen kann, so ist doch die Gefahr für den Menschen viel zu hoch, sich mit einer der unzähligen Bakterien, die im Hundespeichel vorhanden sind, zu infizieren. Die Gefahr lauert darin, dass der menschliche Körper diese Bakterien nicht erkennt und sie sich somit im gesamten Körper ausbreiten können. Klar hingegen ist, dass sich das mikrobakterielle Milieu im Hundespeichel aus einer Menge von Umwelteinflüssen zusammensetzt. Hunde erkunden nun einmal fast alles über ihre Schnauze. Das ist der Kot der Artgenossen sowie deren Hinterteile, hier lauern vor allem die E.coli-Bakterien. Hinzu kommen Bakterien über die Nahrung, die Umwelt und vieles mehr. All diese Bakterien können dem Menschen sehr gefährlich werden.
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Sollte man auf die Heilung durch den Hund verzichten?

Die Frage ist mit einem eindeutigen „Ja“ zu beantworten. Auch wenn der Hundespeichel eine leicht antibakterielle Wirkung haben kann, so ist die Gefahr, sich Krankheitserreger einzufangen, viel zu groß. Wunden und kleinere Verletzungen kann man heutzutage effizienter und sicherer heilen.

Sollte man „Schlabberattacken“ seines Hundes besser abwehren?

Auch wenn das Abschlabbern für viele Menschen als unhygienisch gilt, so muss man bei einer „Schlabberattacke“ seines Hundes nicht gleich Panik bekommen. Menschen mit einem gesunden Immunsystem können das durchaus vertragen. Hände- und/oder Gesicht waschen nach der Hundeschlabberei sollte dennoch selbstverständlich sein. Bei kleinen Kindern und bei immungeschwächten Personen sollte auf diesen nahen Hundekontakt besser verzichtet werden.

Und Achtung! An offenen Wunden beim Menschen haben Hunde nichts zu suchen.
Heilsame Wirkung durch Hundespeichel
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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