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Irrtümer und Hormonlügen der Wechseljahre - Naturheilung

Krankheiten
Ein ganz normaler Prozess während der Wechseljahre ist, dass der Körper weniger Östrogen produziert. Das ist keine Krankheit. Eine neue Studie, durchgeführt von Kerstin Weidner, Psychologin an der Universitätsklinik Dresden, zeigt: Die meisten angeblichen Wechseljahrs-Symptome sind gar keine.

Seit 20 Jahren wird von Ärzten eine Fragebogen verwendet aus der „Menopause Rating Scale“, der anhand der Fragen und deren Auswertung bestimmen soll, wie weit die Wechseljahre einer Frau fortgeschritten sind. Fragen, wie z. B. über Schlafprobleme, Durchschlafstörungen, frühes Aufwachen, Reizbarkeit, körperliche und geistige Erschöpfungszustände, Stimmungsschwankungen, Sexunlust, usw. sollen Aufschluss darüber geben.
Symptome - Wechseljahre
Bild: fotolia.de
Was nun bei Frauen zwischen 40 und 60 Jahren schnell zu dem Resultat führt, dass es sich hierbei um typische Wechseljahressymptome handelt, was im schlimmsten Fall nur mit Tabletten behandelt werden kann, würde bei einem Mann oder bei einer jüngeren Frau anders gesehen werden.
Kerstin Weidner hat diesen Fragebogen der „Menopause Ratin Scale“ nun genauer unter die Lupe genommen und in einer Studie untersucht. Ihre Ergebnisse zeigen, dass es die Wechseljahre in der bisherigen Bedeutung gar nicht gibt, zumindest nicht als Krankheit oder gesundheitliche Störung zu sehen ist, die mit Hormonen behandelt werden muss.

Jedoch unterzieht sich jede zehnte Frau in Deutschland einer Hormontherapie, wenn der Körper mit zunehmendem Alter die Östrogenproduktion herunterfährt – die Eierstöcke hören auf, das Hormon Östrogen zu bilden. Dieser Prozess kann bereits mit 40 Jahren einsetzen, aber auch sehr viel später mit 50 Jahren oder noch später. Mit 58 Jahren haben die meisten Frauen es hinter sich.
Der „Menopause Rating Scale“ soll anhand der Fragen Aufschluss darüber geben, inwieweit sich die hormonelle Veränderung auf Körper und Psyche auswirkt. Neben den zuvor genannten Fragen, wie Schlafstörungen, depressive Verstimmungen, weniger Lust auf Sex, usw. wird auch nach körperlichen Veränderungen gefragt, wie Gelenkschmerzen, Herzprobleme, Schweißausbrüche, Hitzewallungen und vaginaler Trockenheit.
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In der Studie von Kerstin Weidner, die in Dresden die Uniklinik für Psychotherapie und Psychosomatik leitet, wurden diese Fragebögen von insgesamt 1400 Frauen ausgefüllt, nicht nur von Frauen zwischen 45 und 65 Jahren, sondern auch von viel jüngeren und viel älteren.
Festgestellt wurde, dass die Symptome, die den Wechseljahren zugeschrieben werden, nicht nur auf die Frauen im typischen Alter zutrafen, sondern auch bei den viel jüngeren sowie den älteren Frauen. Die körperlichen Beschwerden, so wurde von Kerstin Weidner festgestellt, nehmen mit zunehmendem Alter allmählich zu, haben aber keinen Höhepunkt in den Wechseljahren.
Im Alter werden das Herz und die Gelenke schwächer. Selbst die Trockenheit der Scheide ist dem natürlichen Alterungsprozess zuzuführen und kein typisches Symptom der Wechseljahre. Lediglich die Hitzewallungen und die plötzlichen Schweißausbrüche tauchen ausschließlich bei Frauen auf, die in den „Wechseljahren“ sind.
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Das Ergebnis der Studie ergab weiterhin, dass die psychischen Symptome, wie Stimmungsschwankungen, Schlafproblem, weniger Lust auf Sex, usw., keinesfalls im Zusammenhang mit dem Östrogenspiegel in Zusammenhang stehen. Diese Symptome hängen viel mehr von den persönlichen Lebensumständen ab. Hinzu kommt die Einstellung zu den bevorstehenden Wechseljahren, werden diese Leiden auch noch von Ärzten prophezeit, wird es wahrscheinlich auch so eintreten, weil man glaubt, das müsse so sein.

Es ist auch eine Frage der Einstellung der Frau zu der Umstellung in ihrem Körper. Eine Hitzewallung oder ein Schweißausbruch ist keine Krankheit und geht ganz von allein wieder vorbei. Die Einnahme von Hormonen ist sehr umstritten und nicht ohne Nebenwirkungen.
In den 60er-Jahren war es üblich, den Frauen Hormone zu verordnen, die nicht nur die klimakterischen Beschwerden lindern sollten, sonder auch die Frauen länger jugendlicher erhalten sollten sowie die Lust am Sex aufrecht erhalten sollten. Die gefährlichen Nebenwirkungen dieser Hormongabe wurden im Jahr 2002 herausgefunden, und zwar in einer großen Studie der Women’s Health Initiative, bei der 16.000 Frauen untersucht wurden.

Die Nebenwirkungen der Ersatzhormone erhöhten das Risiko für Schlaganfälle, Infarkte und Brustkrebs um 30 Prozent. Das Risiko von Komplikationen wie Beinvenenthrombosen und Lungenembolien verdoppelte sich sogar. Zwar wurden in weiteren Studien diese Zahlen etwas relativiert, jedoch bleibt ein erhöhtes Risiko. Seit 2002 ist die Hormonanwendung rückläufig, da man inzwischen über die Nebenwirkungen und Risiken aufgeklärter ist.
Eine neue Studie der Cancer Epidemiology Unit in Oxford hat kürzlich ein weiteres Risiko hinzugefügt: Die Hormoneinnahme erhöht das Risiko an Eierstockkrebs zu erkranken um 43 Prozent. Und das schon bei einer Einnahme kürzer als fünf Jahre und auch nach Beendigung der Einnahme bleibt ein erhöhtes Risiko.

Studienleiter Richard Peto sieht es "sehr kritisch", dass in den USA und in England die Einnahme von Ersatzhormonen wieder im Anstieg ist. Und auch in Deutschland scheint sich wieder ein Trendwechsel anzudeuten.
Behandlung aus der Naturheilkunde als Alternative zu Östrogen

Die Naturheilkunde hält eine Vielzahl von pflanzlichen Mittel bereit, die bei „Wechseljahresbeschwerden“ helfen können. In Rotklee, Hopfen, Sojabohnen und Leinsamen sind sogenannte Phytoöstrogene enthalten. Die pflanzlichen Stoffe ähneln in ihrer Struktur den Östrogenen und können sich an Rezeptoren für das Hormon im Körper binden.
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Die pflanzlichen Mittel haben keine ernsthaften Nebenwirkungen, sie wirken abhängig vom Östrogenspiegel an den unterschiedlichsten Stellen des Körpers, so dass die Gefahr eines Zuviel an Hormonen nicht besteht. Die pflanzlichen Stoffe können Hitzewallungen beispielsweise vermindern, was auch eine Studie klinisch belegt, die Forscher aus Taiwan durchführten.
Ein neuer Lebensabschnitt

Ob nun Wechseljahre oder die Belastungen des Älterwerdens, im Alter zwischen 45 und 65 Jahren verändert sich für die meisten Frauen die Lebenssituation. Entweder sind die Kinder groß oder wenn man keine Kinder hat, so weiß man, dass man keine mehr bekommen wird. Es ist nicht nur der Östrogenspiegel, der sinkt. Die Frau wird sich überlegen müssen, wie sie sich ihr weiteres Leben vorstellt.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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