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Nebennieren

Schon der römische Anatom Bartholomeus Eustachius entdeckte und benannte die Nebennieren im Jahr 1564. Es dauerte jedoch weitere dreihundert Jahre, bis auch alle Funktionen der Nebennieren bekannt waren.
Bild:pixabay website5
Nebennieren haben nicht nur Menschen und Säugetiere, sondern auch Amphibien, Vögel und Reptilien.

Nebennieren heißen nur deshalb so, weil sie neben den Nieren liegen. Ansonsten haben beide Organe wenig miteinander zu tun: Die Nieren produzieren unseren Harn und regulieren Blutdruck sowie Säure-Basen-Haushalt; die Nebennieren hingegen stellen Hormone her.
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Folgen bei einer Fehlfunktion
Nebennieren – Vorsorge
Beim Menschen liegen die beiden Nebennieren, sie wiegen ca. nur fünf bis zehn Gramm und sind nicht größer als zwei Streichholzschachteln, wie kleine Kappen oben auf den Nieren. Gemeinsam mit den Nieren sind sie in eine Fettkapsel (Capsula adiposa renis) und Bindegewebe (Fascis renis) gebettet.

Der lateinische Name der Nebennieren lautet Glandula suprarenalis. Das bedeutet wörtlich „Drüse über der Niere“.

Unterschieden werden die Nebennieren in der Nebennierenrinde und dem Nebennierenmark.

Die Nebennieren bestehen aus Rinde (Cortex glandulae suprarenalis) und Mark (Medulla glandulae suprarenalis), die verschiedene Aufgaben erfüllen. Die Nebennierenrinde macht etwa vier Fünftel des gesamten Gewichts der Nebennieren aus und kann nach ihrem Aussehen in drei Schichten unterteilt werden:
  • Ganz außen liegt die Zona glomerulosa, in der die einzelnen Zellen in Haufen angeordnet sind. Hier wird Baustein Cholesterol zu Aldosteron umgewandelt. Dieses Mineralkortikoid regelt zusammen mit dem Renin-Angiotensin-System den Natrium- und Kaliumgehalt unseres Körpers und ist für den Flüssigkeits- und Salzhaushalt wichtig
  • Darauf folgt die Zona fasciculata, in der die Zellen Stränge oder parallele Bündel bilden. Hier werden Glukokortikoide wie das vielseitige Kortisol hergestellt. Es erhöht die Neubildung von Zucker, baut Fette und Eiweiße ab. So erhält der Körper mehr Energie. Kortisol hemmt zudem Entzündungen. Kortisol ist eng verwandt mit Kortison, das zum Beispiel bei allergischen oder entzündlichen Reaktionen als Medikament eingesetzt wird.
  • Die innerste Schicht, Zona reticularis, ist wie ein Netz aufgebaut. Aus dieser Schicht kommen die Androgene. Im Körper werden Androgene in das Geschlechtshormon Testosteron umgewandelt, das beim Mann Funktion und Wachstum von Penis und Hoden fördert und die Produktion der Spermien reguliert. Anders als Aldosteron und Kortisol werden allerdings nur fünf Prozent der Androgene in der Nebennierenrinde erzeugt, den Rest produzieren die Hoden.

Die Nebennierenrinde umschließt das Nebennierenmark (Medulla glandulae suprarenalis). Das Mark gehört zum sympathischen Nervensystem und enthält neben hormonproduzierenden Zellen auch Nervenzellen.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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