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Neuroblastome - Kurzinformation

Baby/Kinder
Eine bösartige Erkrankung des sympathischen Nervensystems, die vor allem im frühen Kindesalter auftritt, ist das Neuroblastom. Neuroblastome sind embryonale Tumore, die vom Nervengewebe ausgehen und können in vielen Körperregionen vorkommen sowie im gesamten zentralen Nervensystem. Sie sind die dritthäufigste bösartige Neubildung bei Kindern.

Im Kindesalter ist das Neuroplasmon, nach den Hirntumoren, der häufigste bösartige Tumor bei Kindern. Jährlich erkranken ca. 150 Kinder neu an einem Neuroplasmon. 90 % der neu erkrankten Kinder sind unter fünf Jahre alt. Neugeborene und Säuglinge sind am häufigsten betroffen, sie machen ca. 40 % der Neuerkrankungen aus.
Inhalt

Wie und wo entstehen Neuroblastome?
Anzeichen einer Erkrankung – Neuroblastom
Allgemeine Symptome
Wie und wo entstehen Neuroblastome?

Aus unreifen entarteten Zellen des autonomen oder sympathischen Nervensystems, welches als Teil des autonomen Nervensystems die unwillkürliche Funktion von z. B. Herz- und Kreislauf sowie die Darm- und Blasentätigkeit steuert, entstehen die Neuroblastome. Die Fehlentwicklung dieser noch nicht ausgereiften (embryonalen) Nervenzellen beginnt möglicherweise bereits vor der Geburt und kann eine Folge von Chromosomen Veränderung und/oder Genveränderung (Mutation) sein. Nach bisherigen Forschungsergebnissen ist eine Vererbung im eigentlichen Sinn ausgeschlossen. Auch ist bislang nicht bewiesen, ob Einflüsse wie z. B. Umweltfaktoren, berufliche Belastung der Eltern, Medikamenteneinnahme, Nikotin- oder Alkoholkonsum während der Schwangerschaft eine Rolle spielen könnten.

Am häufigsten kommen Neuroblastome im Nebennierenmark und im Bereich der Nervengeflechte beidseitig der Wirbelsäule (Grenzstrang- Truncus sympathicus, laufen parallel zur Wirbelsäule) vor. Sollte der Grenzstrang betroffen sein, können Neuroblastome auf jeder Höhe entlang der Wirbelsäule vorkommen. Das heißt, im Bauch, Becken, Brust- und Halsbereich. In gut 70 % der Fälle befindet sich der Tumor im Bauchraum und zu etwa einem Fünftel der Tumore liegen im Brust- und Halsbereich.

Als Tumormarker kann der Urin genutzt werden, da die Tumorzellen Botenstoffe des sympathischen Nervensystems (Katecholamine) und andere Substanzen produzieren, die über den Urin ausgeschieden werden.

Neuroblastome sind zum einen auf ihren Ursprungsort begrenzt, andere wiederum streuen in nahe gelegene Lymphknoten. Auch kann es zu Absiedlungen der bösartigen Zellen (Metastasen) in Knochenmark, Knochen, entfernten Lymphknoten, in der Leber oder Haut, seltener in Gehirn oder Lunge kommen.

Zudem können sich Neuroblastome spontan wieder zurückbilden.
Anzeichen einer Erkrankung – Neuroblastom

Häufig ist es der Fall, dass Patienten mit Neuroblastom keine Krankheitsanzeichen haben. Bei diesen Betroffenen wird der Tumor zufällig entdeckt, z. B. bei einer Routineuntersuchung beim Kinderarzt. Auch kommt es vor, dass das Neuroblastom bei einer Ultraschall- oder Röntgenuntersuchung, die aus einem anderen Anlass durchgeführt wird, entdeckt wird.

Die Beschwerden, die durch die Erkrankung eintreten, treten in der Regel erst dann auf, wenn das Tumorwachstum fortgeschritten ist.

Die Symptome sind sehr vielfältig, da sie von der Lage des Tumors oder der Metastasen abhängen.

Erstes Anzeichen eines Neuroblastom kann eine Schwellung am Bauch oder am Hals sein oder es kann durch Druck auf die Lunge zu Luftnot kommen. Bei Wirbelsäulen nahe Tumoren kann der Wirbelsäulen-Kanal einwachsen und es kommt zu Lähmungserscheinungen.
Allgemeine Symptome

  • Müdigkeit, Lustlosigkeit
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Bauchkoliken
  • Verstopfung oder Durchfälle
  • Schwäche
  • Blässe
  • Anhaltendes mäßiges Fieber ohne weitere erkennbare Ursache
  • Schwitzen
  • Knoten oder Schwellungen an Bauch oder Hals
  • Aufgetriebener Bauch
  • Appetitlosigkeit
  • Lymphknotenschwellungen
  • Gewichtsverlust
  • Knochenschmerzen

Gerade anhaltende Durchfälle und Bluthochdruck können in einigen Fällen durch hormonelle Aktivität des Tumors entstehen. Auch kann es bei einem Tumor im Halsbereich zum sogenannten Horner-Syndrom kommen. Man versteht darunter ein Zurücksinken des Augapfels mit einseitig verkleinerter Pupille und hängendem Lid.

Das Auftreten eines oder mehrerer dieser Krankheitszeichen muss allerdings nicht bedeuten, dass ein Neuroblastom vorliegt. Viele Symptome können vergleichsweise harmlose Ursachen haben. Es ist jedoch ratsam bei Beschwerden einen Arzt aufzusuchen.
Die Heilungsaussichten bei einem Neuroblastom lassen sich im Einzelfall nur schwer abschätzen. Es muss das Ausmaß der Erkrankung, die Aggressivität des Tumors und das Alter des Betroffenen berücksichtigt werden. Eine gute Prognose besteht bei jüngeren Kindern.

Bei älteren Kindern mit metastasierten Neuroblastom sind die Aussichten auf Heilung immer noch, trotz intensiver Therapie, ungünstig.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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