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Nierensteine

Krankheiten
In Deutschland hat sich die Zahl Betroffener, die an Nierensteinen leiden, in den letzten 20 Jahren verdreifacht. Da sind gut 5 Prozent der Bevölkerung. Männer sind von Nierensteinen häufiger betroffen als Frauen.
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Die Nieren haben die Funktion, Wasser und Stoffe, die der Körper nicht benötigt auszuscheiden. Das Blut wird in den Nieren gefiltert und bildet so den Urin, der über die Harnleiter in die Blase fließt. In der Blase wird der Urin gesammelt und schließlich ausgeschieden.

Häufig bleiben die Steine eine lange Zeit unbemerkt, bevor sie schmerzhafte Nierenkoliken und Harnstau verursachen. Im schlimmsten Fall droht bei Nierensteinen eine Blutvergiftung (Sepsis).
Nierensteine bilden sich, wenn bestimmte Substanzen aus der Nahrung, vor allem sogenannte Oxalsäure, Phosphat, Oxalat, Zystin und Kalzium oder Harnsäure und weitere Substanzen sich im Urin stark anreichern. Zuerst bilden sich dann Kristalle und weitere lagern sich dann an. So bildet sich im Laufe der Zeit ein Stein. Die meisten dieser Nierensteine bestehen aus Kalziumoxalat, beim Rest handelt es sich vor allem um Harnsäuresteine. Diese stehen in Zusammenhang mit Gicht.

Andere Stoffe können zu einer besseren Löslichkeit der Kristalle führen, wenn sie mit dem Harn ausgeschieden werden. Hierzu zählen Zitronensäure sowie Magnesium bei sogenannten Kalziumoxalatkristallen. Diese Zusammenhänge kann man ausnutzen, um die Neubildung von Steinen zu vermeiden.

Wie viele Kristalle sich in einer bestimmten Menge Urin lösen können, hängt unter anderem vom Säuregehalt des Urins ab, dem sogenannten pH-Wert des Urins. Dieser sollte zwischen 5,5 und 7 liegen und ist von der Ernährung abhängig. Einen pH-Wert unter 7 bezeichnet man als sauer, einen pH-Wert über 7 als alkalisch. Bestimmte Steinarten bilden sich eher im alkalischen Urin, andere eher im sauren.
Weshalb das geschieht ist noch nicht ganz geklärt.

Die Größe der Steine ist unterschiedlich. Sie können ganz klein sein oder aber auch das gesamte Nierenbecken auskleiden, so vier mal fünf Zentimeter groß sein. Dieser Stein wird Nierenbeckenausgussstein genannt, ist jedoch dank der guten medizinischen Versorgung eher die Ausnahme.
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Die Bildung von Harnstein kann vererbt werden. Der Lebensstil spielt bei der Entstehung eine große Rolle. Bei der Entstehung von Harnsteinen spielen aber auch andere Faktoren eine Rolle. Oft entwickeln sich die Steine infolge von ungesunden Ernährungsgewohnheiten, unzureichender Flüssigkeitsaufnahme und Stoffwechselstörungen. Wichtig sind viel Flüssigkeit, wenig Oxalsäure und Salz, Kalzium im richtigen Maß, um das Risiko für Steine zu mindern.

So haben Studien bewiesen, dass es ein erhöhtes Risiko für Steinbildung gibt bei:

  • Fettstoffwechselstörungen
  • Bewegungsmangel
  • Gicht
  • Eiweißreicher Kost
  • Übergewicht
  • Flüssigkeitsmangel
  • verstärktem Schwitzen
  • Blutzuckererkrankung (Diabetes mellitus)
  • süße Getränke
  • falsche Ernährung
  • zu viel Kalzium
  • Abflussbehinderungen in den Harnwegen oder bei
  • Darmerkrankungen
  • Harnwegsinfekte und
  • Störungen der Nierenfunktion

Experten sagen, dass eine Veränderung der Ess- und Lebensgewohnheiten das Risiko, dass sich Nierensteine bilden, um 40 Prozent reduziert.

So ist es wichtig auf die Ernährung und Lebensgewohnheiten zu achten, da ca. in 50 % der Fälle die Nierensteine wieder auftreten. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, wenig Alkohol und nicht zu viel Fleisch hilft einem sehr, dass die Nierensteine nie wiederkommen.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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