Herpes-Viren - Verdacht als Auslöser für psychische Krankheiten - Natürliche Heilung Krankheiten Gesundheit mit Hilfe der Naturheilkunde

Naturheilkunde und Naturheilung
Heilmed-Krankheit.de
Natürliche Heilung mit Hilfe der Naturheilkunde
Direkt zum Seiteninhalt

Herpes-Viren - Verdacht als Auslöser für psychische Krankheiten

Naturheilung
Eine deutsch-amerikanische Studie kommt zum Schluss, dass bestimmte Herpesviren bei der Entstehung von psychischen Krankheiten, wie zum Beispiel bei schweren Depressionen und bipolaren Störungen eine Rolle spielen könnten.

Die Wissenschaftler hatten bei Erkrankten Hirnbiopsien durchgeführt und oft auffällig viele Herpesinfektionen nachgewiesen.

Gerade im Bereich der Entstehung von psychischen Erkrankungen stehen die Wissenschaftler immer noch vor großen Fragezeichen.

Das Ergebnis dieser neuen Studie wurde in der Fachzeitschrift Frontiers in Microbiology veröffentlicht.

Studie

Die Forscher untersuchten für ihre Studie zwei der größten menschlichen Hirnbiopsie-Gruppen des US-Amerikanischen Stanley Medical Research Institutes.
Herpesvirus HHV-6
Bild: pixabay website5
Sie stellten fest, dass bei Patienten mit bipolaren und schweren depressiven Störungen die Nervenzellen besonders stark mit dem Herpesvirus HHV-6 infiziert waren.

Das humane Herpesvirus 6 ist beim Menschen weit verbreitet. Überwiegend wird das Virus vom Körper unter Kontrolle gehalten. Bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem kann es jedoch zu Krankheiten kommen.

Die meisten Menschen erwerben das humane Herpesvirus 6, kurz HHV-6, bereits in der frühen Kindheit. Eine Infektion mit dem HHV-6 ist zum Beispiel für das Dreitagefieber bei Säuglingen und Kleinkindern verantwortlich. Der Virus verbleibt dann ein Leben lang im Körper.

Beim HHV-6 handelt es sich um einen entfernten Verwandten des Herpes-Simplex-Virus, das die bekannten Bläschen im Mundbereich verursacht, hat aber ganz andere Auswirkungen.
Dr. Bhupesh Prusty von der Julius-Maximilians-Universität Würzburg führte dazu aus, dass dieses Ergebnis erste Hinweise darauf gibt, dass Viren dieses Typs möglicherweise psychische Störungen verursachen könnten.

Die infizierten Nervenzellen, sogenannte Purkinje-Zellen, sind ein wichtiger Bestandteil des Kleinhirns, welches vor allem für motorisches Lernen und die Feinsteuerung von Muskeln zuständig ist. Zudem beeinflussen sie die Gefühle, Wahrnehmung und Erinnerungsvermögen.

Neben den erblichen Faktoren gibt es auch Hinweise darauf, dass Umweltfaktoren bei psychiatrischen Erkrankungen eine Rolle spielen könnten. Besonders dann, wenn sie schon in jungen Jahren eine Entzündung im Nervensystem verursachen.

Viren gehören zu den Umweltfaktoren, so Bhupesh Prusty. Viren sind gefährliche Angreifer auf unseren Körper und können die Entwicklung von Nervenzellen stören und die Interaktion mit dem Immunsystem in wichtigen Entwicklungsstadien behindern.
Bhupesh Prusty sagte weiter, dass wenn es zu solchen Infektionen in der frühen Kindheit kommt, heilen diese meist ohne Probleme aus. Zu beachten ist jedoch, dass die Viren in verschiedenen Organen und Geweben, einschließlich des zentralen Nervensystems und der Speicheldrüsen verharren. Die Viren können jedoch unter bestimmten Umständen auch nach Jahren wieder aktiv werden.

In einem weiteren Schritt wollen die Wissenschaftler erforschen, den molekularen Mechanismus zu entschlüsseln, mit dem die Herpesviren Schäden an den Nervenzellen verursachen.

Andere Herpesinfektionen

Herpes wird durch zwei sogenannte Humane Herpesviren verursacht. Die Viren verursachen entweder den Lippenherpes oder aber den Genitalherpes.

Herpes-Simplex-Virus Typ 1 (HSV-1): Dieser Virus verursacht hauptsächlich Lippenherpes (Med. Herpes labialis). Sehr selten wird die Erkrankung durch den Herpes-Simplex-Virus Typ 2 (HSV-2) ausgelöst. An Herpes-Simplex-Virus Typ 1 leiden etwa zwei Drittel aller Menschen.

Herpes-Simplex Typ 2 (HSV-2) ist in 70 % bis 80 % für den sexuell übertragbaren Genitalherpes (Herpes-genitalis) verantwortlich. Die restlichen Infektionen werden durch den Typ 1 verursacht. Hiervon sind ca. 11 % bis 15 % aller Menschen betroffen.

Wer einmal an einer Herpesinfektion leidet, bleibt für immer infiziert. Denn klingt eine Herpesinfektion ab, ziehen sich einige Viren in die sogenannten Nervenganglien zurück. Sie bleiben hier so lange in einer Art Ruhezustand, bis sie z. B. durch ein geschwächtes Immunsystem geweckt werden. Passiert das, dann wandern die Erreger zu Hautzellen und vermehren sich dort.
Vorheriger Beitrag: Homöopathie bei Herpes labialis

Nächster Beitrag: Kleieflechte (Pityriasis versicolor) - Hautkrankheit

Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
Zurück zum Seiteninhalt