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Aufputschmittel am Arbeitsplatz

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Eine Studie der Krankenkasse DAK, die am 16.03.2015 veröffentlicht wurde kam zu dem Ergebnis, dass immer mehr Arbeitnehmer Aufputschmittel am Arbeitsplatz nehmen.

Geschluckt werden Stimmungsaufheller und leistungssteigernde Medikamente. Nach der Studie betreiben Millionen deutscher Arbeitnehmer Hirndoping – ohne Rücksicht auf die teilweise erheblichen Gesundheitsrisiken.

Ca. drei Millionen Deutsche Arbeitnehmer greifen zu verschreibungspflichtigen Medikamenten, um den Druck und den Anforderungen am Arbeitsplatz zu bestehen und um ihre Leistungsfähigkeit zu erhöhen.

In nur 6 Jahren stieg dieses Hirndoping von 4,7 auf 6,7 Prozent, wobei die Dunkelziffer noch viel höher liegen darf, schrieben die Autoren der DAK-Studie.

Vier von zehn Personen, die Stimmungsaufheller nahmen, gaben an, gerade bei konkreten Anlässen wie Präsentationen oder wichtigen Verhandlungen Medikamente zu nehmen.

Die Studie ergab weiter, dass gerade bei Männern die Einnahme mit Erreichen ihrer beruflichen Ziele, durch bessere Leistungsfähigkeit geschehe. Aber auch, um noch Energie für Freizeit und Privates zu haben. Bei Frauen ist der Grund meist, dass ihnen die Arbeit leichter von der Hand geht.

  • Am häufigsten greifen Beschäftigten demnach zu Medikamenten gegen Angst, Nervosität und Unruhe (60,6 Prozent) sowie zu Mitteln gegen Depressionen (34 Prozent).
  • Etwa jeder achte Doper schluckt Tabletten gegen starke Tagesmüdigkeit.
  • Mehr als jeder Zweite bekommt laut DAK-Report für die entsprechenden Medikamente ein Rezept vom Arzt.
  • Jeder siebte erhält Tabletten von Freunden, Bekannten oder Familienangehörigen und jeder zwölfte bestellt sie ohne Rezept im Internet.

In Deutschland ist Doping am Arbeitsplatz noch kein Massenphänomen, aber dieses Ergebnis der Studie ist ein ausreichendes Alarmsignal. Die Suchtgefahr und die Nebenwirkungen sind jedoch nicht zu unterschätzen.

Die Medikamente haben oft nur minimale und kurzfristige Effekte auf die Leistungsfähigkeit erklärte der Doping-Experte Klaus Lieb. Er führte weiter aus, dass es aber hohe körperliche Nebenwirkungen bis hin zur Persönlichkeitsveränderung und Abhängigkeit habe, sagte der Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Mainz. Auch kann es zu Herzrhythmusstörungen, Schwindel, Kopfschmerzen, Nervosität und Schlafstörungen kommen und die Langzeitfolgen seien noch völlig unklar.

Die Studie besteht aus 2,6 Millionen Daten erwerbstätiger Menschen.

Welche Medikamente werden genommen, z. B.:

  • Methylphenidat- ist ein Medikament das gegen ADHS und Schlafkrankheit verschrieben wird. Durch die Einnahme wird die Konzentration gesteigert und es hemmt den Schlaf und das Bedürfnis nach Nahrung.
  • Modafinil- hilft gegen die Schlafkrankheit. Gilt als Wachmacher und soll z. B. bei dem Sekundenschlaf helfen und den Jetlag verhindern.
  • Betablocker- werden bei Bluthochdruck eingesetzt, um zu beruhigen. Sie verhindern, dass vermehrte Ausschütten des Stresshormons Adrenalin. Wird aber auch gerne eingenommen, um seine Prüfungsangst zu lindern.
  • Antidepressiva- meist sind diese Medikamente Stimmungsaufheller. Sie helfen gegen Depressionen und gegen Panikattacken.
  • Antidementiva- wird bei Demenz und Alzheimer eingesetzt. Das Mittel steigert die Gedächtnisleistung.
  • Amphetamine- zählen zu Stimulanzien, genauso wie illegale Drogen wie Crystal Meth oder Ecstasy.

19.03.2015
Doping währende der Arbeit
Bild: website5
Medikamente zur Leistungsförderung
Bild: website5
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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