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Augengrippe (Keratokonjunktivitis epidemica)

Symptome
Hervorgerufen wird die Augengrippe durch sogenannte Adenoviren. Es ist eine hochansteckende Viruserkrankung. Bei dieser Erkrankung ist ein Arztbesuch unumgänglich, da die Augengrippe aufgrund ihrer hohen Ansteckungsgefahr meldepflichtig ist.

Die Augengrippe beginnt plötzlich mit einer Augenrötung und einer Schwellung von Bindehaut und Lymphknoten. Auch jucken die Augen und es fühlt sich so an, als ob sich ein Fremdkörper im Auge befindet.
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Die Inkubationszeit der Adenoviren beträgt bis zu 12 Tage. Der weltweit verbreitete Erreger ist äußerst widerstandsfähig gegen Umwelteinflüsse und bei Zimmertemperatur wochenlang überlebensfähig. Hat sich jemand mit dem Erreger infiziert, ist die betroffene Person gut zwei Wochen ansteckend, kann den Virus also übertragen.

Nach Daten des Robert-Koch-Instituts erkranken ca. bis zu 660 Patienten jährlich an der Augengrippe. Die Krankheit ist deutlich aggressiver als eine normale Bindehautentzündung und in Deutschland meldepflichtig. Dennoch vermuten Experten, dass viele Fälle gar nicht registriert werden, da die Betroffenen ihre Erkrankung nicht erkennen.
Inhalt

Augengrippe (Keratokonjunktivitis epidemica) – Wie kommt es dazu?
Augengrippe (Keratokonjunktivitis epidemica) – Spätfolgen
Augengrippe (Keratokonjunktivitis epidemica) – Symptome
Folgende Symptome können auf eine Augengrippe hindeuten
Augengrippe (Keratokonjunktivitis epidemica) – Diagnose
Augengrippe (Keratokonjunktivitis epidemica) – Behandlung
Augengrippe (Keratokonjunktivitis epidemica) – Homöopathie und Hausmittel
Augengrippe (Keratokonjunktivitis epidemica) – Vorsorge
Weitere Themen
Augengrippe (Keratokonjunktivitis epidemica) – Wie kommt es dazu?

Die Infektion erfolgt über eine sogenannte Schmierinfektion. Reibt sich der Betroffene z. B. die Augen bekommt er Adenoviren an die Hand, da sich die Viren auch in der Tränenflüssigkeit befinden. So kann er die Viren z. B. durch einfaches Händeschütteln weitergeben oder aber durch anfassen von Gegenständen, wie z. B. Türklinken.
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Adenoviren sind sehr widerstandsfähig. Sie sind in der Lage mehrere Wochen auf Gegenständen wie eben Türklinken zu überleben.

Zudem sind Adenoviren für eine Vielzahl von Krankheiten verantwortlich. Sie können z. B. für Durchfall-Erkrankungen, Infektionen der Atemwege, Mandelentzündungen oder eben für Augenentzündungen verantwortlich sein.
Augengrippe (Keratokonjunktivitis epidemica) – Spätfolgen

Als Spätfolge der sogenannten Keratokonjunktivitis epidemica (Augengrippe) kann es aber auch zu Hornhauttrübungen kommen, die das Sehvermögen langfristig beeinträchtigen können. Eine Schutzimpfung gibt es nicht. Behandelt werden können nur die Symptome, etwa mit Augentropfen oder -salbe.
Augengrippe (Keratokonjunktivitis epidemica) – Symptome

Die Symptome der Augengrippe ähneln der einer Bindehautentzündung. Dadurch wird eine sichere Diagnose erschwert, da die Abgrenzung zur Bindehautentzündung erschwert ist.
Folgende Symptome können auf eine Augengrippe hindeuten

  • gerötete Augen
  • tränende Augen
  • ein verschwommenes Sichtfeld
  • hohe Lichtempfindlichkeit
  • eine geschwollene Bindehaut
  • geschwollene Lymphknoten
  • Juckreiz oder Brennen im Auge

Zudem kann es zu grippeähnlichen Symptomen kommen, wie z. B. Fieber, Kopfschmerzen oder/und Gliederschmerzen

Typisch für eine Infektion mit dem Erreger Adenoviren ist auch, dass sich die Symptome zunächst nur an einem Auge zeigen und dann erst auf das andere übergreifen.
Augengrippe - Naturheilkunde
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Augengrippe (Keratokonjunktivitis epidemica) – Diagnose

Die Augengrippe ist eine besondere Form der Bindehautentzündung, die speziell von den Adenoviren ausgelöst wird. Eine gewöhnliche Bindehautentzündung kann dagegen auch bakteriellen Ursprungs sein.

Da beide Erkrankungen viele Ähnlichkeiten in ihren Symptomen gemeinsam haben, ist es oft nicht leicht, die Augengrippe eindeutig von einer gewöhnlichen, harmlosen Bindehautentzündung zu unterscheiden.

Eine sichere Diagnose ist somit nur durch einen Abstrich von der Bindehaut möglich. Dieser Abstrich wird dann untersucht. So kann der Erreger der Augengrippe eindeutig identifiziert werden.
Augengrippe (Keratokonjunktivitis epidemica) – Behandlung

Die Augengrippe (Keratokonjunktivitis epidemica) lässt sich nicht mit Medikamenten behandeln. Ihre Symptome jedoch können durch Augensalben oder Augentropfen gelindert werden.

Die Dauer einer Augengrippe kann zwischen 10 Tagen und 4 Wochen variieren, danach klingen die Symptome von selbst wieder ab.

Eine Therapie mit Antibiotika ist im Gegensatz zur Therapie einer gewöhnlichen, bakteriellen Bindehautentzündung im Fall einer Augengrippe nicht möglich. Hintergrund ist, dass Antibiotika bei Viren generell wirkungslos sind und den geschwächten Körper durch etwaige Nebenwirkungen zusätzlich belasten würden.
Augengrippe (Keratokonjunktivitis epidemica) – Homöopathie und Hausmittel

Naturheilkundlich behandeln kann man, wie auch in der Schulmedizin nur die Symptome.

Sofern der Arzt einer Eigenbehandlung zustimmt, kann man die Augengrippe so behandeln wie bei einer Bindehautentzündung. So kann man z. B. kühle Lappen oder Zistrosentee bzw. aufgekochte Zistrosenblätter oder Augentropfen verwenden, um die Symptome ein wenig zu lindern.

Aber Vorsicht, nehmen Sie von irgendwelchen Experimenten Abstand, denn nur ein Facharzt kann die Symptome einer Augengrippe richtig deuten.
Wichtig: Bei einer Viruserkrankung, wie z. B. der Augengrippe sind, trotz teilweise anderslautender Meinung im Netz, Homöopathie und Hausmittel wirkungslos.
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Zudem ist zu beachten, dass die Augengrippe (Keratokonjunktivitis epidemica) nicht immer ungefährlich verläuft. So kann es zu Spätfolgen kommen, wie zu einer Hornhauttrübung, die das Sehvermögen langfristig beeinträchtigen kann. Auch ist die Augengrippe (Keratokonjunktivitis epidemica) wesentlich aggressiver als eine normale Bindehautentzündung und in Deutschland meldepflichtig.
Augengrippe (Keratokonjunktivitis epidemica) – Vorsorge

Obwohl die Adenoviren sehr widerstandsfähig sind und mehrere Wochen auf Gegenständen wie Türklinken überleben können, empfiehlt es sich auf jeden Fall, Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen und Desinfizieren zu ergreifen, um einer Ansteckung mit der Augengrippe und deren Verbreitung vorzubeugen.

Zu beachten ist auch, dass Betroffene während der bis zu zwölf Tage dauernden Inkubationszeit, also vor Ausbruch der Symptome, ansteckend sind.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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