Badedermatitis – Hautkrankheit - Natürliche Heilung Krankheiten Gesundheit mit Hilfe der Naturheilkunde

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Badedermatitis

Die Erscheinungen auf der Haut werden durch die Larven des Saugwurms Trematoden verursacht und treten im Sommer nach dem Baden auf.

Die Hauterkrankung wurde das ersten Mal in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts erwähnt. Heute ist diese Hauterkrankung überall auf der Welt anzutreffen. Besonders häufig kommt sie in Europa und Nordamerika vor.
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Im Normalfall befällt der Parasit Wasservögel, Tiere und Schnecken. In warmen Gewässern im Sommer bohrt er sich jedoch fälschlicherweise auch in die Haut von Menschen ein. Es kommt dann zu juckenden allergischen Hautreaktionen.

Der Befall wird als ungefährlich betrachtet, da der Mensch einen Fehlwirt darstellt und sich der Parasit nicht weiter vermehrt.

Behandelt wird die Hautreaktion mit juckreizlindernden, antiallergischen und entzündungshemmenden Arzneimittel.

Die wissenschaftliche Bezeichnung der Badedermatitis lautet Zerkarien-Dermatitis oder Schistosomatiden-Dermatitis. Daneben existieren eine Vielzahl von Namen für die juckenden Flecken nach dem Bad im See oder im Tümpel, so z. B. Hundsblattern, Entenflöhe oder Weiherhippel.
Inhalt

Badedermatitis – Wie entsteht sie?
Badedermatitis – Symptome
Badedermatitis – Diagnose
Badedermatitis – Behandlung
Badedermatitis – Vorbeugung
Weitere Themen
Badedermatitis – Wie entsteht sie?

Die Badedermatitis wird durch die Larven eines Saugwurms verursacht. Den mikroskopisch kleinen Zerkarien (ca. 700-800 µm) der Gattung Trichobilharzia (z.B. Trichobilharzia ocellata, Trichobilharzia szidati). Es handelt sich dabei um Parasiten aus der Familie der Schistosomen, die einige Wasservögel und Säugetiere befallen.

Durch wurmbefallene Wasservögel, vor allem Enten, gelangen Wurmeier über den Kot ins Wasser. Aus den Eiern schlüpfen kleine Larven, die normalerweise eine bestimmte Art Süßwasserschnecken befallen. Eine Vermehrung findet dann in der Schnecke statt. Sie werden dann nach wenigen Wochen wieder ins flache Wasser abgegeben. Diese neue Generation von Larven (Zerkarien) suchen sich dann wieder einen neuen Wirt, bevorzugt Enten. Sie durchdringen die Haut der Enten und begeben sich in deren Darm bis sie sich zu erwachsenen Würmern entwickelt haben.

Im warmen Sommerwasser, vor allem in den Monaten Juni bis September bei Temperaturen über 24 Grad schwärmen die Larven aus.

So kann es auch vorkommen, dass die Zerkarien die Haut von Menschen durchdringen, wo sie aber nach kurzer Zeit absterben.

Kommt es zu einem ersten Kontakt mit den Larven entsteht meist nur eine geringe Hautreaktion. Das ändert sich aber beim zweiten Mal, wenn das Immunsystem den Eindringling erkennt - kommt es zu einer stärkeren Abwehrreaktion mit den typischen Beschwerden.

Zu beachten ist, dass das Auftreten von Zerkarien in keinem Zusammenhang mit der Qualität des Wassers zu tun hat.
Badedermatitis – Symptome

Schon wenige Minuten nach Eintreten der Larve kommt es zu einem geröteten Hautausschlag mit einem starken:

  • Juckreiz
  • Nesselfieber
  • einem Ödem
  • Prickeln
  • zu zahlreichen Pappeln
  • Pusteln
  • und kleinen Bläschen

Der Hautausschlag bildet sich innerhalb eines Tages und heilt vollständig in ca. drei Wochen ab.

Hauptsächlich stellt die Infektion eine allergische Reaktion dar, da die Betroffenen beim ersten Kontakt nur schwache Symptome zeigen, z. B. ein leichtes Jucken und eine leichte Rötung um die Einstichstelle. Bei einem wiederholten Kontakt kommt es jedoch durch die verstärkte Immunabwehr zu den oben genannten Symptomen.

Sehr selten kommt es zudem zu Schwindel, Schweißausbrüchen, geschwollenen Lymphknoten, Fieber und Übelkeit.

Ob die Zerkarien in andere Gewebe vordringen können und medizinische Folgebeschwerden auslösen, ist unklar.
Hautkrankheit - Badedermatitis
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Badedermatitis – Diagnose

Die Diagnose erfolgt anhand der Patientengeschichte und des klinischen Krankheitsbildes. Als Differentialdiagnosen kommen andere Hauterkrankungen wie zum Beispiel Insektenstiche in Frage. Absolute Diagnose-Sicherheit bringt allerdings nur eine mikrobiologische Untersuchung des Badegewässers und eine Blutuntersuchung, bei der Antikörper gegen Larvenbestandteile nachgewiesen werden.
Badedermatitis – Behandlung

Kommt es zur Badedermatitis werden die Symptome behandelt. Der Juckreiz zum Beispiel wird mit stillenden Salben oder Lotionen behandelt. ist der Juckreiz jedoch sehr stark können auch Antihistaminika in Tablettenform eingenommen werden.
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Es ist nicht nötig eine Behandlung mit Antibiotika oder speziellen Medikamenten gegen Parasiten durchzuführen, da sie schon nach kurzer Zeit nach dem Eindringen absterben. Man sollte nur nicht an der Einstichstelle herumkratzen, da dadurch Verletzungen entstehen können und es im schlimmsten Fall durch eindringende Bakterien es zu einer Infektion kommt.

Bei schweren allergischen Reaktionen wie z. B. Schwindel, Fieber, Übelkeit und Schweißausbrüchen muss man sich sofort in Behandlung begeben – es ist ein Notfall.
Badedermatitis – Vorbeugung

Zur Vorbeugung gehört zum Beispiel das füttern der Enten an Badestellen zu unterlasse. Wo keine Enten sind ist die Gefahr sich zu infizieren gering.

Die Larven befinden sich hauptsächlich im flachen Wasser. Schwimmt man weiter hinaus, ist man im tiefen Gewässer sicher.

Wichtig ist es zudem sich abzutrocknen und die nasse Kleidung zu wechseln.

Vorbeugend hilft auch das Einreiben der Haut mit Vaseline oder wasserfesten Sonnencremes.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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