Besenginster (Cytisus scoparius) – Naturheilkunde - Natürliche Heilung Krankheiten Gesundheit mit Hilfe der Naturheilkunde

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Besenginster (Cytisus scoparius) – Naturheilkunde

Vorsicht! Der Besenginster ist giftig, sodass aus heutiger Sicht die Einnahme von Besenginster nicht mehr empfohlen wird. Im Besenginster ist das Alkaloid Spartein enthalten. Dieses wirkt auf das Vegetative Nervensystem. Spartein ist also ein Nervengift und in höheren Dosierungen ein Protoplasmagift.

Der Besenginster kann leicht verwechselt werden mit dem Färberginster (Genista tinctoria) und dem Pfriemenginster (Spartium junceum).

Der Besenginster war schon bei den Kelten und Germanen bekannt.
Heilpflanze Besenginster
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Inhalt

Weitere volkstümliche Namen der Pflanze lauten
Besenginster (Cytisus scoparius) – Pflanzenbeschreibung
Besenginster (Cytisus scoparius) – Geschichte
Besenginster (Cytisus scoparius) - Verwendete Pflanzenteile
Besenginster (Cytisus scoparius) – Inhaltsstoffe
Besenginster (Cytisus scoparius) – Heilwirkung
Besenginster (Cytisus scoparius) – Anwendungsbereiche
Besenginster – Nebenwirkungen/Kontraindikation
Besenginster (Cytisus scoparius) - Anwendung
Weitere volkstümliche Namen der Pflanze lauten

Der Besenginster ist unter folgenden weiteren Namen in der Volksheilkunde bekannt:

  • Ptriemenstrauch
  • Besenpfriem
  • Besenstrauch
  • Geißenklee
  • Ginsterkraut Bram
  • Brambusch
  • Pfriemen
  • Binse
  • Rutenkraut

Alle Namen nehmen Bezug auf die Verwendung des Besenginsters für Flechtwerk, Ruten oder als Besen.
Besenginster (Cytisus scoparius) – Pflanzenbeschreibung

Der Besenginster kommt in verschiedenen Unterarten vor. Er wird meist bis zu zwei Meter hoch und hat die Form eines Strauches. Die Zweige des Strauchs stehen aufrecht, sind fünfkantig, lang, dünn, hart und dunkelgrün. Die Blätter des Besenginsters sind sehr klein, weich behaart und von geringer Anzahl. Die Schmetterlingsblüten sind sehr groß und leuchtend gelb und ihre Blütenstiele sind wesentlich länger als das Tragblatt. Die Oberlippe des Blütenkelches ist zweizähning und die Unterlippe des Kelches ist dreizähning. Die Früchte haben eine schwarze Ummantelung, in der sich zahlreiche braunschwarze Samen befinden.

Der Besenginster gehört zur Pflanzenfamilie der Schmetterlingsblütler (Fabaceae - Leguminosae). Der Strauch bevorzugt Sandböden und ist in Mittel-, Süd- und Osteuropa beheimatet.
Besenginster (Cytisus scoparius) – Geschichte

Als Heilpflanze wird der Besenginster schon in alten Kräuterbüchern aus dem 16. Jahrhundert erwähnt. So empfiehlt Petrus Andreas Matthiolus, Leibarzt von Erzherzog Ferdinand, den Besenginster zur Behandlung von Angina und Hustenschmerzen.
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Auch Hildegard von Bingen kochte die Blüten in Butter und stellte so eine Salbe gegen Lepra her.

Sebastian Kneipp beschreibt den Besenginster später als Kräftigungsmittel bei schwächenden Krankheiten und vorzügliches Mittel zur Behandlung von Rheumatismus und Gicht.
Besenginster (Cytisus scoparius) - Verwendete Pflanzenteile

In der Naturheilkunde werden nur noch nicht geöffnete Blütenknospen verwendet.

Zudem wird das Kraut der Pflanze medizinisch verwendet. So zum Beispiel zur unterstützenden Behandlung von Kreislaufregulationsstörungen und niedrigem Blutdruck. Die Wirksamkeit geht vermutlich auf die enthaltenen herzwirksamen Chinolizidinalkaloid Spartein und der Aminosäure Tyramin, die blutdrucksteigernd wirken, zurück.

Zu beachten ist allerdings, dass aufgrund des hohen Tyramingehaltes Anwendungsbeschränkungen zu beachten sind.
Besenginster (Cytisus scoparius) - Inhaltsstoffe

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind Alkaloide, Tyramin, Flavonoide, Gerbstoff, Bitterstoff, ätherische Öle und Mineralsalze.

Besenginster (Cytisus scoparius) – Heilwirkung

Die Heilwirkung des Besenginsters wird auf den Alkaloidgehalt der Pflanze zurückgeführt.

Extrakte des Besenginsters wirken zum Beispiel:

  • gefäßverengend
  • blutdruckerhöhend
  • harntreibend
  • herzregulierend
Besenginster (Cytisus scoparius) - Anwendungsbereiche

In der Naturheilkunde werden Extrakte aus dem Besenginster innerlich und äußerlich angewendet.

  • Herzschwäche mit verlangsamtem Puls
  • Arthritis urica, durch NaCL-Retention verursachte Ödeme
  • Herzfehler mit niedrigem Blutdruck
  • Vorhofflimmern
  • Angina pectoris
  • Stein- und Grießbildung
  • kardialer Hydrops
  • Scharlachnephritis Kreislaufschwäche bei Hypothyreoidismus
  • Herzleiden
  • Milzleiden
  • Leberleiden
  • Übersäuerung
  • Adipositas
  • Bauchwassersucht
  • Rheuma
  • Skrofulose
  • Hautwassersucht
  • Nierensteine
  • Blasenkrampf
  • Blasenleiden
  • Nierenleiden
  • Gicht
  • Flechten
  • Beingeschwüren
Anwendungen mit Besenginster
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Besenginster – Nebenwirkungen/Kontraindikation

Der Besenginster ist wie die anderen ginsterartigen Pflanzen giftig. Der Besenginster wird als schwach giftig bis giftig eingestuft.

Besenginster sollte nich während einer Schwangerschaft oder Stillzeit verwendet werden.

Extrakte aus der Pflanze nicht bei Kindern unter 12 Jahren anwenden.

Nicht anwenden bei Bluthochdruck oder bei einem Herzblock (eine Störung der Erregungsausbreitung im Herzen).

Allgemein gilt, bei Kreislaufregulationsstörungen erst seinen Arzt zu fragen, ob man Extrakte des Besenginsters verwenden darf.

Da Besenginster einen hohen Gehalt an Tyramin hat, darf man ihn nicht anwenden, wenn gleichzeitig Antidepressiva vom Typ der MAO-Hemmer eingenommen werden. Auch in diesem Fall erst den Arzt fragen.

Der Inhaltsstoff Spartein wird vom Stoffwechsel erst verarbeitet, bevor es dann über die Niere mit dem Harn ausgeschieden werden kann. Es gibt jedoch Menschen, die das für diesen Stoffwechselvorgang benötigte Enzym nicht haben. Bei diesen Menschen kann dann auch schon eine normale, schwache Dosierung zu einer Vergiftung führen. Anzeichen dafür sind Sehstörungen, Kopfschmerzen, kalter Schweiß, kühle und blasse Haut, Erbrechen, Durchfälle, Herzklopfen, Atemnot, Schwindelgefühl, Krämpfe, Bewusstseinstrübung oder ein Benommenheitsgefühl. Kommt es dazu, muss sofort die Anwendung beendet werden und ein Arzt aufgesucht werden.
Besenginster (Cytisus scoparius) - Anwendung

Ein Tee wird aus einem knappen gefüllten Teelöffel voll zerkleinertem, und getrocknetem Besenginsterkraut hergestellt. Diese 1 bis 2 Gramm Kraut übergießt man mit 150 ml kochendem Wasser. Der Sud muss für 10 Minuten ziehen und wird dann abgeseiht.
Täglich sollte man 3 bis 4 Mal eine Tasse voll von diesem Tee trinken.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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