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Dicke Füße – durch Lympherkrankungen- Venenleiden


Lymphödeme sind typisch für Schwellungen an einem Fuß, an den Zehen oder später am ganzen Bein.

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Wenn der ganze Fuß anschwillt
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Wenn der ganze Fuß anschwillt – Lymphstörungen

Bei einem Lymphödem werden neben den Knöcheln der ganze Fuß und die Zehen dick. Das steht im Gegensatz zu Phlebödemen, den Schwellungen durch Venenleiden. Das Lymphödem kann zunächst eine weiche Schwellung der Zehen in quadratischer Form mit tiefen Querfalten (Kastenzehen) sein. Diese Schwellung ist häufig einseitig, kann aber auch an beiden Beinen auftreten.

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Das Lymphödem

Sollte der Abfluss über die Lymphe behindert sein, sammelt sich Flüssigkeit zwischen den Zellen. Diese Behinderung des Abflusses kann angeboren sein (primäres Lymphödem) und in der Kindheit, Pubertät oder bis zum 35. Lebensjahr auftreten. Frauen sind hier häufiger betroffen als Männer. Zusätzlich können diese Ödeme durch Operationen, Krebserkrankungen, Bestrahlungen, Infektionen oder Venenerkrankungen entstehen, wenn sie die Lymphbahnen schädigen. Sollten sogar Nerven geschädigt sein z. B. durch einen Schlaganfall ist auch häufig der Lymphabfluss behindert. Ein Krebstumor in den Beinen kann genauso für ein Lymphödem am Bein verantwortlich sein. Eine weltweite Ursache für ein Lymphödem ist die Infektion mit Fadenwürmern (Filarien).

Die Symptome dieser Erkrankung sind in vier Stadien aufgeteilt, von 0 bis 3. Anzeichen der Krankheit zeigen sich häufig erst im Stadium 1. Hier gehen die Schwellungen meist nach Hochlegen der Beine zurück. Die Schwellungen werden in den weiteren Stadien zunehmend derb, beim drücken bleiben keine Dellen, die Haut ist rau und sie ist nicht verfärbt. Jetzt bilden sich Bindegewebswucherungen (Fibrose). In diesem Stadium verändert sich die Schwellung auch nicht mehr beim Hochlegen der Beine. Wenn keine Behandlung einsetzt, verhärtet sich die Schwellung (Elephantiasis) und das Bein wird unförmig. Die Haut ist dann grob aufgerieben.

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Erysipel (Wundrose)

Die Wundrose (medizinisch Erysipel) ist eine infektiöse Erkrankung, die sich über das Lymphsystem ausbreitet. Über Hautverletzungen dringen die Erreger, meist ist es eine Streptokokkenart in den Körper ein. Diese Erreger begünstigen Lymphödeme, chronische Venenschwäche und Hauterkrankungen und die typischen Anzeichen einer Wundrose. Im schlimmsten Fall können die Erreger in die Blutbahn gelangen und eine Blutvergiftung verursachen.

Oft ist der Unterschenkel betroffen. Die Symptome sind schmerzhafte, überwärmte Schwellungen um den erkrankten Bereich, der sich in kurzer Zeit weiter ausbreiten kann. Schüttelfrost, Fieber und ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl kann hinzukommen.

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Lymphstörungen erkennen

Deutliche Hinweise auf eine Störung im Lymphsystem liefert schon die Begutachtung der Schwellungen durch Prüfung der Haut auf das sogenannte Stemmer´sche Zeichen. Hierbei lässt sich mit den Fingern keine Hautfalte mehr an den geschwollenen Zehen hochziehen. Desweiteren werden Lymphknoten, Arterien, Venen und die Herz- und Kreislauffunktion untersucht.

Eine erweiterte Untersuchung ist die Lymphografie, bei der mit Hilfe eines Kontrastmittels die Lymphbahnen und Lymphknoten untersucht werden können. Zusätzlich kann eine nuklearmedizinische Isotopenlymphszintigrafie verordnet werden. Bei diesem bildgebenden Verfahren ist es möglich Lymphabflussstörungen sowie bösartige Entwicklungen wie Tumore aufzuspüren. Laboruntersuchungen des Blutes geben Aufschluss über mögliche Entzündungen und über den Eiweißstoffwechsel. Hierbei kann die Blutuntersuchung, neben den Schwellungen, die Diagnose einer Wundrose untermauern.

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Therapie

Hauptsächlich gehören physikalische Behandlungsmaßnahmen zu den Therapien um den Lymphabfluss wieder in Gang zu bringen. Diese Maßnahmen greifen umso besser, je früher ein Lymphödem erkannt wurde. In späteren Stadien der Erkrankung helfen diese Maßnahmen meist nur noch zur Besserung der Symptome, müssen aber stätig durchgeführt werden. Eine Hochlagerung des Beines entlastet den Betroffenen meist und sollte so oft wie möglich durchgeführt werden.

Zur eigentlichen Entstauungstherapie gehört eine Lymphdrainage mit den Händen und eine Kompressionsbehandlung mit Bandagen sowie eine spezielle Gymnastik, wenn die Schwellung zurückgegangen ist. Die Haut muss im Fall einer Lymphstörung besonders gepflegt werden, damit sie nicht juckt oder einreißt oder anders verletzt wird. Wichtig ist das keine Entzündung entstehen kann, so dass sich erst gar kein Erysipel entwickeln kann.

Die Entstauungstherapie ist bei manchen Patienten nicht oder nur in anderer Form anwendbar. Besonders wenn noch zusätzliche andere Erkrankungen hinzukommen wie z. B. Venenerkrankungen, Verschlusskrankheiten der Arterien, Herzleiden oder Rheuma und Tumore.

Kommt es trotzdem zu einer Wundrose, wird diese mit Antibiotika behandelt und das Bein wird ruhig gestellt. Meist findet diese Behandlung in einer Klinik statt. Schon allein deswegen um mögliche Embolien durch Thromben zu vermeiden.

Es gibt keine Medikamente um ein Lymphödem zu beseitigen. Mit Medikamenten wird nur bei Hautentzündungen und Allergien behandelt. Es kommen Kortison und Antihistaminika in Frage. Operationen werden nur nach Ausschöpfung aller Therapiemaßnahmen erwogen oder wenn ein Tumor gefunden wurde. Zu diesen operativen Maßnahmen gehören mikrochirurgische Lymphgefäßtransplantationen, also der Aufbau von Plastiken oder den Lymphabfluss über andere Wege abzuleiten. Dazu kommen Fettabsaugungen bei übermäßigen Fettansammlungen (Liposuktion, zur Therapie bei Lipödem) und Entfernen von erkranktem Gewebe, um es wieder neu aufzubauen.

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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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