Hallux Varus (Spreizzehe) – Naturheilkunde - Natürliche Heilung Krankheiten Gesundheit mit Hilfe der Naturheilkunde

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Hallux Varus (Spreizzehe) – Naturheilkunde

Naturheilung
Ein Hallux varus (auch Spreizzehe genannt) ist eine Abweichung der Großzehe nach innen. Diese Fehlstellung ist selten angeboren oder eine Folge eines Unfalls. Meistens entsteht ein Hallux varus nach einer Operation zur Korrektur eines Hallux valgus. In Betracht als Verursacher kommt eine übermäßige Korrektur der Weichteile, eine übermäßige Resektion der Pseudoexostose oder durch Entfernung des lateralen Sesambeins. Ein Sesambein ist ein kleiner Knochen, der in eine Sehne eingelagert ist und für einen zusätzlichen Abstand zum Knochen sorgt.

Ein Gang mit Belastung des Fußaußenrandes kann diese Fehlstellung begünstigen. Weder funktionell noch kosmetisch ist diese Fehlstellung zu tolerieren und sollte deshalb bald möglichst behoben werden. Die Entwicklung eines Gelenkverschleißes durch diese Hallux-varus-Position ist möglich.
Ist die Varusfehlstellung angeboren bezeichnet man die Fehlstellung Hallux varus congenitus. Gefördert wird die Fehlbildung der Zehe auch durch Wachstumsstörung oder spastische Krankheiten.

Bei einem Hallux varus (Spreizzehe) handelt es sich um eine Deformität, die nur sehr selten auftritt. Sie gilt als Gegenstück zum Hallux valgus.
Inhalt
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Symptome

Es treten je nach Stärke der Fehlstellung des großen Zehs unterschiedliche Symptome auf. Eine Abspreizung des Zehs kann dazu führen, dass er beim Gehen gegen den Schuh drückt. Durch den ständigen Druck kommt es zu Hautreizungen und zu einer Entzündung. Die Haut erscheint rötlich. Weitere Folgen eines Hallux varus ist eine Arthrose im Grundgelenk des großen Zehs und es kommt zum frühzeitigen Verschleiß des Gelenks.

Desweiteren führt die Fehlstellung zu einer Fehlbelastung der Gelenkflächen. Das führt zu einer frühzeitigen Abnutzung der Knorpel im Gelenk, der eine Schutzschicht der Knochen darstellt. Ist diese Schutzschicht geschädigt kommt es zu direkten Reibungen bei Bewegungen der Knochen. Ein direktes Gegeneinanderreiben der Knochen ist schmerzhaft.

Im weiteren Verlauf eines Hallux varus können auch Muskeln, Bänder und Gelenkkapsel betroffen werden.

Typisches Anzeichen für eine Arthrose beim Hallux varus sind Schmerzen im Grundgelenk des großen Zehs. Diese treten im Falle eines Hallux varus vor allem beim Abrollen des Vorfußes und der Zehen auf, aber auch andere Bewegungen des großen Zehs können bei einem Hallux varus schmerzhaft sein.
Behandlung/Therapie

Bei einer Fehlstellung des Zehs nach innen von bis zu 10 Grad führt dies meist nicht zu einer Beeinträchtigung des Fußes. Eine Behandlung ist dann meist nicht nötig. Auch größere Fehlstellungen kann man meist mit entsprechendem Schuhwerk ausgleichen.

Ist die Deformation ausgeprägt, kommt eine manualtherapeute Behandlung in Frage. Es wir versucht die medialseitigen Weichteile zu dehnen. Zudem erfolgt eine Traktionstherapie.
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DieTraktionstherapie ist eine Anwendung, bei der mit dosierter Zugkraft gearbeitet wird.

Nach dieser Therapie erhält der Patient redressierbare Schienen oder Verbände.

Größere Deformitäten können über sechs Monate konservativ durch Bandagen und Lagerungsschienen konservativ behandelt werden, wobei die Erfolgsaussichten relativ gering einzuschätzen sind, so dass der operative Eingriff bei entsprechender Beschwerdesymptomatik indiziert ist.
Operative Therapie

Eine operative Möglichkeit wäre z. B. eine Verlängerung der medialen und einer Raffung der lateralen Kapselanteile. Zudem muss ein Anteil der langen Großzehenstrecksehne zur lateralen Züglung der Großzehe auf das Grundglied verlagert werden.

Sowohl bei einer konservativen als auch bei einer operativen Therapie muss die große Zehe konsequent für mehrere Monate gezügelt werden, damit die Behandlung Wirkung zeigt. Außerdem sind nach einer Operation regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen bei einem Facharzt erforderlich.
Prognose

Mit einer steifen Sohle des Schuhs kann der Fuß nach einer Operation meist sofort voll belastet werden.

Für sechs Wochen ist eine Schonung des Fußes jedoch notwendig. Dazu gehört eine zeitweise Hochlagerung.

Je nach Operationsmethode wird eine individuelle korrigierende Bandagierung festgelegt.

Schwellung des Fußes und Bewegungseinschränkung des Grundgelenkes verbessern sich innerhalb der ersten sechs Monate, nicht selten aber auch noch nach deutlich längerer Zeit.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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