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Infektion Schweinebandwurm - Zystizerkose

Krankheiten
Vor allem in Entwicklungsländern, z. B. Subsaharazone Afrikas, Lateinamerika, Südostasien und Indonesien besteht die Gefahr sich mit dem Schweinebandwurm (Taenia solium) zu infizieren. Durch die globale Entwicklung ist der Wurm auch zunehmend in den Industrieländern eine Gefahr.

Der Schweinebandwurm besteht aus mehreren Gliedern. Schweinebandwürmer sind zwittrig, da ihre Glieder sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsdrüsen besitzen. Ist der Wurm befruchtet, reifen die Eier im Wurm und lösen sich von ihm, wenn sie ausgereift sind und verlassen dann den Körper des Wirts über den Stuhlgang.

Die Schweinebandwurm-Larven gelangen über Schweinefleisch in den menschlichen Körper. Dort entwickeln sie sich zu erwachsenen (adulten) Bandwürmern, die gewöhnlich im Darm siedeln und dort geschlechtsreif werden. Schweinebandwürmer benutzen Saugnäpfe oder Hacken, die sich an ihrem Kopf befinden, um sich an der Darmwand des Endwirts festzuhalten. Nach der Befruchtung produzieren sie Eier, die mit dem Stuhl ausgeschieden werden. Ein ausgewachsener Schweinebandwurm ist bis zu 1,5 Zentimeter breit und kann 2 bis 7 Meter lang werden. Unbehandelt kann der geschlechtsreife Bandwurm mehrere Jahre im Darm überleben.

Im Darm verursacht der Schweinebandwurm wenig oder keine Symptome, so ist die Zystizerkose eine schwerwiegende Infektionskrankheit. Zystizerken sind das Finnenstadium des Bandwurms und entwickeln sich als Blasen in Zwischenwirten. Im Fall des Schweinebandwurms kann der Mensch als Zwischenwirt fungieren.
Inhalt

Der Mensch als Fehl- und Zwischenwirt
Symptome – Schweinebandwurm-Infektion
Zystizerkose – Symptome
So kommt es z. B. zu
Weitere Themen
Der Mensch als Fehl- und Zwischenwirt

Werden die Eier des Schweinebandwurms durch unzureichende hygienische Bedingungen vom Mensch selbst aufgenommen, liegt eine Infektion als Fehlwirt (Larveninfektion- Zystizerken) vor. Die Larven siedeln sich in diesem Fall dann wie beim eigentlichen richtigen Zwischenwirt in verschiedenen Muskeln, Herz und Gehirn fest. Das führt dann zu Entzündungen und Organausfällen. Es kommt also im Gegensatz zur Infektion mit adulten Würmern zu einer schweren Symptomatik, die schließlich zum Tod führen kann. Die Zystizerken können sich überall ansiedeln, sie kommen so auch im Gehirn vor, wo sie eine schwere, je nach Lokalisation eine variable neurologische (Neurozystizerkose, zerebrale Zystizerkose) und psychiatrische Symptomatik hervorrufen können.
Symptome – Schweinebandwurm-Infektion

Eine Schweinebandwurm-Infektion kann unbemerkt verlaufen, aber in einigen Fällen kommt es zu folgenden Symptomen:

  • Juckreiz am After
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Gewichtsabnahme
  • Blutarmut
Zystizerkose – Symptome
Bild: pixabay website5
Liegt jedoch durch mangelnde Hygiene eine Selbstinfektion vor, durch Aufnahme von Wurmeiern aus dem eigenen Darmtrakt über den Mund, kann es zu einem schweren Krankheitsbild kommen, der Zystizerkose. Diese Erkrankung kann dann Augen, Gehirn und Muskulatur schädigen. Also es passiert das, was sonst im Schwein abläuft. Es entwickeln sich im Darm aus den Eiern des Schweinebandwurms Larven, die dann die Darmwand durchbohren und mit dem Blutkreislauf im Körper verteilt werden. Es bilden sich dann die sogenannten Finnen, die sich in Gehirn, Bindegewebe und Muskulatur festsetzen. Je nach Anzahl der Finnen und Ort der Infektion treten unterschiedliche schwerwiegende Symptome auf.
So kommt es z. B. zu:

  • Sehstörungen bis hin zur Blindheit
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Erbrechen
  • Krampfanfällen
  • Schäden an der Skelettmuskulatur
  • Eventuelle Schädigung des Herzmuskels
  • Hirnhautentzündung
  • Wasserkopf (Hydrozephalus)
Therapie

Durch eine mikroskopische Untersuchung einer Stuhlprobe wird der Nachweis eines Schweinbandwurmes geführt.

Die Wirkstoffe einer dann benötigten Wurmkur sind Niclosamid oder Praziquantel.
Die Therapie von Zystizerkose erfolgt ebenso mit Praziquantel. Hier sind jedoch auch Behandlungen mit Albendazol in Kombination mit Cortison-Derivaten üblich. Die Erfolgsaussichten hängen sehr stark von der Verkalkung der Zysten ab.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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