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Kaugummi zeigt Entzündungen im Mund an

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Ein Schnelltest mit einem Kaugummi soll künftig frühzeitig bakterielle Entzündungen im Mund erkennen.

Eine frühzeitige Erkennung von Entzündungen im Mund ist besonders für Träger von Implantaten wichtig.
Bild: pixabay website5
Eines der Hauptprobleme bei Implantaten ist, dass nach fünf oder zehn Jahren sich an diesen Stellen Bakterien entwickeln können. Der Betroffene merkt die Entzündung im Mundbereich meist nicht, da durch die Implantate die Nerven komplett zerstört worden sind. Betroffen sind ein bis fünf Prozent der Implantate.

Wird die Entzündung zu spät entdeckt, kann schon sehr viel Gewebe und Knochensubstanz zerstört worden sein. Menschen ohne Implantate erkennen eine bakterielle Entzündung meist sofort durch Schwellungen und Schmerzen.
Nun soll ein Kaugummi helfen, bakterielle Entzündungen im Mund frühzeitig zu erkennen.

Das Kaugummi soll besser reagieren als die bislang genutzten Farbstreifen und schneller sein als Tests mit Stäbchen, die erst im Labor analysiert werden müssen. Zu beachten ist jedoch, dass das Kaugummi nicht bei nur leichten Zahnfleischentzündungen anschlägt.
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Der Patient kaut ein Kaugummi mit einem speziellen Inhaltsstoff, der mit bestimmten Entzündungs-Enzymen reagiert. Besteht eine Entzündung im Mundbereich schmeckt das Kaugummi nach wenigen Minuten bitter.

Forscher hoffen nun, dass diese Schnelldiagnose für Träger von Zahnimplantaten hilfreich sein kann.

Entwickelt hat das Kaugummi Lorenz Meinel vom Lehrstuhl für Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie an der Universität Würzburg, der den Kaugummitest mit Forschern aus Düsseldorf, Berlin und Jena entwickelt hat.
Vorgestellt haben die Forscher den Kaugummi im Fachblatt „Nature Communications“.

Das Kaugummi ist jedoch noch nicht marktreif, da es noch nicht am Menschen getestet wurde. Die abschließenden klinischen Versuche werden noch zwei bis drei Jahre dauern, bevor es auf den Markt kommt.
Es gibt aber auch kritische Experten, wie z. B. Frank Schwarz, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Implantologie, Professor für orale Medizin und periimplantäre Infektion.
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Professor Frank Schwarz sagt, es wäre sicherlich ein Vorteil für Patienten und Zahnärzte wenn es gelänge, spezifische Marker von Entzündungsprozessen beim Kauen eines Kaugummis nachzuweisen. Das Verfahren sei innovativ, doch der Stoff, auf den der Kaugummi reagiere, sei noch nicht der richtige. Er werde nicht nur bei Entzündung sondern auch bei Heilung freigesetzt. Wissenschaftler suchen schon seit Jahren nach dem richtigen Stoff, der eine Entzündung markiert.

September 2017
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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