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Kieferklemme

Naturheilung
Bei einer Kieferklemme, der medizinische Begriff hierfür ist Trismus, ist das Öffnen des Mundes eingeschränkt oder überhaupt nicht mehr möglich. Die Ursachen für eine Kieferklemme können vielfältig sein, sind aber meist gut behandelbar. Je nach Schweregrad der Unbeweglichkeit, bedingt durch die Kieferklemme, können Kauen, Sprechen oder Mundhygiene sehr mühsam und auch schmerzhaft sein. Bevor man aber nun meint, der Arzt könne die Kieferklemme mit einem operativen Eingriff möglichst schnell wieder lösen, sollte man zunächst versuchen mit natürlichen Mitteln, wie Übungen zur Lockerung der Kiefermuskulatur, die Verkrampfung zu lösen. Auch einige Heilmittel aus der Homöopathie haben sich bei einer Kieferklemme gut bewährt und sind somit sehr empfehlenswert.
Inhalt

Kieferklemme - Ursachen
Kieferklemme - Symptome
Kieferklemme - Behandlung
Homöopathische Heilmittel bei Kieferklemme
Kieferklemme - Vorbeugung
Weitere Themen
Kieferklemme - Ursachen

Es gibt verschiedene Ursachen, die eine Kieferklemme auslösen können. Häufiger Grund dafür sind Krämpfe in der Kaumuskulatur. Diese wiederum können entstehen durch verschiedene Grunderkrankungen wie Tetanus, Meningitis, Epilepsie oder auch Drogenmissbrauch. Auch nach einem operativen Eingriff, z. B. Zahnziehen, kann es zu einem Muskelkrampf kommen. Aber nicht nur eine Zahnentfernung oder Zahnbehandlung kann zu einer Kieferklemme führen, sondern auch der Durchbruch eines Zahnes, hier meist der Weisheitszahn, der das Gewebe anschwellen lässt und es zu schmerzhaften Entzündungen kommt. Die reflexartige Schonstellung der Kaumuskulatur, um Schmerzen zu vermeiden, kann zu einer Verkrampfung der Muskulatur führen und somit zur Kieferklemme.

Eine Fraktur des Unterkiefers kann ebenso eine Kieferklemme verursachen, was aber eher selten vorkommt. Aufgrund des Bruchs können Knochenteile die Beweglichkeit des Unterkiefers beschränken oder sogar vollständig verhindern.
Kieferklemme - Symptome

Bemerkt man eine Einschränkung der Beweglichkeit des Kiefers beim Kauen, Sprechen oder bei der täglichen Mundhygiene, die zudem auch noch mit Schmerzen verbunden ist, sollte man nicht lange warten und zum Arzt gehen. Hatte man kurz zuvor eine Zahnbehandlung, liegt es nahe, zuerst zum Zahnarzt zu gehen. Ansonsten kann die Diagnose aber auch von einem Allgemeinmediziner gestellt werden. Das sicherste Anzeichen dafür, dass es sich um eine Kieferklemme handelt, ist das eingeschränkte Öffnen des Mundes.
Kieferklemme - Behandlung

Die Kieferklemme selbst stellt keine Erkrankung dar, sondern wird durch eine Vorerkrankung ausgelöst. Für die Behandlung bzw. Beseitigung der Kieferklemme ist es daher notwendig, die Ursache zu wissen und zu behandeln.

Zunächst wird der Schweregrad der Kieferklemme, der sich in drei Grade einteilt, festgestellt:

  • Grad I: leicht eingeschränkte Mundöffnung
  • Grad II: maximale Mundöffnung 10 mm
  • Grad III: maximale Mundöffnung 1 mm

Liegt eine leicht eingeschränkte Mundöffnung vor (Grad I) können verschiedene Übungen helfen, die Kieferklemme zu lösen. Zum Beispiel: Daumen und Zeigefinger zwischen die Frontzähne schieben und dann leicht spreizen bis zu Schmerzgrenze. Diese Übung stündlich wiederholen. Oder mit Hilfe eines Mundspatels die Mundöffnung dehnen. Täglich einen Mundspatel mehr benutzen, bis die ursprüngliche Mundöffnung erreicht ist. Der Arzt wird die entsprechende Anleitung dazu geben. Wichtig ist, dass die Übungen konsequent eingehalten werden, so dass sie erfolgreich sein können.

Desweiteren hilft Wärme, um die verkrampfte Muskulatur zu entspannen. Zum Beispiel Rotlichtbestrahlungen und Mundspülungen mit warmem Wasser.

Eine Kieferklemme operativ zu beseitigen sollte die letzte Möglichkeit sein und kann notwendig werden bei einer Unterkieferfraktur oder einem Diskusprolaps (Verschiebung des Kiefergelenks). Aber auch hierbei wird meist zunächst versucht, mit Hilfe einer Unterkieferschiene und Physiotherapie die Kieferklemme zu lösen.
Naturheilung - Kieferklemme
Bild: pixabay website5
Homöopathische Heilmittel bei Kieferklemme

Für die Behandlung einer Kieferklemme hält die Homöopathie eine Mittel bereit, die sich sehr gut bewährt haben. An erster Stelle wird hier Arnica montana C15 empfohlen. Zusätzlich hilft Johanniskraut-Massageöl, dass sanft auf die schmerzende Muskulatur einmassiert wird, was eine entspannende Wirkung hat.

Alternativ werden folgende Globuli zur Behandlung bei Kieferklemme empfohlen

  • Cheiranthus cheiri C15 - Goldlack (täglich 4 x täglich 5 Globuli über drei Tage)
  • Cuprum metallicum Kupfer(täglich 5 Globuli)
Kieferklemme - Vorbeugung

Einer Kieferklemme kann man kaum vorbeugen. Wichtig ist, die Ursachen dafür zu erkennen. Manche Ursachen, wie etwa eine Zahnbehandlung, sind eindeutig. Es gibt aber Erkrankungen, die man nicht so einfach in Zusammenhang bringen kann. Hier gilt es, darüber nachzudenken, was ganzheitlich den Körper betreffend, zu einer Kieferklemme geführt haben kann, wie zum Beispiel Stress und innere Anspannung. Verschiedene Entspannungstechniken wie Muskelentspannung nach Jacobsen oder Autogenes Training helfen die Muskeln bewusst zu entspannen und können somit auch einer Kieferklemme vorbeugen.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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