Krim-Kongo-Fieber - Natürliche Heilung Krankheiten Gesundheit mit Hilfe der Naturheilkunde

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Krim-Kongo-Fieber

Das Krim-Kongo Fieber ist eine gefährliche Viruserkrankung, die durch die Tropische Zecke (Hyalomma-Zecken) übertragen wird. Die Zecke, die normalerweise in Afrika, Asien und Südeuropa beheimatet ist, ist nun auch mehrfach in Deutschland gesichtet worden, wie im August 2018 berichtet wurde. Wird man von dieser Zecke gebissen, können die Erreger einige Krankheiten auslösen, wie auch das Krim-Kongo-Fieber. Die Symptome können den gesamten Organismus beeinträchtigen.

Infizieren kann man sich sowohl von Tieren als auch von Mensch zu Mensch. Wird der Erreger direkt oder auch indirekt nachgewiesen, ist diese Erkrankung in Deutschland meldepflichtig sowie auch bei Todesfall durch das Krim-Kongo-Fieber. Die Sterblichkeitsrate liegt bei 2 % bis 50 % je nach Virusstamm.

Erstmals wurde der krankheitserregende Virus, der zur Familie der Bunyaviren gehört, im Jahr 1956 in der Republik Kongo aus dem Blut erkrankter Menschen isoliert sowie zeitgleich Krankheitsfälle auf der Halbinsel Krim in der Ukraine untersucht wurden – daher der Name Krim-Kongo-Fieber.
Inhalt

Krim-Kongo-Fieber – Ursachen
Krim-Kongo-Fieber – Symptome und Verlauf
Krim-Kongo-Fieber – Diagnose
Krim-Kongo-Fieber – Behandlung
Krim-Kongo-Fieber – Vorbeugen
Krim-Kongo-Fieber - Ursachen

Die Erreger des Krim-Kongo-Fiebers werden durch die Tropischen Zecken (Hyalomma-Zecken) übertragen.

Als natürliche Träger dieses Virus gelten Rinder, Ziegen, Schafe, Hasen und Kamele. Diese erkranken nicht an dem Virus. Wenn jedoch die Zecken die Tiere beißen und mit dem Blut auch das Virus aufnehmen, tragen sie es in sich und beim nächsten Biss der Zecke an einem Menschen übertragen sie das für den Menschen gefährliche Virus.

Es kann aber auch zu einer Ansteckung kommen, wenn es zu einem direkten Kontakt von Mensch zu Tier mit deren infiziertem Blut kommt. Ist der Mensch mit dem Virus infiziert, kann es zur Ansteckung kommen durch Schmierinfektionen (Speichel, Blut, Urin, Stuhl), aber auch durch Tröpfcheninfektion (Niesen, Husten).
Krim-Kongo-Fieber – Symptome und Verlauf

Das tückische an dieser Krankheit ist, dass sie zunächst ohne eindeutige Symptome verläuft und da die Zeit der Ansteckung (Inkubationszeit) zwischen ein paar Tagen und bis zu zwei Wochen dauern kann, ist der Grund der Beschwerden teilweise schwer nachzuvollziehen.

Erste Beschwerden sind dann ein allgemeines Unwohlsein, wie Müdigkeit und Abgeschlagenheit, dazu kommen grippeähnliche Symptome. Die Intensität der Erkrankung nimmt dann aber „an Fahrt“ auf, es kommt zu hohem Fieber und Schüttelfrost sowie zu Kopf- und Gliederschmerzen. Des Weiteren kann es zu Durchfall und Erbrechen, sogar Bluterbrechen, kommen.

Äußerliche Merkmale des Krim-Kongo-Fiebers können Gesichtsrötungen sein und petechiale Blutungen, das sind winzige Einblutungen unter der Haut, die besonders am Gaumen und Rücken auftauchen.

Im weiteren Verlauf kommt es zu verstärkter Blutungsneigung, wie Bluterbrechen, Darmblutungen und Hautblutungen. Das Krim-Kongo-Fieber, dessen Hauptmerkmal die verstärkte Blutungsneigung ist, wird deshalb auch unter dem Namen Hämorrhagisches Krim-Fieber oder Crimean-Congo Haemorrhagic Fever (CCHF) geführt.

Ohne medizinische Hilfe können aufgrund der Blutungsneigung Blutungsschock und Lungenödem auftreten. Des Weiteren kommt es in vielen Fällen zu Leber- und Nierenversagen. Letztendlich führt das zum Tod.
Krim-Kongo-Fieber - Diagnose

Mit einem Arztbesuch sollte man nicht lange warten, wenn die oben genannten Symptome zutreffen. Das Krim-Kongo-Fieber ist eine Krankheit, die unbehandelt häufig zum Tod führt.

Die detaillierte Schilderung der Beschwerden ist für den Arzt sehr wichtig, auch wann und wie sie angefangen haben. Kam es zu einem Zeckenbiss? Oder war man mit Tieren, zum Beispiel auf einem Bauernhof, in Kontakt oder mit anderen kranken Menschen?

Um eine eindeutige Diagnose stellen zu können, ist ein spezieller Erregernachweis erforderlich, der sogenannte Nukleinsäureamplifikationstest.
Krim-Kongo-Fieber - Behandlung

Ist die Diagnose Krim-Kongo-Fieber gestellt, muss so schnell wie möglich mit der Behandlung begonnen werden.

Ist die Krankheit noch im Anfangsstadium erweist sich die Behandlung mit dem Medikament Ribavirin, einem Nukleosid-Analogon, das DNA- und RNA-Viren bekämpft, als sehr wirksam. Der Patient muss engmaschig im Krankenhaus überwacht werden, schon allein aufgrund der Blutungsneigung. Wegen der Ansteckungsgefahr muss der Infizierte auf eine Isolierstation.

Während der gesamten Behandlung ist es wichtig die Vitalfunktionen intensivmedizinisch zu überwachen. Je früher mit der Behandlung begonnen wurde, desto größer sind die Chancen einer vollständigen Heilung. Wenn die Behandlung erst zu einem späteren Zeitpunkt einsetzt, ist die Genesungsphase entsprechend lang und häufig mit Komplikationen verbunden, wie Müdigkeit und Abgeschlagenheit, Seh- und Hörstörungen sowie Haarverlust.

Nach einer erfolgreichen Behandlung ist es wichtig, das geschwächte Immunsystem wieder zu stärken. Dafür kann man selbst einiges tun, wie auf jeden Fall viel Wasser und Tee trinken oder auch Hühnerbrühe. Teeaufgüsse aus den Heilpflanzen Holunderblüten, Lindenblüten und Schafgarbe sind hier sehr zu empfehlen, da sie das Immunsystem unterstützen und den Körper zum Schwitzen bringen.

Unbehandelt verläuft das Krim-Kongo-Fieber in den meisten Fällen tödlich.

Eine Impfung gegen das Krim-Kongo-Fieber gibt es nicht.
Krim-Kongo-Fieber - Vorbeugen

Eine gesicherte Vorbeugung gegen das Krim-Kongo-Fieber gibt es nicht. Wenn man von einer Zecke gebissen wurde, das ist ja auch von den heimischen Zecken bekannt, sollte man im Zweifelsfall einen Arzt aufsuchen – lieber einmal mehr hingehen als zu spät.

Die Hyalomma-Zecke, die den Krankheitserreger überträgt, der zu dem Krim-Kongo-Fieber führt, erkennt man nicht nur an ihrer Größe (deutlich größer als die heimische Zecke), sondern auch an ihren gestreiften Beinen.

Des Weiteren sollte man bei Kontakten zu Nutztieren vorsichtig sein und lieber auf einen direkten Kontakt verzichten.

In Risikogebieten ist anzuraten, bedeckende Kleidung zu tragen und Insektenschutzmittel zu verwenden.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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