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Lippenherpes – wie gefährlich für Neugeborene?

Keine Seltenheit ist ein Lippenherpes bei einem Erwachsenen. Viele wissen jedoch nicht, dass Lippenherpes für Neugeborene gefährlich werden kann.

Haben Eltern Lippenherpes, dürfen sie ihr Kind nicht küssen.

Zu Lippenherpes kann es schnell kommen. Ein wenig Fieber, Stress oder ein Schnupfen und es kribbelt schon wieder an der Lippe. Diese Herpesbläschen sind lästig, sind aber in der Regel harmlos. Außer wenn Sie ein Kind erwarten oder ein Baby zu Hause haben. In diesem Fall sollten Sie eine Herpes-Infektion nicht auf die leichte Schulter nehmen.
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Für das Baby kann je nach Zeitpunkt der Infektion und Typ des Virus eine Infektion mit einem Herpesvirus schmerzhaft oder gar bedrohlich sein. Die Erreger können bei Neugeborenen zum Beispiel Organe befallen und eine Gehirnhautentzündung auslösen.

Besitzt die Mutter Antikörper gegen den Herpes-Simplex-Virus, werden diese auf das Kind übertragen. Das gilt während der Schwangerschaft und nach der Geburt. Das ungeborene Kind und das neugeborene Kind verfügen über die sogenannte Leih-Immunität. Dieser Schutz sinkt allerdings während der ersten Lebensmonate des Kindes.
Leidet ein Elternteil an Lippenherpes, kann sich die Infektion sehr schnell auf das Baby übertragen, es reicht schon ein einfacher Kuss. Die infektiösen Herpesviren gelangen über den Speichel in die Mundschleimhäute oder des Auges auf das Baby. Eine Ansteckung ist dabei so groß, dass schon fast 80 Prozent aller zweijährigen Kinder Antikörper gebildet haben, das heißt sie waren bereits infiziert.

Die ersten Symptome machen sich in der Regel zwischen 2 und 12 Tagen bemerkbar, dass ist die sogenannte Inkubationszeit. Allerdings ist zu beachten, dass die typischen Symptome, wie z, B. Fieberbläschen, erst Kinder ab dem fünften oder sechsten Lebensjahr bekommen.

Bei einem Baby ist das Immunsystem noch nicht vollständig ausgereift und so kann Lippenherpes größere Ausmaße annehmen, als bei Erwachsenen.

Beim Baby kann es zu Halsentzündungen, Mundfäule und Hautinfektionen kommen. Kommt es sogar dazu, dass sich der Herpes labialis über die Blutbahn ausbreitet, können innere Organe wie Nieren, Leber oder sogar das Gehirn betroffenen sein. Gefährlich ist es besonders, wenn es zu einer Herpes-Infektion in den ersten sechs Lebenswochen kommt. Hier ist dringend zu raten, sofort einen Arzt aufzusuchen.

Sollte der Virus von den Lippen auf das Auge des Babys übertragen worden sein, kann sich ein Augenherpes entwickeln.

Im schlimmsten Fall kann das zur Schädigung der Hornhaut führen. Es droht dann eine Erblindung.

Bei einem Augenherpes bilden sich Bläschen am Lidrand des Auges. Eltern sollten in diesem Fall, wenn sie das beobachten, sofort einen Augenarzt aufsuchen.

Es gibt zwei Formen von Herpes, den Genital- und den Lippenherpes
Genital-Herpes: Ist der Genital-Herpes akut, befinden sich Bläschen im Genitalbereich. Dieser Virus kann von der Mutter auf das Ungeborene übertragen werden und es kann zu Fehlbildungen und zu einer Fehlgeburt kommen. In der Schwangerschaftsvorsorge ist dies ein wichtiger Aspekt, der untersucht wird. Für einen Genital-Herpes ist in der Regel der Typ 2 der Auslöser.

Bei einem akuten Genital-Herpes kann sich das Neugeborene noch während des Geburtsvorganges anstecken. Nur noch sehr selten tritt eine Neugeborenen Infektion auf, die eine Blutvergiftung zur Folge hat.

Herpes labialis: Auslöser ist meist der Herpes Typ 1 (Herpes simplex). Am Lippenherpes stecken sich weit mehr Babys und Kleinkinder an. So haben Reihenuntersuchungen ergeben, dass 80 Prozent der Kinder bis zu ihrem zweiten Geburtstag eine Infektion mit dem Herpes Typ 1 hatten. Beim Erwachsenen waren es sogar 98 Prozent.

Ist man einmal im Leben mit dem Erreger in Kontakt gekommen, bleibt der Herpes-Virus ein Leben lang im Körper. Er versteckt sich im Rückenmark. Hat man ein normales starkes Immunsystem, hält dieses den Herpes- Virus in Schach und es kommt zu keiner Infektion.


Vorbeugung

Eltern mit akutem Lippenherpes sollten unbedingt einen Mundschutz tragen, sich regelmäßig die Hände waschen und desinfizieren.
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Auf keinen Fall darf das Baby in dieser Zeit geküsst werden. Auch sollte das Baby mit bestimmten Gegenständen, die der Erkrankte regelmäßig nutzt nicht in Berührung kommen. Dazu gehören z. B. Zahnbürste, Handtücher oder Kosmetikprodukte.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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