Mistel (Viscum album) – Heilpflanze - Natürliche Heilung Krankheiten Gesundheit mit Hilfe der Naturheilkunde

Naturheilkunde und Naturheilung
Heilmed-Krankheit.de
Natürliche Heilung mit Hilfe der Naturheilkunde
Direkt zum Seiteninhalt

Mistel (Viscum album) – Heilpflanze

Heilpflanzen
Die Mistel wird meist erst sichtbar, wenn die Bäume zum Winter hin kahl werden. Misteln wachsen in Kugelform auf verschiedenen Baumarten und nehmen von ihnen Wasser und Nährstoffe auf. Dieses Verhalten macht sie zu einem Halbschmarotzer.

Schon zur Zeit der Kelten spielte die Mistel eine große Rolle. Die Druiden sollen, je nach Mondstand, mit einer goldenen Sichel Zweige der Mistel geerntet haben, um daraus einen Trank herzustellen, der die Fruchtbarkeit steigern sollte.

Noch heute schmücken die Engländer ihre Haustüren zur Weihnachtszeit mit einem Mistelzweig. Auch besteht der Mythos, dass wenn sich ein Paar unter dem Mistelzweig küsst, wird es im nächsten Jahr heiraten.
Naturheilkunde - Mistel
Bild: pixabay website5
Inhalt

Weitere volkstümliche Namen der Pflanze lauten:
Mistel (Viscum album) – Pflanzenbeschreibung:
Mistel (Viscum album) – Geschichte:
Mistel (Viscum album) - Verwendete Pflanzenteile:
Mistel (Viscum album) - Inhaltsstoffe:
Mistel (Viscum album) – Heilwirkung:
Mistel (Viscum album) - Anwendungsbereiche:
Weitere Anwendungsgebiete in der Volksheilkunde:
Mistel (Viscum album) – Nebenwirkungen:
Mistel (Viscum album) – Innerliche Anwendung:
Mistel (Viscum album) - Äußerliche Anwendung:
Mistel in der Krebsbehandlung
Weitere volkstümliche Namen der Pflanze lauten

Die Mistel ist unter weiteren volkstümlichen Namen bekannt. So wird sie zum Beispiel auch als Birnäpsel, Bocksfutter, Donarbesen, Drudenfuß, Geisskraut, Hexennest, Immergrün oder Wintergrün benannt.
Mistel (Viscum album) – Pflanzenbeschreibung

Die Mistel wächst auf Bäumen und ist ein Halbschmarotzer. Halbschmarotzer entziehen ihrem Wirt Wasser und Nährstoffe. Sie kann durch ihre grünen Blätter jedoch selbst Photosynthese betreiben. Die Pflanze gehört zur Familie der Sandholzgewächse (Santalaceae). Sind einzelne Bäume mit zu viel Misteln bewachsen, leiden sie darunter und sterben ab.
Bild: pixabay website5
Von den Misteln werden einige Baumarten besonders bevorzugt. So wachsen sie am liebsten z. B. auf Pappeln, Apfelbäumen und Tannen.

Die Zweige der Mistel sind grün-braun gefärbt und ihre Blätter sind gelblich-grün. Sie haben eine ledrige Oberfläche. An den Zweigen der Pflanze bilden sich unscheinbare Blüten, die sich an den Zweigenden befinden. Ab September reifen weiße Beeren, die sehr klebrig sind, auch sind diese Beeren leicht giftig. In diesen Beeren befindet sich Samen.
Mistel (Viscum album) – Geschichte

Schon im antiken Griechenland war die Mistel den Heilkundigen bekannt.

Auch die alten Kelten prägten die Geschichte der Mistel als Heilpflanze. Die als mystisch und magisch geltende Mistel diente als Zutat für Fruchtbarkeitsgetränke, vorausgesetzt, die Druiden ernteten die Pflanze zum richtigen Stand des Mondes.

Die Druiden verabreichten Mistel-Präparate auch gegen Schwindelanfälle und Epilepsie.
Mistel (Viscum album) - Verwendete Pflanzenteile

Von der Pflanze werden medizinisch die Blätter und Zweige verwendet.
Mistel (Viscum album) - Inhaltsstoffe

Medizinisch kommt das ganze Kraut zum Einsatz. Es enthält unter anderem:

  • Alkaloid
  • Asparagin
  • Bitterstoff
  • Harz
  • Histamin
  • Inositol
  • Oleanolsäure
  • Pyridin
  • Saponine
  • Schleim
  • Tyramin
  • Zink
  • Xanthophyll
  • Viscotoxin
Mistel (Viscum album) – Heilwirkung

In der Pflanzenheilkunde wird die Mistel gegen Bluthochdruck und gegen Krebs eingesetzt. Die Inhaltsstoffe der Pflanze wirken:

  • beruhigend
  • blutstillend
  • entzündungshemmend
  • harntreibend
  • krampflösend
  • tonisierend
Mistel (Viscum album) - Anwendungsbereiche

Die Mistel kann jedoch noch viel mehr. Sie wird z. B. auch bei Fieber, Erkrankungen der Gelenke und bei Frauenbeschwerden eingesetzt. Zudem wirkt sie sich positiv auf die Verdauung und den Stoffwechsel aus. Auch nach einer Geburt hilft sie die Heilung zu beschleunigen und kürzt den Wochenfluss ab. Ein Kaltauszug eignet sich als Bad oder Umschlag und lindert Krampfaderbeschwerden, Beschwerden durch Ekzeme, bei Gelenkschmerzen und Geschwüren.
Weitere Anwendungsgebiete in der Volksheilkunde

Als Haupteinsatzgebiet gilt der Bluthochdruck. Aber auch als begleitende Therapie gegen Krebs wird die Mistel eingesetzt. Weitere Einsatzgebiete sind z. B:
Bild: pixabay website5
  • Bluthochdruck
  • Herzschwäche
  • Arteriosklerose
  • Ödeme
  • Fieber
  • Verstopfung
  • Verdauungsschwäche
  • Diabetes (leichte Form)
  • Gallenschwäche
  • Nervenschwäche
  • Kopfschmerzen
  • Wechseljahresbeschwerden
  • Menstruationsbeschwerden
  • Krampfadern
  • Heuschnupfen
  • Ekzeme
  • Geschwüre
  • Krebs (Begleitend zur ärztlichen Therapie)
  • Epilepsie
  • Gelenkentzündungen
Mistel (Viscum album) – Nebenwirkungen

Nebenwirkungen sind zurzeit nicht bekannt. Sprechen Sie am besten vor der Einnahme mit Ihrem Arzt, Homöopathen oder Apotheker.
Mistel (Viscum album) – Innerliche Anwendung

Ein Misteltee wird immer als Kaltauszug angesetzt. So wird verhindert, dass sich die leicht giftigen Stoffe (z. B. das Glykosid Viscalbin und Viscotoxin) auflösen. Auch die heilende Wirkung der Mistel soll bei Erhitzen nachlassen.

Misteltee gibt es als fertige Filterbeutel im Handel. Dieser Tee wird nach der Anleitung zubereitet.

Von selbst getrocknetem Mistelkraut geben Sie zwei bis vier Teelöffel voll in einem Viertel Liter kaltes Wasser. Der Ansatz bleibt über Nacht kalt stehen. Danach wird der Sud abgeseiht und leicht erwärmt (nicht kochen).

Täglich sollte man drei Tassen von diesem Tee trinken.
Mistel (Viscum album) - Äußerliche Anwendung

Äußerlich kann man den Kaltauszug als Umschlag oder für Bäder verwenden. So kann man z. B. Krampfadern und Unterschenkelgeschwüre behandeln.

Weiterhin kann man den Kaltauszug bei Ekzemen oder bei rheumatischen und neuralgischen Schmerzen durch Auflegen eines getränkten Tuches lindern.

Auch kann man durch schnupfen einen Heuschnupfen behandeln.
Mistel in der Krebsbehandlung

Die Mistelpräparate kommen in einer speziellen anthroposophisch-homöopathischer Aufbereitung zum Einsatz.

Die Wirksamkeit der Mistelpräparate wurde durch viele Studien untermauert. Als alleinige Therapie gegen Krebs ist die Misteltherapie jedoch nicht zu empfehlen.

Selbst die Schulmedizin lehnt eine begleitende Therapie nicht mehr ab. Die Misteltherapie wird heute in fast allen Krebsstationen- und Kliniken eingesetzt. Meist als begleitende Maßnahme zu Operationen, Chemotherapie und Bestrahlungen-besonders bei Brustkrebs.
Heilwirkung Mistel
Bild: pixabay website5
Vorheriger Beitrag: Melisse bei Herz- und Kreislaufbeschwerden

Nächster Beitrag: Mönchspfeffer – Heilpflanze


Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
Zurück zum Seiteninhalt