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Nabelbruch bei Kindern

Mit einem Nabelbruch (lateinisch Hernia umbilicalis) werden etwa fünf bis zehn Prozent aller Babys geboren. Gleich nach der Geburt wird die „Versorgungsleitung“, die Nabelschnur durchtrennt, die den Säugling im Mutterleib mit Blut und Nährstoffen versorgt. Der Rest der Nabelschnur trocknet ab und es verbleibt der Bauchnabel. Wenn die Muskelhaut im Nabelbereich noch nicht vollständig zugewachsen ist und nur das Bindegewebe und die Bauchhaut den Nabel verschließen, kann es zu dem Nabelbruch kommen, wobei sich das noch nicht verfestigte Gewebe nach vorn drückt und eine Beule am Bauchnabel zu sehen ist. Bei frühgeborenen Kindern tritt ein Nabelbruch häufiger auf.
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Die Bezeichnung „Nabelbruch“ ist hierbei eher irreführend, da es sich nicht um einen Bruch im eigentlichen Sinn handelt. Eltern sind meist erschrocken und besorgt, wenn sie eine Wölbung am Bauchnabel ihres Babys sehen. Zu der Wölbung kann es plötzlich oder auch zunehmend kommen und sogar eine beträchtliche Größe annehmen. In den meisten Fällen ist ein Nabelbruch bei Babys jedoch nicht gefährlich und bildet sich von allein wieder zurück. Trotzdem sollte man damit beim Kinderarzt vorstellig werden, um eventuell auftretende Komplikationen zu vermeiden.
Angeborener Nabelbruch
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Inhalt

Nabelbruch bei Kindern – Ursachen
Angeborener Nabelbruch
Erworbener Nabelbruch
Nabelbruch bei Kindern – Symptome
Nabelbruch bei Kindern – Diagnose
Nabelbruch bei Kindern – Behandlung
Nabelbruch bei Kindern - Vorbeugen
Nabelbruch bei Kindern - Ursachen

Man unterscheidet den angeborenen Nabelbruch, der mit 98 Prozent die häufigste Form ist, zu dem erworbenen Nabelbruch, der sowohl bei Babys als auch bei Erwachsenen auftreten kann.
Angeborener Nabelbruch

In der Embryonalentwicklung ist der physiologische Nabelbruch völlig normal, da der Körper des Embryos die schnell wachsenden Dünndarmschlingen noch nicht aufnehmen kann. Im weiteren Verlauf der Embryonalentwicklung bildet sich dieser Zustand normalerweise wieder zurück. Ist das nicht der Fall, werden die Babys mit einem Nabelbruch geboren. Grund dafür ist, dass die Muskelhaut in diesem Bereich noch nicht vollständig zugewachsen ist, so dass sich das Bindegewebe nach vorne schieben kann.
Erworbener Nabelbruch

Ein erworbener Nabelbruch kann später auftreten, sowohl bei Babys als auch bei Erwachsenen.

Bei Babys kann es durch häufiges Schreien oder Husten zu einem Nabelbruch kommen oder bei starken Blähungen. Der erhöhte Druck, der dadurch im Bauchraum entsteht und gegen die Bauchwand drückt, kann zu einem Nabelbruch führen.
Nabelbruch bei Kindern - Symptome

Ein Nabelbruch verursacht in der Regel keine Schmerzen, so dass die Symptome, die auf einen Nabelbruch deuten, für die Eltern nur äußerlich zu sehen und zu ertasten sind.

Der Bauchnabelbereich ist vorgewölbt, in manchen Fällen sogar bis zur Größe einer Tomate. Die Wölbung ist weich und die vorhandene Lücke lässt sich gut ertasten.

Es kann auch sein, dass die Wölbung wieder verschwindet, und zwar dann, wenn sich die Bauchdecke entspannt. Beim Schreien oder Husten oder Pressen hingegen ist der Druck im Bauchraum erhöht und es kann wiederum zu der Vorwölbung kommen.

Selten kommt es bei einem Nabelbruch bei Babys zu Komplikationen, wenn etwa Organteile, wie zum Beispiel eine Darmschlinge sich in den Bruchspalt einklemmt – dabei kommt es zu starken Schmerzen.

In jedem Fall sollten Eltern einen Arzt aufsuchen, wenn sie bei ihrem Baby einen gewölbten Bauchnabel sehen.
Nabelbruch bei Kindern - Diagnose

Der Kinderarzt stellt die Diagnose Nabelbruch nach Sicht. Bei Ertasten prüft der Arzt, ob sich die Wölbung zurück in die Bauchhöhle drücken lässt. Besteht der Verdacht, dass sich beispielsweise eine Darmschlinge durch die Lücke in der Bauchwand geschoben hat, kann eine Ultraschalluntersuchung Aufschluss über den Inhalt des Bruchsacks geben.
Nabelbruch bei Kindern - Behandlung

Eine Behandlung eines Nabelbruchs bei Babys ist meist nicht erforderlich. Meist schließt sich die Lücke in der Bauchwand bei den Kindern bis zu ihrem zweiten Lebensjahr, wenn die Kinder sich aufsetzen und somit die Bauchmuskulatur trainieren. Wichtig ist dennoch, dass der Kinderarzt regelmäßig kontrolliert, ob sich die Bruchpforte im Laufe der Zeit schließt. Je kleiner der Bruchsack ist, desto weniger besteht die Gefahr, dass sich Gewebe darin einklemmt, was sofort behandelt werden muss und einen Notfall darstellt.

Hat der Nabelbruch einen Durchmesser über zwei Zentimeter oder bildet sich auch nach dem zweiten Lebensjahr nicht zurück, wird eine Operation empfohlen, nicht zuletzt auch aus kosmetischen Gründen. Die Operation unter Vollnarkose dauert ca. 15 Minuten. Anschließend sollten die Eltern darauf achten, dass ihr Kind sich in den darauffolgenden Tagen schont und an die Wunde kein Wasser kommt. Treten Komplikation wie Fieber und/oder Schmerzen auf, muss man sofort wieder zum Arzt.
Nabelbruch bei Kindern - Vorbeugen

Ein angeborener Nabelbruch lässt sich nicht vorbeugen, da die Ursache hierfür bereits in der Embryonalentwicklung liegt. Eltern sollten die Bauchnabelregion aufmerksam beobachten, was beim Wickeln ohnehin regelmäßig der Fall. Bei Veränderungen in diesem Bereich sollte man lieber einmal öfter mit dem Baby zum Arzt gehen.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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