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Naturheilkunde Veilchen – Heilpflanze seit der Antike

Heilpflanzen
Schon Hippokrates und Plinius sowie der heiligen Hildegard von Bingen war das Veilchen (Viola odorata) als Heilpflanze bekannt.

Die Heilkraft der Heilpflanze geht hauptsächlich auf die Inhaltsstoffe Salizylsäure und Saponinen zurück. Diese Inhaltsstoffe wirken zum Beispiel auswurffördernd, schweiß- und harntreibend und haben eine schleimlösende Wirkung. So finden die Extrakte der Pflanze besonders bei Erkrankungen der oberen Luftwege Anwendung.

So werden die Inhaltsstoffe der Pflanze bis heute bei Beschwerden der Atemwege, z.B. Husten und Bronchitis eingesetzt.
Naturheilkunde Veilchen
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Inhalt

Weitere volkstümliche Namen der Pflanze lauten
Veilchen (Viola odorata) – Pflanzenbeschreibung
Veilchen (Viola odorata) – Geschichte
Veilchen - Verwendete Pflanzenteile / Inhaltsstoffe
Veilchen (Viola odorata) – Heilwirkung und Anwendungsbereiche
Weitere Anwendungsgebiete in der Volksheilkunde
Veilchen (Viola odorata) – Nebenwirkungen
Veilchen (Viola odorata) – Anwendung
  • Veilchen (Viola odorata) – Teerezept
  • Veilchen (Viola odorata) – Wurzeltee
  • Veilchen-Sirup
Veilchen (Viola odorata) - Äußerliche Anwendung
Weitere volkstümliche Namen der Pflanze lauten

Das Veilchen hat eine Vielzahl von volkstümlichen Namen.

So zum Beispiel:

  • Viole
  • Schwalbenblume
  • Duftveilchen
  • Wohlriechendes Veilchen
  • Heckenveigerl
  • Osterveigel
  • Vegeli
  • Marienstengel
  • Oeschen
  • Vieli
Veilchen (Viola odorata) – Pflanzenbeschreibung

Der wissenschaftliche Name des Veilchens lautet „Viola odorata“und es gehört zur Familie der Veilchengewächse (Violaceae).

Das Veilchen bevorzugt schattige Plätze auf Wiesen, an Zäunen, Hecken und Waldrändern. Die Pflanze hat einen ausdauernden Wurzelstock, der sich von Jahr zu Jahr mehr ausbreitet.

Die Wachstumshöhe der Heilpflanze liegt zwischen 10 cm und 20 cm und ihre Blätter sind lang, gekerbt, und gestielt. Sie haben eine nierenförmige bis eiförmige Form. Die Blütezeit des Veilchens erstreckt sich von März bis April. Die Blüten sind meist dunkelviolett-bis purpurviolett gefärbt.

Heimisch ist das Veilchen hauptsächlich in Mittel- und Südeuropa bis in Höhenlagen von 1400 m.
Veilchen (Viola odorata) – Geschichte

Das Veilchen war schon immer eine beliebte Blume. Schon ab der Antike war die Heilkraft der Extrakte des Veilchens bekannt, so dass Hippokrates und Plinius die medizinische Verwendung des Veilchens erwähnten. Auch Hildegard von Bingen erwähnte die Pflanze in ihren Kräuterbüchern.

Zudem flocht man sich Kränze, mit denen man sich bei Festlichkeiten und Orgien schmückte. So glaubte man sich vor Kopfschmerzen, verursacht durch Trunkenheit, schützen zu können.
Veilchen - Seit der Antike Heilpflanze
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Veilchen - Verwendete Pflanzenteile / Inhaltsstoffe

Eine medizinische Verwendung der Pflanze findet das blühende Kraut und die Wurzel.

Die Blätter und Blüten werden im Schatten getrocknet. Die Wurzeln werden im getrockneten Zustand gerieben oder fein geschnitten zubereitet.

Inhaltsstoffe

Die Pflanze hat eine Vielzahl von gesundheitsfördernder Inhaltsstoffe.

So zum Beispiel:

  • Alkaloid Violin
  • Schleim
  • Odoratin
  • Cyamin (blauer Farbstoff)
  • Eugenol
  • Salizylsäuremethylesther
  • Flavonoide
  • Saponine
  • Bitterstoffe
  • Glykoside
  • Salizylsäure
Veilchen (Viola odorata) – Heilwirkung und Anwendungsbereiche

Die Heilwirkung der Inhaltsstoffe ist sehr vielseitig.

So wirken z. B. Saponine antibiotisch, Bitterstoffe fördern das Verdauungssystem, Eugenol wirkt antiseptisch und schmerzstillend und die Flavonoide unterstützen das Immunsystem, wirken antibakteriell, entzündungshemmend und schmerzlindernd.

Heilwirkung

  • abschwellend
  • leicht abführend
  • antibakteriell
  • beruhigend
  • blutreinigend
  • durchblutungsfördernd
  • entzündungshemmend
  • erweichend
  • harntreibend
  • krampflösend
  • schleimlösend
  • schmerzlindernd
  • schweißtreibend

Anwendungsbereiche

Hauptsächlich finden die Extrakte der Pflanze bei Erkrankungen der Luftwege Anwendung, besonders bei Bronchitis und Keuchhusten.

Die Extrakte der Heilpflanze kann man innerlich z. B. als Tee anwenden oder äußerlich z. B. als Umschläge bei Schmerzen, Arthrose, und Hautunreinheiten. Die Extrakte sind auch bei Halsentzündung zum Gurgeln geeignet.
Weitere Anwendungsgebiete in der Volksheilkunde

In der Volksheilkunde werden die Extrakte des Veilchens bei einer Vielzahl von Beschwerden verwendet.

So zum Beispiel bei:

  • Gicht
  • Grippe
  • Keuchhusten
  • Reizhusten
  • Ekzeme
  • Epilepsie
  • Rheumatismus
  • Schlaflosigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Atembeschwerden
  • Müdigkeit
  • Katarrhe der oberen Luftwege
  • Nervosität Magenkatarrh
  • Augen
  • Augenlidentzündung
  • Pickel
  • Angstzustände
  • Bronchitis
  • Ekzeme
  • Epilepsie
  • verschiedene Hautkrankheiten
  • Fieber
  • Halsentzündung
  • Hautschuppen
  • Quetschungen
  • Verrenkung
  • Blasenentzündung
  • Nierenentzündung
  • Husten
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Veilchen (Viola odorata) – Nebenwirkungen

Nebenwirkungen sind bisher keine bekannt. Nur eine Überdosierung sollte vermieden werden, da diese sich in Erbrechen äußern kann.

Vor einer medizinischen Behandlung immer einen ärztlichen Rat einholen.
Veilchen (Viola odorata) - Anwendung

Überwiegend werden die Extrakte innerlich als Tee angewendet. So zum Beispiel bei Husten und Bronchitis, da die Extrakte z. B. bei Fieber schweißtreibend wirken. Förderlich gerade bei einer fieberhaften Erkältung.

Der Tee wirkt zudem entspannend, so dass man ihn auch als mildes Schlafmittel verwenden kann. Durch die entspannende Wirkung kann der Tee auch die Neigung zur Epilepsie lindern.

Achtung: Der Veilchentee kann nicht anstelle von Antiepileptika eingesetzt werden, er kann nur ergänzen.

Veilchen (Viola odorata) – Teerezept: Für einen Tee nimmt man ein Esslöffel Blüten und Blätter der Pflanze und übergießt sie mit 250 ml heißem Wasser. Der Sud muss für fünf Minuten ziehen und wird dann abgeseiht.

Der Tee wir über den Tag verteilt getrunken.

Veilchen (Viola odorata) – Wurzeltee: Für den Wurzeltee nimmt man ein Esslöffel kleingeschnittene Veilchenwurzel und übergießt sie mit 250 ml Wasser. Der Sud muss über Nacht ziehen und wird am nächsten Tag kurz aufgekocht. Der Wurzelsud muss für fünf Minuten ziehen und wird dann abgeseiht.

Das ätherische Öl in der getrockneten Veilchenwurzel wirkt schleimlösend bei hartnäckigem Husten.

Achtung: Wird der Tee zu stark zubereitet, wirkt er als Brechmittel.

Veilchen-Sirup: Um einen Veilchen-Sirup herzustellen nimm man eine Hand voll frischer Veilchenblüten. Und mischt sie mit 300 ml Wasser und 300 g Zucker. Das Ganze muss für einen Tag ziehen und wird dann abgeseiht. Das Zuckerwasser wird dann für ca. eine Stunde im Wasserbad verkocht, bis es eingedickt ist. Der so entstandene Sirup wird in eine Flasche abgefüllt und verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt.

Der Sirup eignet sich besonders für Kinder mit einem Husten.

Bei Husten morgens und abends je einen Esslöffel davon nehmen.
Veilchen (Viola odorata) - Äußerliche Anwendung

Äußerlich wendet man den Veilchentee z. B. bei Hautentzündungen als Bad oder Kompresse an. Als Umschlag hilft der Tee auch bei einer lokalen Behandlung von Rheuma und Gicht neben der innerlichen Behandlung.
Fazit: Extrakte des Veilchens kann man auch als Sirup, Halspastillen, Tinktur und Blütenessenz käuflich im Handel erwerben.
Die Heilpflanze Veilchen (Viola odorata) ist in ganz Europa bekannt und wurde bereits in der Antike bei vielen Beschwerden verwendet.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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