Rachenmandelentzündung – Homöopathisch behandeln - Natürliche Heilung Krankheiten Gesundheit mit Hilfe der Naturheilkunde

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Rachenmandelentzündung – Homöopathisch behandeln

Naturheilung
Bei einer Rachenmandelentzündung handelt es sich um eine bakterielle Infektion, zum Beispiel durch Streptokokken oder eine Virusinfektion. Die Rachenmandeln befinden sich direkt hinter der Nase und haben zusammen mit den Gaumenmandeln eine Abwehrfunktion. Die Rachenmandeln speichern weiße Blutkörperchen und Antikörper, die Infektionen bekämpfen sollen. Sind die Rachenmandeln entzündet, können sie dieser Aufgabe nicht mehr nachkommen.

Es gibt einige homöopathische Mittel, die sehr gut bei einer Rachenmandelentzündung helfen, so dass die Entzündung abheilen kann und die Rachenmandeln wieder ihre Funktion, nämlich den Körper vor Infektionen zu schützen, aufnehmen können.
Inhalt

Rachenmandelentzündung - Ursachen
Rachenmandelentzündung – Homöopathisch behandeln
Auswirkungen einer nicht behandelten Rachenmandelentzündung
Rachenmandelentzündung - Ursachen

Eine akute Mandelentzündung wird meist durch eine bakterielle Infektion verursacht, eher selten durch eine Virusinfektion. Bei der Infektion durch Bakterien handelt es sich am häufigsten um beta-hämolysierende A-Streptokokken. Aber auch Pneumokokken, Haemophilus influenza, Branhamell catarrhalis und Neisseria gnorrhoeae können eine akute Mandelentzündung verursachen. Eine weitere Ursache kann ein geschwächtes Immunsystem sein oder eine bereits bestehende andere Erkrankung.

Handelt es sich um einen Virus, der zu der Rachenmandelentzündung geführt hat, so sind dies zum Beispiel das Epstein-Barr-Virus oder auch Herpesviren.

Bei einer chronischen Mandelentzündung, bei der die Mandeln dauerhaft entzündet sind, sind in den meisten Fällen aerobe und anaerobe Bakterien der Grund dafür. Zu einer permanenten Entzündung kommt es durch Abbauprodukte der Bakterien und abgestorbene Zellen, die sich in den Schleimhautvertiefungen lagern. Durch die Entzündung kommt es zu Vernarbungen im Gewebe, was eine Ablagerung der Bakterien noch begünstigt, so dass es immer wieder zu Entzündungen kommt.
Rachenmandelentzündung - Symptome

Folgende Symptome sind typisch für eine Rachenmandelentzündung:

  • Schluckbeschwerden
  • Schwierigkeiten beim Atmen durch die Nase (die Gewebeschwellung blockiert die Atemwege).
  • Mund- und Rachentrockenheit, bedingt durch das dauerhafte Atmen durch den Mund.
  • Der Allgemeinzustand verschlechtert sich.
  • Fieber aufgrund des bakteriellen Infekts.
  • Vergrößerte Halslymphknoten.
  • Nasaler Klang beim Sprechen.
  • Evtl. Schnupfen, Husten und Heiserkeit.
Rachenmandelentzündung - Diagnose

Die Untersuchung und Diagnose führt ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO) durch. Bei der Halsuntersuchung wird eine Probe mit einem Tupfer entnommen zu Bestimmung der Bakterien. Es folgt die Blutabnahme und eine Röntgenuntersuchung der Rachenmandeln. Ein sicheres Anzeichen für eine Streptokokkeninfektion sind meist schon die weißen Beläge, die sogenannten Stippchen.
Rachenmandelentzündung - Behandlung

In der Schulmedizin wird die Infektion meist mit Antibiotika erfolgreich behandelt. Eine Entfernung der Rachenmandeln wird in Betracht gezogen, wenn die Infektionen immer wieder auftreten, die Antibiotika keine Verbesserung bewirken, bei dauerhaften Atem und Schluckbeschwerden oder anderen zusätzlichen Erkrankungen, wie zum Beispiel Krebs oder ein Tumor im Hals- oder Rachenbereich.
Rachenmandelentzündung – Homöopathisch behandeln

Alternativ zur Antibiotika-Behandlung kann eine naturheilkundliche Behandlung mit der entsprechenden Arznei aus der klassischen Homöopathie angewandt werden. Hierbei ist es wichtig, so früh wie möglich mit der Behandlung zu beginnen. Das heißt, bereits bei den ersten typischen Symptomen, um eine heilende Wirkung zu erzielen. Sollte nach drei Tagen jedoch keine Verbesserung auftreten, ist ein Besuch beim HNO-Arzt anzuraten.

Folgende Mittel aus der Homöopathie haben sich bei einer Rachenmandelentzündung bewährt:

Lac caninum (Hundemilch): Neben der Entzündung sind weiß-gelbliche Beläge im gesamten Rachenraum sichtbar. Die Schmerzen treten verstärkt beim Schlucken auf und ziehen sich bis zu den Ohren hinauf. Der Hals schmerzt bei Berührung. Kalte Getränke verschaffen etwas Linderung.

Lycopodium clavatum (Bärlapp): Bei trockenem Hals mit Schluckbeschwerden. Die Schmerzen beginnen immer rechts und verlagern sich dann auf die linke Seite. Die Schmerzen verschlimmern sich beim Essen von kalten Speisen und Trinken von kalten Getränken. Bärlapp hat sich vor allem bei wiederkehrenden Entzündungen bewährt.

Lachesis muta (Burmeisterschlange aus Australien): Die Beschwerden beginnen auf der linken Seite und wandern dann nach rechts. Im Rachen entsteht ein Kloßgefühl, was zu ständig schmerzhaftem Schlucken veranlasst. Die Halsschmerzen verschlimmern sich bei Berührung und die Schmerzen strahlen bis zu den Ohren aus. Beim Trinken von heißen Getränken verschlimmern sich die Beschwerden. Kalte Getränke und feste Nahrung verschaffen dagegen etwas Linderung.

Atropa belladonna (Tollkirsche): Die Tollkirsche kommt zu Beginn einer akuten Entzündung zum Einsatz. Die Schmerzen beginnen auf der rechten Seite des Halses und der Betroffen hat das Gefühl, dass sich der Hals zusammenschnürt. Der gesamte Rachenraum ist stark angeschwollen und tiefrot. Die Schleimhäute sind ausgetrocknet und das Schlucken verursacht starke Schmerzen. Zudem kommt es zu Fieber.

Hepar sulfuris (Kalkschwefelleber): Hier liegt eine eitrige Entzündung vor mit stechenden Schmerzen, die bis zu den Ohren hinauf strahlen. Zudem kommt es zu schmerzhaften Reaktionen auf Kälte.

Mercurius solubilis (Quecksilber): Die Lymphknoten am Hals schmerzen, sind stark angeschwollen und verhärtet. Der Zungenbelag ist gelblich belegt und die Zungenränder zeigen Zahneindrücke. An den Gaumenmandeln zeigen sich geschwürige Veränderungen, die faulig stinken. Der Speichelfluss ist vermehrt.

Wichtig: Homöopathische Mittel sollten immer in Absprache mit einem Homöopathen oder einem auf dem Gebiet der Homöopathie erfahrenen Apotheker eingenommen werden.
Rachenmandelentzündung – Homöopathisch
Bild: pixabay website5
Auswirkungen einer nicht behandelten Rachenmandelentzündung

Eine Entzündung der Rachenmandeln sollte man auf keinen Fall über einen längeren Zeitraum unbehandelt lassen. Es können verschiedene Komplikationen auftreten, die sich auf weitere Bereiche ausweiten können, wie zum Beispiel:

  • Nasennebenhöhlen: Die Nasennebenhöhlen sind Hohlräume, die sich mit Sekret füllen können und sich infizieren.
  • Ohreninfektionen: Bei einer verstärkten Rachenmandelentzündung kann die Entzündung auf die Öffnung der Röhren zum Mittelohr übergreifen, da diese direkt neben den Eustachi-Röhren des Mittelohrs liegt und sie verstopfen.
  • Infektionen im Brustbereich: Die Bakterien oder Viren der Rachenmandelentzündung können sich auf die Bronchien und die Lunge ausbreiten.

Von einer Rachenmandelentzündung sind hauptsächlich Kinder im Schulalter betroffen. Das liegt daran, dass jeder Mensch zunächst mit großen Rachenmandeln geboren wird, was eine Anfälligkeit einer Infektion verstärkt. Erst mit zunehmendem Alter schrumpfen die Rachenmandeln auf ihre vorgesehene Größe.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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