Rinderbandwurm, Infektion, Diagnose und Behandlung - Heilmed-Krankheit Gesundheit mit Hilfe der Naturheilkunde

Heilmed - Krankheit
Naturheilkunde und Naturheilung
Direkt zum Seiteninhalt
Naturheilung - Sodbrennen
Bilder: pixabay website5

Rinderbandwurm, Infektion, Diagnose und Behandlung

Krankheiten
Eine Infektion mit dem Rinderbandwurm (Taenia saginata) verursacht wenige Beschwerden, so dass er häufig nicht erkannt wird. Die Symptome ähneln der einer Magen-Darm-Infektion. So wird eine Infektion mit dem Rinderbandwurm häufig nicht richtig eingeordnet.

Auch ist die Wahrscheinlichkeit in Europa an einer Rinderbandwurm-Infektion zu erkranken relativ gering. Nach Schätzungen sind nur ca. 1,5 % der Rinder von dem Parasiten befallen. Im Nahen Osten und in den Staaten südlich der Sahara liegt die Infektionsgefahr jedoch wesentlich höher, da nach Schätzungen 18 bis 80 Prozent der dortigen Rinder mit dem Rinderbandwurm infiziert sind.

Allerdings ist die Infektion mit dem Rinderbandwurm in Deutschland der häufigste Bandwurm beim Menschen. Durch die Fleischbeschau – eine Kontrolle des Fleisches durch einen Veterinär – treten sie hier aber seltener auf als etwa in Ostafrika.
Inhalt

Rinderbandwurm (Taenia saginata) Definition
Wie kommt es zur Infektion?
Symptome Rinderbandwurm
Diagnose/Behandlung
Rinderbandwurm (Taenia saginata) Definition

Der Rinderbandwurm (Taenia saginata) wird bis zu 10 Metern lang und ist gegliedert und hat eine Breite von etwa 1,5 bis 2 cm. Er ist ein Parasit, der im tierischen und menschlichen Darm lebt. Im Monat produziert der Rinderbandwurm bis zu 400 reife Glieder, in jedem einzelnen Glied befinden sich bis zu 100.000 Eier. Die reifen Glieder stößt der Rinderbandwurm täglich gruppenweise ab.

Der Zwischenwirt des Wurms ist das Rind. Im typischen Fall gelangen menschliche Fäkalien in die freie Natur. Besonders leicht verbreiten sich Bandwürmer, wenn ungeklärte Abwässer als Dünger auf Felder und Weiden aufgebracht oder anderweitig abgeleitet werden, wo Rinder weiden.

Beim Fressen nehmen die Rinder die Eier des Rinderbandwurms auf. Im Magen-Darm-Trakt des Rindes lösen sich die Eihüllen auf, die Wurmembryonen bohren sich durch die Wand des Dünndarmes und wandern mit dem Blut zu den Muskeln. Dort setzen sie sich fest und sie bilden dort eine sogenannte Finne aus, den sogenannten Zystizerkus. Es handelt sich dabei um eine flüssigkeitsgefüllte Blase, in der sich eine Kopfanlage des Wurms befindet.

Zur weiteren Entwicklung brauchen sie dann den Menschen als Wirt. Rinderbandwürmer haben an ihrem Kopf vier starke Saugnäpfe, mit denen sie sich an die menschliche Dünndarmwand heften. Gleich hinter dem Kopf beginnen die Bandwurmglieder (Proglottiden). Die Glieder enthalten sowohl weibliche als auch männliche Keimdrüsen. Somit sind Rinderbandwürmer Zwitter und können sich selbst befruchten. Die Eier reifen nach ihrer Befruchtung im Wurm heran und werden, wenn sie reif sind, mit dem Bandwurmglied über den Kot ausgeschieden.

Die Lebensdauer des geschlechtsreifen Rinderbandwurms beträgt im menschlichen Darm bis zu 40 Jahre.
Wie kommt es zur Infektion?

Durch den Verzehr von finnenhaltigem Rindfleisch infiziert sich der Mensch mit dem Bandwurm. Im menschlichen Darm entwickelt sich aus der Finne der geschlechtsreife Wurm und der Entwicklungszyklus beginnt von vorne.

Zu einer Infektion kommt es, wenn man rohes oder ungenügend erhitztes Rindfleisch isst, das eingekapselte Wurmvorstufen (Finnen) enthält. Meist verursacht ein Bandwurmbefall keine Beschwerden.
Inkubationszeit

Durch Verzehr von infiziertem Fleisch im rohen Zustand (z. B. Rinderhack) gelangen die Larven in den Dünndarm des Menschen. Aus der Kopfanlage bildet sich ein Kopf, der sich dann mit seinen vier Saugnäpfen an die Darmwand anheftet und zu einem erwachsenen Wurm heranwächst. Von der Infizierung bis zum geschlechtsreifen Rinderbandwurm vergehen etwa 12 Wochen.
Symptome Rinderbandwurm

Meist verursacht der Rinderbandwurm keine Beschwerden. Symptome einer Infektion mit dem Wurm können sich durch einen Juckreiz am After, der unter Umständen durch die ausgeschiedenen Wurmeier hervorgerufen wird, bemerkbar machen. Auch kann es zu krampfartigen Leibschmerzen, Kopfschmerzen, Gewichtsverlust oder Appetitlosigkeit kommen. Andere Betroffene berichteten zusätzlich von extremer Müdigkeit oder allgemeiner Schwäche.

Eine Infektion mit dem Rinderbandwurm (Taenia saginata) verläuft meistens nicht lebensbedrohlich. Äußerst selten kommt es zu einer akuten Blinddarmentzündung, einer Gallenblasenentzündung oder zu einer Bauchspeicheldrüsenentzündung.
Diagnose/Behandlung

Nur durch die vorhandenen Symptome und einer Blutuntersuchung ergibt sich meist kein Hinweis auf eine Infektion. Dass es sich um eine Infizierung durch den Rinderbandwurm handelt, kann nur durch eine mikroskopische Untersuchung des Stuhls festgestellt werden. Unter dem Mikroskop können Rinderbandwurmeier dann von anderen Wurmeiern unterschieden werden.

Ist erst einmal die Diagnose gestellt, ist eine Behandlung unkompliziert. Behandelt wird eine Rinderbandwurminfektion mit Tabletten, Praziquantel oder Mebendazol. Sie töten den Bandwurm ab oder lähmen ihn, sodass er sich nicht mehr an der Darmwand festsaugen kann. Er wird dann über den Stuhl ausgeschieden.
Vorsorge

Da eine Infizierung mit dem Rinderbandwurm in erster Linie durch den Verzehr von rohem oder halbgarem Fleisch erfolgt, sollte man auf rohes oder ungenügend erhitztes Rindfleische verzichten.

Es reicht z. B. aus, das Fleisch wenige Minuten bei mindestens 70 Grad zu erhitzen. Friert man das Fleisch für mindestens 10 Tage bei 18 Grad ein, besteht auch keine Ansteckungsgefahr mehr.

Auch werden die Schlachttiere einer amtlichen Fleischuntersuchung unterzogen. Hier wird auf das Vorhandensein von Finnen in der Muskulatur geachtet. Dadurch lassen sich die meisten Rinderbandwurm-Infektionen vorbeugen.

Zusätzlich sollte man bei der Zubereitung auf eine ausreichende Hygiene achten.
Wurminfektion
Bild: pixabay website5
Vorheriger Beitrag: Fischbandwurm - Diagnose/Behandlung

Nächster Beitrag: Yersinien – Gefährliche Infektion


Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
Zurück zum Seiteninhalt