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Schlafkrankheit- Symptome, Diagnose und Therapie

Symptome
Inhalt

Schlafkrankheit – Symptome
Schlafkrankheit (westafrikanische Trypanosomiasis)
Schlafkrankheit (ostafrikanische Trypanosomiasis)
Schlafkrankheit – Diagnose
Schlafkrankheit – Therapie
Schlafkrankheit Vorbeugung
Schlafkrankheit – Therapie
Bild: pixabay website5
Schlafkrankheit – Symptome

Je nachdem ob eine westafrikanische- oder ostafrikanische Tsetsefliege für eine Infektion verantwortlich ist, variiert die Erkrankung, vor allem in ihrer Ausprägung.

An der Einstichstelle entsteht häufig, besonders bei der westafrikanischen Trypanosomiasis, eine gerötete, schmerzhafte Schwellung, der sogenannte Trypanosomenschanker. Dieser bildet sich innerhalb weniger Wochen wieder zurück.

Die Schlafkrankheit beginnt im ersten Stadium meist mit Fieber und Begleitsymptomen, das sogenannte hämolymphatisches Stadium. Später führt es zu einer schweren Symptomatik, wenn der Erreger ins zentrale Nervensystem, das sogenannte meningoenzephalitisches Stadium vordringt.
Achtung: Urlauber, die sich in den betroffenen Gebieten aufgehalten haben, sollten z. B. bei einer fieberhaften Erkrankung, die im zeitlichen Zusammenhang des Urlaubes steht, an eine Erkrankung der Schlafkrankheit denken und ihren Arzt darüber informieren.
Schlafkrankheit (westafrikanische Trypanosomiasis): Bei einer Infektion mit dem Trypanosoma brucei gambiense kommt es meist innerhalb weniger Wochen zu immer wieder auftretendem Fieber und Schüttelfrost. Zudem schwellen die Lymphknoten an, es kommt zu Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Ödemen, zu Juckreiz und Hautveränderungen. Auch vergrößern sich bei dieser Infektion die Leber und die Milz.
Schlafkrankheit (ostafrikanische Trypanosomiasis): Eine Infektion mit dem Erreger Trypanosoma brucei rhodesiense ist meist in der Symptomatik schwächer ausgeprägt und deutliche Krankheitszeichen treten teilweise erst viele Monate nach der Infektion auf.
Während sich bei der westafrikanischen Variante die Symptome akut entwickeln, schreitet die ostafrikanische Variante nur langsam voran und es treten anfangs zum Teil keine oder nur wenige Beschwerden auf. So kann es sein, dass es nur zu leichten Kopfschmerzen oder leichten Fieberschüben kommt.

Neurologische Symptome treten dann in den Vordergrund, wenn die Trypanosomen das Gehirn (meningoenzephalisches Stadium) erreichen.

Bei der westafrikanischen Trypanosomiasis beträgt dieser Zeitrahmen häufig nur wenige Wochen, während er bei der ostafrikanischen Trypanosomiasis mehrere Jahre dauern kann.
Bild: pixabay website5
Erreichen die Erreger das Gehirn kommt es zu ersten Symptomen von Schlafstörungen, insbesondere im Wechsel des Tag- und Nachtrhythmus. Zudem kommt es zu Reizbarkeit, Unruhe, Persönlichkeitsstörungen, Verlangsamung und Lethargie.

Im weiteren Verlauf hat der Betroffene Bewegungsstörungen, Zittern (Tremor), Muskelzuckungen und Koordinationsstörungen. Zudem wird die Sprache unverständlich und es kann zu Krämpfen (Epilepsien) kommen.

Schläfrigkeit und Abwesenheit nehmen im Endstadium zu und der Betroffene fällt schließlich ins Koma, das mit dem Tod endet.

Durch die Erkrankung ist der Körper in diesem Endstadium jedoch so geschwächt, dass die Betroffenen meist an Infektionen wie z. B. Lungenentzündungen oder Herzversagen sterben.
Schlafkrankheit – Diagnose

Die Diagnose der Schlafkrankheit erfolgt labortechnisch durch Erregernachweise im Gewebe, Liquor, Blutkulturen und Immunserologie.
Schlafkrankheit – Therapie

Die Schlafkrankheit wird fast immer stationär behandelt.

Zuerst wird festgestellt, ob das Nervensystem betroffen ist. Festgestellt wird das durch eine Liquoruntersuchung von Gehirn oder Rückenmark.

Je nach Fortschreiten der Erkrankung kommt es zu unterschiedlichen Therapien.

Ist der Erreger festgestellt, kommt es zu folgenden Behandlungen.

Im hämatolymphatischen Stadium werden z. B. die Medikamente Suramin ((Trypanosoma brucei rhodesiense) und Pentamidin (Trypanosoma brucei gambiense) verabreicht

Im meningoenzephalitischen Stadium werden z. B, je nach Erreger Melarsoprol und Difluoromethylornith verabreicht.

Alle Mittel können schwere Nebenwirkungen hervorrufen.

Im hämatolymphatischen Stadium sowie im frühen meningoenzephalitischen Stadium sind die Heilungschancen sehr gut.

Wenn die Schlafkrankheit nicht behandelt wird, verlaufen die ostafrikanische, wie auch die westafrikanische Form tödlich. Bei der ostafrikanischen Form kann es schon im zweiten Stadium zu einer Herzbeutelentzündung kommen, die tödlich verläuft.
Schlafkrankheit - Vorbeugung

Schutzimpfungen gegen die Schlafkrankheit gibt es nicht. Hält man sich in den betroffenen Gebieten auf, hilft nur der Schutz gegen Mückenstiche. So z. B. körperbedeckende Kleidung und mückenabweisende Mittel auf die unbekleideten Körperstellen wie Gesicht, Hals und Nacken. Dazu sollte man sein Zimmer/Wohnung sichern durch Mückengitter vor den Fenstern/Türen sowie ein Moskitonetzt über dem Bett.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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