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Steifer, schmerzender Nacken

Krankheiten
Es kommt meist plötzlich und unerwartet morgens nach dem Aufwachen: Der steife Nacken, wobei jeder Versuch den Kopf in eine andere Richtung zu drehen schmerzt. Die Ursachen hierfür können ganz unterschiedlich sein, manchmal reicht schon Zugluft aus, in vielen Fällen verursachen aber Verspannungen als Folge von Fehlhaltungen den steifen Nacken.
Inhalt

Steifer Nacken – Ursachen
Steifer Nacken – Symptome
Steifer Nacken – Behandlung
Ärztliche Behandlung
Steifer Nacken - Vorbeugen
Naturheilkunde - Steifer Nacken
Bild: website5
Steifer Nacken - Ursachen

Ein steifer Nacken ist keine eigenständige Erkrankung. Die Ursachen, die zu einer Versteifung des Nackens führen, können sehr vielfältig sein. Die Versteifung selbst ist meist auf einen dauerhaften Sauerstoffmangel in dem Bereich der Muskulatur zurückzuführen, bedingt durch Belastung. Dadurch kommt es zu Verspannungen, die Muskulatur verhärtet sich und es stellt sich im Nackenbereich eine Unbeweglichkeit ein, und wenn nur unter Schmerzen. Das kann sogar soweit gehen, dass der verhärtete Muskel derartig auf den Nerv drückt, so dass es zu einer Entzündung kommen kann.

Ursachen eines steifen Nackens können sein:

  • Verkühlung durch Zugluft
  • ungünstige Schlafposition
  • Fehlbelastungen oder einseitige Belastungen
  • ungewohnte oder ruckartige Bewegungsabläufe
  • Schleudertrauma (ruckartige Bewegung des Kopfes, meist beim Autounfall)
  • Bandscheibenschäden im Halswirbelsäulenbereich
  • mangelnde Bewegung (zu langes Sitzen)
  • natürlicher Alterungsprozess
  • Verspannungen durch Ängste und Stress
Steifer Nacken - Symptome

Das deutlichste Symptom einer Nackensteifigkeit ist die eingeschränkte Bewegung, wobei der Versuch den Kopf in die eine oder andere Richtung zu drehen meist sehr schmerzhaft ist. Weitere Symptome eines steifen Nackens können sein:

  • Verhärtete Nackenmuskulatur
  • Ziehen und stechende Schmerzen im Nackenbereich
  • Druckempfindlichkeit
  • Ausstrahlende Schmerzen bis in die Schultern und Arme
  • Schonhaltung, um Schmerzen zu vermeiden
  • Rückenschmerzen
  • Kopfschmerzen
Steifer Nacken - Behandlung

Um einem steifen Hals entgegenzuwirken, kommen einige Behandlungsmaßnahmen infrage. Das reicht über Tabletten, Salben, Spritzen, Bestrahlungen bis hin zu Massagen. Alternativ dazu gibt es natürliche Behandlungsmethoden, wie Heilkräuter in verschiedener Zubereitung, die wirkungsvoll die Schmerzen lindern und die versteifte Muskulatur lockern.
Medikamente: Normalerweise löst sich die Verspannung nach wenigen Tagen von allein wieder, auch ohne eine besondere Behandlung. Es kann aber aufgrund der Schonhaltung, um Schmerzen zu vermeiden, zu weiteren Beschwerden kommen. Gegen die Schmerzen helfen schmerzstillende und muskelentspannende Medikamente, wie Ibuprofen oder Diclofenac – als Tabletten oder Salben.
Wärme: Zur Lösung der verspannten Nackenmuskulatur hilft in jedem Fall Wärme. Der Hals sollte mit einem Schal, einem Halswickel oder einer Wärmflasche warmgehalten werden. Zur Lockerung der Muskeln hilft ein heißes Bad oder eine Dusche. Durch die Wärme wird die Durchblutung verstärkt, wodurch die Selbstheilungskräfte des Körpers angekurbelt und beschleunigt werden.
Massagen: Des Weiteren helfen Massagen, die verspannten Muskeln zu lösen, aber Vorsicht: Gerade wenn Massagen von Laien ausgeführt werden, kann es zu Verschlimmerungen der Beschwerden kommen. Wenn also massiert wird, dann nur ganz sanft – also mehr Streicheln als Massieren, so dass sich der Betroffene dabei entspannen kann. Eine Massage darf in diesem Fall nicht unangenehm oder schmerzhaft sein.
Dehnübungen

Es gibt Dehnübungen, die, vorausgesetzt man führt die Übungen vorsichtig aus, die verspannte Nackenmuskulatur lösen können. Dazu legt man den Kopf auf eine Seite und zieht ihn mit der entgegengesetzten Hand leicht nach unten. Bei gleichmäßiger Atmung hält man diese Position für etwa 20 bis 30 Sekunden. Anschließend die Übung zur anderen Seite hin wiederholen.
Heilpflanzen: Es gibt eine ganze Reihe von Heilpflanzen, die erfolgreich bei einem steifen Nacken eingesetzt werden können. Da aber jede Heilpflanze unterschiedlich wirkt, sollte man sie je nach Ursache für die Nackensteife, gezielt auswählen und einsetzen.
Arnika: Die Heilpflanze Arnika ist ein krampflösendes Naturheilmittel. Die Behandlung mit Arnika wirkt wohltuend und entspannend. Das liegt an den enthaltenen ätherischen Ölen, Flavonoiden und Cumarinen sowie dem Inhaltsstoff Helenalin, der eine antientzündliche Wirkung hat.
Am wirkungsvollsten wird Arnika folgendermaßen angewandt: Arnikablüten in etwas Wasser aufbrühen und einige Minuten ziehen lassen. Ein Tuch in dem Sud eintauchen, auswringen und auf den schmerzenden und verspannten Nackenbereich legen.

Rosmarin: Es gibt Rosmarin als Gesundheits-Badeöl in Apotheken oder Drogeriemärkten zu kaufen. Ein Rosmarin-Bad fördert, dank der enthaltenen ätherischen Öle, die Durchblutung und lockert die verspannte Muskulatur. Zudem ist die Wirkung belebend und nachhaltig wärmend. Rosmarin ist auch in Form von Salben und Gels erhältlich.

Kampfer: Kampfer hat eine durchblutungsfördernde und wärmende Wirkung. Ob als Öl auf die verspannte Nackenmuskulatur sanft einmassiert oder als Salbe aufgetragen, wirkt der Extrakt der Kampferpflanze entspannend und schmerzlindernd.

Teufelskralle: Diese Heilpflanze gibt es in Form von Massageölen, Salben oder als Badezusatz. Die Inhaltsstoffe sind Flovonoide, Bitterstoffe und Acteosid, die eine schmerzlindernde, abschwellende und entzündungshemmende Wirkung haben.

Brennnessel: Blätter der Brennnessel werden auf die schmerzende Nackenpartie verrieben. Die Wirkung ist kreislaufanregend und durchblutungsfördernd. Hinweis: Nicht jeder reagiert positiv auf das Brennen der Brennnessel, so kann das unangenehme Gefühl überwiegen und somit die Wirkung verfehlen.
Bilder: pixabay website5
Schonung: Ein steifer Nacken, gerade in der akuten Phase, sollte unbedingt geschont werden. Das heißt, auf Sport verzichten, keine schweren Arbeiten verrichten und keine ruckartigen Bewegungen – eben alles, was die bestehende Muskelverspannung noch verschlimmern könnte.
Um während des Schlafens den verspannten Nacken schonen, sollte man die Halswirbelsäule so gut wie möglich entlasten. Das heißt, die Matratze sollte nicht zu weich sein und als Kopfteil sollte nur ein kleines Kissen verwendet werden. Während der Beschwerden sollte man möglichst nur auf der Seite schlafen. Ein zusammengerolltes Handtuch um den Hals gelegt stützt und entlastet zusätzlich den Nacken.
Ärztliche Behandlung: In der Regel klingen die Schmerzen und die Bewegungseinschränkung eines steifen Nackens nach wenigen Tagen wieder ab.
Eher selten stecken ernstere Ursachen hinter der Nackensteife. Nach einem Autounfall sollte immer eine ärztliche Untersuchung (Röntgenaufnahme) erfolgen, um eventuelle Verletzungen an der Halswirbelsäule auszuschließen.

Lassen die Schmerzen nicht nach und verschlimmern sich noch und kommen weitere Symptome hinzu, wie Fieber, starke Kopfschmerzen oder Verwirrtheit, sollte schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden bzw. der Notarzt alarmiert werden. Oder wenn die Nackenschmerzen weit ausstrahlen und es zu weiteren Beschwerden wie Atemschwierigkeiten, Schweißausbrüchen und Übelkeit kommt. Hier können schwere Erkrankungen die Ursache sein, wie Meningitis, als Letzteres genannt, ein Herzinfarkt als Auslöser der Beschwerden.
Steifer Nacken - Vorbeugen

Kälte und Zugluft lassen sich nicht immer vermeiden, jedoch sollte man darauf achten, dass man in Räumen oder im Auto nicht zwischen zwei geöffneten Fenstern sitzt. Auch bei Klimaanlagen ist Vorsicht geboten. Vorbeugend sollte man immer ein Halstuch in der Tasche haben.
Bild: website5
Tägliche regelmäßige Bewegung beugt Verspannungen, den gesamten Körper betreffen, vor. Ebenfalls können kleine Übungen nebenbei für eine gelockerte Nackenmuskulatur sorgen, so zum Beispiel das mehrmalige Hochziehen und Fallenlassen der Schultern, auch wechselseitig.

Einer falschen Körperhaltung vorm Schreibtisch oder beim Fernsehen kann man vorbeugen, indem man öfter mal die Sitzposition ändert und zwischendurch auch mal aufsteht und sich bewegt.

Stress und Ärger führen häufig zu Verspannungen, was sich besonders nachts durch schlechten Schlaf und falscher Schlafposition bemerkbar macht. Stress und Ärger lassen sich nicht immer vermeiden. Für einen gesunden Schlaf kann man aber einiges tun. Neben Entspannungsmethoden, wie autogenes Training oder Entspannung nach Jacobsen, sollte die Matratze sowie das Kopfteil den Rücken und die Nackenmuskulatur entspannen.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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