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Steißbeinschmerzen

Krankheiten
Kommt es zu Steißbeinschmerzen, die medizinische Bezeichnung hierfür ist Kokzygodynie, macht sich das meist durch stechende und ziehende Schmerzen im untersten Bereich der Wirbelsäule bemerkbar. Die Schmerzen können durch zu langes oder falsches Sitzen entstehen, aber auch andere Ursachen können dazu führen, wie zum Beispiel bei Frauen nach einer Entbindung. Die Schmerzen können auch in angrenzende Körperregionen ausstrahlen.

Steißbeinschmerzen treten eher selten auf. Frauen sind davon häufiger betroffen als Männer.
Inhalt

Steißbeinschmerzen – Ursachen
Steißbeinschmerzen – Symptome
Steißbeinschmerzen – Diagnose
Steißbeinschmerzen – Behandlung
Steißbeinschmerzen - Vorbeugen
Weitere Themen
Steißbeinschmerzen - Behandlung
Bild: pixabay website5
Steißbeinschmerzen - Ursachen

Als Steißbein bezeichnet man den untersten Abschnitt der Wirbelsäule, die Stelle, wo die letzten vier bis fünf Wirbel miteinander verschmolzen sind.

Kommt es zu Schmerzen in diesem Bereich, kann das verschiedene Ursachen haben, wie zum Beispiel nach stundenlangem Sitzen, wie das bei einer sitzenden Tätigkeit der Fall ist, aber auch bei häufigem Fahrradfahren auf einem unbequemen Sattel. Auch falsches Sitzen, wie zum Beispiel auf dem Sofa beim Fernsehen, kann zu Steißbeinschmerzen führen (auf Englisch bezeichnet man das umgangssprachlich als „television botton“ (Fernsehhintern)). Egal ob auf harter oder weicher Unterlage kann übermäßiges Sitzen das Steißbein stauen, wobei es zu winzigen Gewebeverletzungen kommen kann, die die Schmerzen auslösen.

Weitere mögliche Ursachen für Steißbeinschmerzen können sein:
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  • Steißbeinstauchung
  • Steißbeinprellung
  • Steißbeinverrenkung
  • Steißbeinbruch
  • Steißbeinfistel
  • Fehlstellung des Steißbeins
  • Verletzung des Steißbeins (z. B. nach einem Sturz)
  • Hexenschuss
  • Bandscheibenvorfall
  • Wurzelreizsyndrom (Lumboischialgie)
  • Tumor im Steißbeinbereich
  • Chirurgische Eingriffe
  • Gynäkologische Erkrankungen
  • Komplikationen nach der Entbindung
  • Eingeklemmter Nerv
  • Psychosomatische Ursachen
Steißbeinschmerzen - Symptome

Steißbeinschmerzen können sehr unangenehm sein, sowohl beim Sitzen und Liegen als auch beim Stehen oder Laufen. Der Schmerz kann ausstrahlen nach unten hin bis in die Anal- und Lendenregion und nach oben bis in die Hüfte.

Typische Beschwerden sind:

  • Ziehende und brennende bis stechende Schmerzen am Steißbein
  • Wundgefühl
  • Schmerzen beim Stuhlgang
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
Steißbeinschmerzen - Diagnose

Steißbeinschmerzen lassen in der Regel nach einigen Tagen wieder nach. Halten die Beschwerden jedoch über einen längeren Zeitraum an, sollte man das von einem Arzt untersuchen lassen, um die Ursache dafür zu finden und andere Erkrankungen ausschließen zu können.

Für den Arzt ist das Anamnesegespräch wichtig, da sich bei detaillierter Schilderung der Beschwerden häufig schon die mögliche Ursache erkennen lässt. Bei der körperlichen Untersuchung tastet der Arzt den Bereich ab, wobei der Druck auf das Steißbein für den Patienten sehr schmerzhaft ist – ein fast eindeutiger Hinweis, dass es sich um Steißbeinschmerzen (Kokzygodynie) handelt.
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Können mögliche Ursachen, wie z. B. häufiges Sitzen, nicht geklärt werden, kann eine Ultraschalluntersuchung, ein MRT oder ein CT sinnvoll sein, um eventuelle andere Erkrankungen auszuschließen. Besteht der Verdacht einer Entzündung, kann ein zusätzlich eingesetztes Kontrastmittel bei diesen Untersuchungen, die betroffene Körperregion noch detaillierter darstellen.
Steißbeinschmerzen - Behandlung

Die Behandlung bei Steißbeinschmerzen (Kokzygodynie) hängt ganz von der Ursache ab. Ist es zu den Schmerzen durch falsches Sitzen oder durch täglich zu vieles Sitzen gekommen, sollte man dies durch ausreichend Bewegung ausgleichen - nicht so einfach bei einer Schreibtischtätigkeit. Dennoch sollte man zwischendurch immer mal aufstehen und herumgehen und beim Sitzen seine Sitzposition regelmäßig ändern.

Bei stärkeren Schmerzen helfen Schmerzmittel und entzündungshemmende Mittel, die dadurch auch den Bewegungsablauf normalisieren und somit weitere Verspannungen verhindern. Bei sehr starken Schmerzen können auch örtliche Betäubungsmittel gespritzt werden.

Des Weiteren kann eine Physiotherapie helfen oder eine Behandlung zur Mobilisation oder Manipulation des Steißbeins durch einen Osteopathen oder einen Chiropraktiker. Auch eine Akupunktur oder Akupressur kann hierbei sehr wirkungsvoll sein.

Ansonsten kann man einiges selbst tun, um die Schmerzen zu lindern. Dazu gehört die Wärmebehandlung in Form von Sitzbädern oder einer regelmäßigen Rotlichtbestrahlung. Eine geeignete Sitzunterlage kann das Steißbein entlasten, wie zum Beispiel ein weiches Sitzkissen, ein weicher Sitzkeil oder ein Sitzring. Wichtig dabei ist es, eine starre Haltung zu vermeiden.

Ist das Steißbein geprellt, etwa aufgrund eines Sturzes, braucht es einige Zeit der Schonung, was sich über einen längeren Zeitraum hinziehen kann.

Eher selten sind Steißbeinschmerzen auf psychosomatische Ursachen zurückzuführen und das auch meistens erst, wenn alle anderen Ursachen ausgeschlossen werden können. Aber auch hierbei sollte man über weiterführende Maßnahmen nachdenken und eventuell eine Psychotherapie in Anspruch nehmen.

Wichtig ist es, Steißbeinschmerzen, die über einen längeren Zeitraum anhalten und somit die Lebensqualität beeinträchtigen, behandeln zu lassen bzw. der Sache auf den Grund zu gehen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass es zu chronischen Schmerzen kommt, die über Monate oder sogar Jahre anhalten können.
Steißbeinschmerzen - Vorbeugen

Grundsätzlich kann man Steißbeinschmerzen (Kokzygodynie) nicht vorbeugen. Bei einem Sturz kann das Steißbein in Mitleidenschaft gezogen werden, das kann man einfach nicht verhindern. Vorbeugen kann man jedoch, wenn es um Bewegungsabläufe geht. Zu langes und vieles Sitzen kann nicht nur am Steißbein zu Beschwerden führen, vielmehr ist es für den gesamten Körper ungesund.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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