Tollkirsche (Atropa belladonna) – Naturheilkunde - Natürliche Heilung Krankheiten Gesundheit mit Hilfe der Naturheilkunde

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Tollkirsche (Atropa belladonna) – Naturheilkunde
Schon im Altertum wurden Extrakte der Tollkirsche gegen zahlreiche Krankheiten angewendet.

Sie diente z. B. Frauen als Mittel die Pupillen ihrer Augen zu erweitern.

Die Tollkirsche ist eine giftige Pflanze. Der Verzehr kann tödlich sein. Schon wenige Früchte können einen Menschen töten. Homöopathen schätzen jedoch bis heute den krampflösenden und fiebersenkenden Effekt der Inhaltstoffe. Doch nur in einer homöopathischen Verdünnung ist die Pflanze für die Naturheilkunde nutzbar.

Früher wurde das Gift der Pflanze auch für rituelle Zwecke als Rauschmittel eingesetzt. Eingesetzt wurde es hierfür, da es Halluzinationen erzeugt. Allerdings kommt es auch zu erheblichen Nebenwirkungen, wie z. B. Herzrasen und Mundtrockenheit.
Inhalt

Tollkirsche (Atropa belladonna) – Pflanzenbeschreibung
Tollkirsche (Atropa belladonna) – Geschichte
Tollkirsche (Atropa belladonna) - Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe
Tollkirsche – Heilwirkung und Anwendungsbereiche
Tollkirsche – Vergiftungssymptome
Weitere Anwendungsgebiete in der Volksheilkunde
Tollkirsche – Nebenwirkungen/Kontraindikation
Tollkirsche (Atropa belladonna) – Anwendung
Tollkirsche (Atropa belladonna) - Homöopathie
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Tollkirsche (Atropa belladonna) – Pflanzenbeschreibung

Die Tollkirsche ist in Mitteleuropa heimisch. Sie ist eine mehrjährige Pflanze.

Überwiegend wächst die Tollkirsche in Laubwäldern, auf Lichtungen und Weiden.

Die ausdauernde, krautartige Pflanze hat stumpfkantige Stängel und wächst bis zu 1,50 Meter hoch. Die Blätter haben eine Ei- oder Ellipsenform. Je ein kleines Blatt steht einem größeren Blatt gegenüber. Die Blüten sind von außen braunviolett und von innen von gelber Farbe. Die Beerenfrüchte sind kirschartig und haben eine schwarz-glänzende Farbe. Im Inneren der Frucht befindet sich der ovale, braune Samen.

Die Früchte schmecken süß und bitter und enthalten, wie auch alle anderen Pflanzenteile, viele giftige Alkaloide.

Der wissenschaftliche Name der Pflanze lautet Atropa belladonna und sie gehört zur Pflanzenfamilie der Nachtschattengewächse (Solanaceae).
Bilder: pixabay website5
Tollkirsche (Atropa belladonna) – Geschichte

Schon vor mehr als 400 Jahren wusste man um die toxische und halluzinogene Wirkung der Pflanze. So träufelten sich Frauen den Saft der Pflanze in die Augen, um die Pupillen zu erweitern.
Tollkirsche - Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe

Medizinisch genutzt werden die Blätter, Früchte und die Wurzel der Tollkirsche.

Inhaltsstoffe

Die Hauptinhaltsstoffe der Pflanze sind:

  • Atropin
  • Hyoscyamin
  • Scopolamin (alles Alkaloide)
Tollkirsche – Heilwirkung und Anwendungsbereiche

Die Heilwirkung der Inhaltsstoffe ist z. B. krampflösend.

Anwendungsbereiche

Die Tollkirsche niemals selbst verwenden.

Achtung: Der Genuss von Tollkirschenfrüchten, Blüten oder Blättern führt zu Vergiftungserscheinungen.
Tollkirsche - Vergiftungssymptome


Später kann es dann zu einem tiefen Schlaf kommen, der in eine tiefe Bewusstlosigkeit und möglicherweise im Tod münden kann.

Bei einer Vergiftung muss schnell gehandelt werden, denn bereits nach der Einnahme von ein paar Beeren besteht Lebensgefahr.

Es dürfen nur die verschriebenen Fertigpräparate verwenden.

So kann zum Beispiel Belladonna in einer homöopathischen Verdünnung ab D3 bei Fieber helfen.
Weitere Anwendungsgebiete in der Volksheilkunde

In der Volksheilkunde werden Extrakte der Tollkirsche zum Beispiel bei folgenden Erkrankungen eingesetzt:

  • Asthma
  • Darmkrämpfe
  • Fieber
  • Krampfhusten
  • Magenkrämpfe
  • Neuralgien
Bilder: pixabay website5
Tollkirsche – Nebenwirkungen/Kontraindikation

Achtung! Die Tollkirsche ist stark giftig.

Tollkirsche nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden.

In der Tollkirsche befindet sich reines Atropin. Dabei handelt es sich um eine chemische Kombination, die hochtoxisch ist. Sie findet im Rahmen der Medizin Anwendung. In der Notfallmedizin wird Atropin z. B. gegen Chemiewaffen eingesetzt. Man sieht so schon, dass die Tollkirsche kein Einsatzgebiet für den Hausgebrauch hat.

Weitere Nebenwirkungen: Gereiztheit, Mundtrockenheit, Kratzen im Hals, Heiserkeit, stark geweitete Pupille und heiße, gerötete Haut.

Bei einer höheren Dosis erregt das Atropin das zentrale Nervensystem und es kommt zu Halluzinationen, Angstzuständen bis hin zu Tobsuchtsanfällen. Ab ca. 50 Milligramm Atropin ist die Einnahme lebensgefährlich, da es zu einer tödlichen Atemlähmung kommen kann.
Tollkirsche (Atropa belladonna) - Anwendung

Die Inhaltstoffe der Pflanze wirken auf das vegetative, periphere Nervensystem, insbesondere auf die glatte Muskulatur wie Magen-Darm-Trakt, Galle und Blase. Sie lösen somit Krämpfe und lindern Schmerzen.

Innerlich kommen die käuflich erworbenen Extrakte der Tollkirsche in vielfältiger Weise zum Einsatz. Als weiterverarbeitetes Mittel mit Extrakten wird sie in flüssiger oder fester Form eingenommen, zum Beispiel als Pulver.

Die Pflanze eignet sich z, B. zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen und kolikartigen Schmerzen bei Magen-Darm-Erkrankungen durch die krampflösende Wirkung der Extrakte.
Tollkirsche (Atropa belladonna) - Homöopathie

Die homöopathische Arznei Belladonna wird aus der frischen, zur Blütezeit gesammelten ganzen Pflanze (ohne verholzte Stängel) hergestellt. Verwendung findet sie meist in den Potenzen D3 bis D6, überwiegend in Form von Tabletten, Globuli, Zäpfchen und Salben.

Eingesetzt wird sie zum Beispiel bei einer hochfiebrigen Erkrankung oder bei krampfartigen Zuständen des Magen-Darm-Trakts, Asthma und Bronchitis, Nerven-, Muskel- und Periodenschmerzen.

Achtung: Von einer Selbstanwendung gesammelten Pflanzenmaterials wird eindringlich gewarnt!
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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