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Tunnelblick – Retinitis pigmentosa

Der medizinische Begriff Retinitis pigmentosa, die korrekte Bezeichnung ist Retinopathia Pigmentosa, ist der Oberbegriff für einige erblich bedingte Augenerkrankungen. Bei dieser Erkrankung sterben nach und nach die Sinneszellen der Netzhaut ab – ein Prozess, der sich schleichend entwickelt und sich über mehrere Jahrzehnte hinziehen kann. Betroffen sind die Sinneszellen, die für das Hell- und Dunkelsehen zuständig sind und die Zapfen, die das farbliche und das scharfe Sehen ermöglichen. Letztendlich kann die Erkrankung zur Nachtblindheit bis hin zur völligen Erblindung führen sowie zu einem eingeschränkten Sehen, das heißt, das Gesichtsfeld ist derart eingeschränkt, dass das Sehen nur noch wie durch einen Tunnel oder durch eine Röhre möglich ist. Der Rundumblick nach links und rechts ohne den Kopf dabei zu drehen ist nicht mehr möglich.

In Deutschland sind etwa 30.000 bis 40.000 Menschen von dieser Augenkrankheit betroffen, weltweit sind es ca. 3 Millionen, wobei Männer häufiger darunter leiden.

Inhalt

Tunnelblick – Ursachen
Tunnelblick – Symptome
Tunnelblick – Diagnose
Tunnelblick – Behandlung
Tunnelblick - Vorbeugen
Weitere Themen
Tunnelblick - Ursachen

Die Retinitis Pigmentosa ist eine Erbkrankheit, die durch ein verändertes Gen entsteht. Dieser Gendefekt führt dazu, dass eine Stoffwechselstörung im Sehorgan entsteht, was dazu führt, dass die Sinneszellen nach und nach absterben.
Tunnelblick - Symptome

Die Folgen der Augenkrankheit Retinitis Pigmentosa entwickeln sich schleichend und die Verschlechterung des Sehvermögens kann sich über viele Jahre hinziehen. Meist beginnen die ersten Symptome mit einem gestörten Sehvermögen in der Dämmerung und einer teilweisen Einschränkung des Gesichtsfeldes. Des Weiteren können sich das farbliche sowie das Kontrastsehen verschlechtern.
Bild: pixabay website5
Bleiben die Symptome häufig lange Zeit von dem Betroffenen unbemerkt, so schreitet die Erkrankung jedoch unaufhörlich voran. Erste Anzeichen hierfür können sein: Das Gegenlaufen an irgendwelche Dinge, zum Beispiel Türrahmen oder das Anrempeln an Leute auf der Straße. Des Weiteren ist eine erhöhte Lichtempfindlichkeit möglich und Schwierigkeiten beim Sehen in der Dämmerung. Weitere Symptome sind Probleme beim Scharfsehen und das Erkennen von Farben sowie auch eine starke Kurzsichtigkeit

Schließlich stellt, neben der allgemeinen Verschlechterung der Sehkraft, das eingeschränkte Gesichtsfeld eine erhebliche Beeinträchtigung dar. Das heißt für den Betroffenen, dass es für ihn nicht mehr möglich ist, den Gesamtbereich links und rechts vom Kopf zu überblicken, ohne den Kopf dabei in die Richtung zu drehen. Bei gesunden Augen sieht man ohne Kopfbewegung das gesamte Umfeld links und rechts vom Kopf.

Dieses eingeschränkte Sehen, was als Tunnelblick oder auch Röhrenblick bezeichnet wird, stellt für den Betroffenen eine erhebliche Behinderung dar. Zwar kann er mit dem verbleibenden zentralen Sehrest sehen, was direkt vor seinen Augen ist und sogar lesen, jedoch ist ein eigenständiges Leben nur noch bedingt und mit Hilfsmitteln, wie einem Blindenlangstock, möglich – verständlich, wenn man sich vorstellt durch eine Röhre zu sehen und sich so auf der Straße fortbewegen zu wollen.
Tunnelblick - Diagnose

Der Augenarzt wird nach einem ausführlichen Patientengespräch, in dem der Betroffene seine Beschwerden schildert, folgende Untersuchungen vornehmen:

  • Untersuchung des Augenhintergrunds
  • Nachtblindheits-Test
  • Elektroretinogramm (ERG
Tunnelblick - Diagnose
Bild: pixabay website5
Tunnelblick – Behandlung

Leider ist bis heute noch keine Behandlungsmethode gefunden worden, die die Krankheit Retinitis pigmentosa heilen oder wenigsten stoppen kann, und dass trotz intensiver Forschung.
Bild: pixabay website5
Somit kann man lediglich versuchen, die Symptome mit einigen Hilfsmitteln zu verbessern. Hierzu gehören die Sehhilfen, wie Brillen oder Kontaktlinsen, die die Sehfähigkeiten verbessern. Weitere Therapieansätze, die allerdings noch in der Entwicklung sind, sind die Einpflanzung eines Netzhaut-Chips und die Stammzellentherapie. Ein Hinauszögern der verminderten Sehfähigkeit, kann die Einnahme von Vitamin-A-Palmitat bewirken, so eine Langzeitstudie der Havard Medical School. Allerdings kann die Einnahme des erhöhten Vitaminpräparates zu einigen Nebenwirkungen führen, wie Leberschädigungen, Hautentzündungen und Kopfschmerzen.

Derzeit ist es also eher wahrscheinlich, dass der Betroffene im Laufe der Zeit lernen muss, mit der Situation umzugehen. Der Prozess der Erkrankung ist schleichend und kann sich über Jahrzehnte hinziehen.
Tunnelblick - Vorbeugen

Die Retinitis Pigmentosa ist eine Erbkrankheit. Vorbeugende Maßnahmen, die die Erkrankung verhindern, gibt es nicht. Wenn aber familiär Augenkrankheiten sind, sollte man auf jeden Fall regelmäßig zur Vorsorge den Augenarzt aufsuchen. Sollte der begründete Verdacht bestehen, dass eine Retinitis Pigmentosa vorliegt, kann endgültige Gewissheit eine Erbgutanalyse bringen.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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