Übersäuerung des Körpers (Azidose) - Naturheilung - Natürliche Heilung Krankheiten Gesundheit mit Hilfe der Naturheilkunde

Naturheilkunde und Naturheilung
Heilmed-Krankheit.de
Natürliche Heilung mit Hilfe der Naturheilkunde
Direkt zum Seiteninhalt

Übersäuerung des Körpers (Azidose) - Naturheilung

Naturheilung
Eine Übersäuerung des Körpers entsteht unbemerkt. Man merkt es meist erst, wenn es zu spät ist. Die Übersäuerung des Körpers führt zu vielen Krankheiten. Die meisten Menschen denken bei einer Übersäuerung an Sodbrennen, dabei handelt es sich um zwei völlig unterschiedlichen Erkrankungen. Sodbrennen ist meist nur ein Symptom einer Übersäuerung.

Ist man erkrankt, z. B. an einer Halsentzündung, Bluthochdruck oder Kopfschmerzen, bekommt man von seinem Arzt meist Medikamente verschrieben, die man einnehmen soll. An einer eventuellen Übersäuerung des Körpers denkt meist kein Arzt.

Häufig haben jedoch die meisten Krankheiten und Beschwerden eine einzige Ursache gemeinsam - die Übersäuerung des Körpers.

Der Körper versucht über viele Jahre hinweg dies zu vermeiden. Nur wie lange er eine Übersäuerung vermeiden kann, hängt von der individuellen Konstitution, dem Lebensstil und den persönlichen Reserven ab.

Kann der Körper die Übersäuerung nicht mehr vermeiden, tauchen die ersten Symptome auf. Man fühlt sich dann meist müde, schlapp und ist ohne jeglichen Antrieb. Zu einem späteren Zeitpunkt kommen dann noch verschiedenste Symptome und die verschiedensten Leiden hinzu. Bedenken muss man auch, dass die verschiedensten Medikamente eine Übersäuerung noch verstärken - es droht ein endloser Kreis ohne Ausweg.

Die meisten Betroffenen denken bei Übersäuerung meist an Sodbrennen, das ist jedoch völlig verkehrt. Es sind zwei unterschiedliche Erkrankungen.
Eine Übersäuerung des Körpers ist häufig die Ursache von Gesundheitsproblemen und ist auch an der Entstehung von Sodbrennen beteiligt. Sodbrennen ist somit ein Symptom der Übersäuerung.
Inhalt

Was bedeutet Übersäuerung
Gesunde Lebensweise
Ungesunde Lebensweise
Atmungsabhängige (respiratorische Azidose) Übersäuerung
Metabolische Azidose (stoffwechselbedingte Übersäuerung)
Mögliche Ursache dieser Übersäuerung
Mögliche Folgen einer Übersäuerung (Azidose)
Welche Mineralstoffe verursachen eine Übersäuerung (Azidose)
Was bedeutet Übersäuerung

Im Körper gibt es verschieden Bereiche die sauer sein müssen, z. B. der Dickdarm oder das Scheidenmilieu. Im Säure-Basen-Haushalt müssen aber auch Bereiche basisch sein, damit sie richtig funktionieren. Hierzu zählt z. B. das Blut, die Zwischenzellflüssigkeit oder der Dünndarm.

Der Körper regelt den Säure-Basen-Haushalt durch komplizierte Regelmechanismen, um ihn im Gleichgewicht zu halten. Dazu zählen die Atmung, die Verdauung, der Kreislauf und die Hormonproduktion, um einen gesunden pH-Wert im Körper zu halten.
Krankheiten und Beschwerden
Bild: pixabay
Der pH-Wert wird durch eine z. B. Urinuntersuchung bestimmt. Ein Wert unter 7 bedeutet eine Übersäuerung an und ein Wert von über 7 eine Base.

  • pH-Wert weniger als 7: eine saure wässrige Lösung
  • pH-Wert gleich 7: neutrale wässrige Lösung (Eigenschaft von reinem Wasser)
  • pH-Wert über 7: basische (alkalische) wässrige Lösung

Ist der Säure-Basen-Haushalt gestört durch z. B. äußere Einflüsse, versucht der Körper zu viel Säure abzubauen. Die Regelmechanismen arbeiten auf Hochtouren. Hält dieser Zustand länger an, können die Mechanismen die Säureflut nicht mehr bewältigen und es kommt der Zeitpunkt der ersten Beschwerden.
Gesunde Lebensweise

Bei einer gesunden Lebensweise ist es normalerweise nicht möglich den Körper zu übersäuern. Bei Aufnahme gesunder Nahrung und einer normalen Verdauung kann der Körper die noch unbrauchbaren giftigen Stoffe neutralisieren und ausscheiden. Eine gesunde Ernährung und Lebensweise (Sport, Verzicht auf Alkohol und Zigaretten) hilft dem Körper im Gleichgewicht zu bleiben.

In Bezug auf die ernährungsbedingte Säurebelastung können Sie einiges tun. Hauptpfeiler ist eine Ernährungsumstellung und ggf. eine Nahrungsergänzung.

  • Viel trinken
  • Bewegung
  • Stress vermeiden
  • Säureausscheidungen anregen – regelmäßige körperliche Anstrengung, nicht übertreiben - regt die Säureausscheidung durch die Haut an.
Ungesunde Lebensweise

Eine ungesunde Lebensweise fördert die Übersäuerung des Körpers. Wir essen heute zu viel Fastfood und weitere ungesunde Dinge, die unseren Körper übersäuern. Maßgeblich wird die Übersäuerung des Körpers durch den Verzehr von säurebildender Nahrung und einer ungesunden Lebensweise verursacht.

Einige Beispiele, wodurch eine Übersäuerung (Azidose) des Körpers entsteht

  • Kaffe
  • Alkohol
  • Nikotin
  • Medikamente
  • Die meisten Milchprodukte
  • Süßspeisen
  • Zu wenig Flüssigkeit
  • Entzündungsprozesse
  • Zu wenig Mineralien (Vollkornprodukte, Nüsse, Obst, Gemüse)
  • Zu wenig basenbildende Nahrung
  • Kohlensäurehaltiges Mineralwasser
  • Tierische Eiweiße- Fleisch, Wurst, Eier
  • Sojaprodukte
  • Teig und Backwaren
  • Cola und andere Süßgetränke
  • Zu wenig Bewegung
  • Lebensmittelzusatzstoffe- Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Geschmacksverstärker, Süßstoffe
  • Stress, Ängste, Sorgen, Ärger
  • Übertriebener Sport

Bei Aufnahme dieser Beispiele entsteht bei der Verdauung (Stoffwechsel) große Mengen an Säure, Gifte und Stoffwechselprodukte, deren Verarbeitung die Regelmechanismen überfordern.

Dazu kommt dann meist noch, dass wir zu wenig für unseren Körper tun, um ihn bei der Ausscheidung der anfallenden Säure- und Schlackenmengen zu unterstützen. Wir bewegen uns kaum und achten auch nicht darauf, eine ausreichende Versorgung mit basischen Mineralstoffen aufzunehmen.
Atmungsabhängige (respiratorische Azidose) Übersäuerung

Die atmungsbedingte Übersäuerung beziehungsweise respiratorische Azidose entsteht immer durch eine verminderte Atmung (sog. Hypoventilation): Der Körper atmet dabei zu wenig Kohlendioxid (CO2) ab und das saure Kohlendioxid lagert sich in Form von Bikarbonat im Körper an. Unter anderem kann die atmungsbedingte Übersäuerung folgende Ursachen haben:

  • Erkrankungen der Lungen- Asthma bronchiale, Lungenemphysem, Lungenfibrose
  • Atemeinschränkung, z. B. Rippenbrüche
  • Lähmung des Atemzentrums im Gehirn
Metabolische Azidose (stoffwechselbedingte Übersäuerung)

Bei dieser Übersäuerung handelt es sich um eine stoffwechselbedingte Übersäuerung des Blutes. Es befindet sich eine zu hohe Konzentration saurer Stoffwechselprodukte im Blut, sodass die Puffersysteme überlastet sind und der pH-Wert schlagartig sinkt. Oft ist diese Form der Übersäuerung lebensbedrohlich.
Mögliche Ursache dieser Übersäuerung

Der Körper selbst bildet zu viel Säuren oder erhält zu viel Säuren von außen (sogenannte Additionsazidose). Mögliche Gründe sind:

  • Alkoholismus
  • Diabetes mellitus
  • Hungern
  • Schwere Muskelarbeit
  • Schock
  • Vergiftungen, z. B. durch Methanol in selbst gebrannten Alkohol, Glykol (Frostschutzmittel) oder aber durch Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure
Mögliche Folgen einer Übersäuerung (Azidose)

Wenn der Säure-Basen-Haushalt entgleist und eine daraus entstandene Übersäuerung unbehandelt bleibt, können im weiteren Verlauf zudem folgende Krankheiten entstehen:

Falten oder Cellulite

Beim Stoffwechsel fallen Säuren und Schlacken an. Erhöhen sich diese Substanzen im Körper, müssen diese zwischengelagert werden. Das geschieht dann in das Bindegewebe hinein und es entstehen Falten oder Cellulite.

Übergewicht

Es ist bekannt, dass sich Säuren und Schlacken in Fettzellen ansammeln. Als Abwehrreaktion des Körpers kann es sein, dass dieser mehr Fettzellen produziert. Warum? Weil die Fettzellen wichtige Organe vor zu viel Säurebefall schützen. Fettzellen und Cellulite-Polster können säurehaltige Schlacken auf Distanz halten. Es gibt tausende von Menschen, die den Körper auf ein basisches Umfeld umgestellt haben und dadurch massiv an Fett verloren haben.

Arthritis und Arthrose

Die Zwischenlagerung findet auch in den Gelenken statt, was zu Arthritis und Arthrose führen kann.

Organe

Aber auch in den Organen wie den Nieren, der Galle oder in der Blase sammeln sich Schlacken an und wachsen dort zu Nierensteinen, Gallensteinen oder Blasensteinen heran.

Blutgefäße

Weitere Ablagerungen finden in den Blutgefäßen statt, was zu Verengungen der Blutgefäße führt und es kommt zum Bluthochdruck, was wiederum zum Herzinfarkt oder einem Schlaganfall führen kann.

Allergien

Bestimmte Gifte, die sich in einem dauerhaft übersäuerten und sauerstoffarmen Zustand bilden sowie die Absorption unverdauter Eiweiße können Allergien auslösen. Wenn unser Verdauungssystem geschwächt ist, können beispielsweise Nahrungsmittelallergien entstehen.

Akne und Hautunreinheiten

Es gibt sehr viele verschiedene Ausprägungen der Akne und nicht wenige davon sind direkt mit ungesunder, unausgewogener Nahrung in Verbindung zu bringen. Insbesondere stark säurebildende Lebensmittel tendieren dazu Akne und unreine Haut auszulösen.

Erkältungen, Bronchitis, Kopfschmerzen

Wenn unser Körper-pH-Wert ausgeglichen ist und sich in einem (leicht) basischen Zustand befindet, funktioniert die Zusammenführung von Sauerstoff und dem Hämoglobin der roten Blutzellen in den Lungen optimal. Ist der pH-Wert zu niedrig (sauer), können sich Mikroben im Atmungssystem wesentlich leichter vermehren und daher u.a. Bronchitis, Erkältungen und Kopfschmerzen auslösen.

Weitere mögliche Erkrankungen: chronische Schmerzen, koronare Herzkrankheit, Neurodermitis, rheumatische Arthritis oder Gicht.

Hinweis: Bei einer Übersäuerung fehlt dem Körper oftmals Kalzium – daher holt sich der Körper das Kalzium aus anderen Bereichen, wie z.B. aus den Zähnen, aus dem Gewebe und den Knochen, wodurch diese schwach und brüchig werden.
Welche Mineralstoffe verursachen eine Übersäuerung (Azidose)

Die Nahrung, die wir aufnehmen, liefert neben Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten auch Mineralien. Einige dieser Mineralien sind säurebildend und andere wiederum sind basenbildend.

Zu den säurebildenden Mineralien gehören z. B. Schwefel, Phosphor, Chlor und Jod. Bei der Nahrungsumwandlung (Stoffwechsel) entstehen Säuren wie z. B. Schwefelsäure, Salzsäure und Phosphorsäure.

Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen gehören zu den basenbildenden Mineralien.

Der Körper benötigt alle Mineralien, um gesund zu bleiben. Jede Minerale erfüllt wichtige Aufgaben in unseren Körper. Genau genommen gibt es weder besonders gute noch sehr schlechte Mineralien.

Beispiel

Knochen und Zähne werden zusammen mit saurem Phosphor und basischem Kalzium aufgebaut. Jedoch müssen die beiden Mineralstoffe in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen, um gesunde Knochen und Zähne zu bilden.

Säuren selbst können im Organismus kaum gelagert werden. Sie würden unsere Eingeweide verätzen. Aus diesem Grunde müssen die entstehenden Säuren mit Hilfe basischer Mineralstoffe wie z. B. Calcium oder Magnesium neutralisiert werden. Neutralisierte Säuren sind Salze.
Vorheriger Beitrag: Gutes HDL-Cholesterin- Risikofaktor für einen Herzinfarkt?

Nächster Beitrag: Den Körper entsäuern – Naturheilung


Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
Zurück zum Seiteninhalt