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Untersuchung beim Frauenarzt – wer zahlt was?

Krankheiten
Einmal pro Jahr sollten Frauen zur Vorsorgeuntersuchung zum Frauenarzt, so die Empfehlung. Neben der gängigen Untersuchung, die den meisten Frauen bekannt ist, gibt es inzwischen eine ganze Reihe von weiteren Untersuchungen, für deren Kosten die Frau allerdings selbst aufkommen muss, die sogenannten Individuellen Gesundheitsleistungen oder kurz IGel-Leistungen. Wiederum fallen Untersuchungen aus den herkömmlichen Kassenleistungsuntersuchungen raus, da sie plötzlich IGel-Leistungen sind.
Bild: pixabay website5
Das verunsichert viele Patientinnen. Eine detaillierte Aufklärung hierüber wäre wünschenswert. Meist bleibt es aber den Patientinnen selbst überlassen, sich vorab darüber zu informieren. Denn häufig ist es doch so, dass die Patientinnen bei der Anmeldung eine Liste mit möglichen Sonderuntersuchungen bekommen. Diese sind bei Bedarf anzukreuzen oder auch nicht – die Kosten für diese Untersuchungen trägt die Patientin.

Natürlich möchte jede Frau, die zur Krebsvorsorgeuntersuchung zum Frauenarzt geht, das bestmögliche für ihre Gesundheit tun. Es stellt sich jedoch die Frage, ob jede dieser Untersuchungen, die zu den IGel-Leistungen zählen, notwendig sind. Denn gerade bei den Selbstzahlerleistungen zählen die Gynäkologen zu den geschäftstüchtigsten Ärzten.
Inhalt

Vorsorgeuntersuchung – Kassenleistungen
Vorsorgeuntersuchung – IGel-Leistungen
Vorsorgeuntersuchung - Kassenleistungen

Im Folgenden wird aufgeführt, welche Untersuchungen die Krankenkasse bezahlt:
Das Vorgespräch: Bevor der Arzt mit der Untersuchung beginnt, wird die Patientin nach möglichen gynäkologischen Beschwerden befragt, die in die Krankenakte eingetragen werden.
Die Untersuchung: Für die Untersuchung muss die Patientin auf den gynäkologischen Stuhl. Der Arzt schaut sich als erstes die äußeren Geschlechtsorgane an.
Der Krebsabstrich: Dann wird der Gebärmutterhals mit dem äußeren Muttermund untersucht und der sogenannte Krebsabstrich (Pap-Abstrich) entnommen. Dazu wird etwas Schleimhaut vom Gebärmutterhals mit einem Wattestab entnommen. In einem zytologischen Labor wird die entnommene Probe auf entartete Zellen untersucht, was eine Vorstufe von Gebärmutterhalskrebs bedeuten würde.
Abtasten des Unterleibs: Bei dem innerlichen Abtasten des Unterleibs, wird die Größe, die Form, die Oberflächenstruktur und die Beweglichkeit der Gebärmutter untersucht. Im Bereich der Eierstöcke wird ebenfalls durch Abtasten nach Veränderungen untersucht. Eine rektale Untersuchung wird ab dem 40. Lebensjahr vorgenommen.
Abtasten der Brust: Beim gründlichen Abtasten der Brüste wird der Frauenarzt nach Knoten in der Brust suchen. Der Frau wird empfohlen, selbst regelmäßig ihre Brust abzutasten und es wird ihr gezeigt, wie sie diese Selbstuntersuchung vorzunehmen hat.
IGel-Leistungen
Bild: fotolia.de
Vorsorgeuntersuchung – IGel-Leistungen

Die Entscheidung eine IGel-Leistung als weitere Untersuchung in Anspruch zu nehmen, obliegt der Patientin wie auch die Informationen über die jeweiligen Sonderuntersuchungen. Eine gute Hilfe bietet unter anderem der sogenannte IGel-Monitor im Netz, zusammengestellt vom Medizinischen Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e. V. (MDS). Der IGel-Monitor zeigt neben dem aktuellen Stand der Selbstzahlerleistungen auch Nutzen und Schaden der jeweiligen Untersuchungen auf, basierend auf wissenschaftlichen Studien.

Folgende Untersuchungen werden in gynäkologischen Praxen als Selbstzahlerleistungen angeboten, die sogenannten IGel-Leistungen (Individuellen Gesundheitsleistungen):
Ultraschalluntersuchung der Brust: Die Untersuchung der Brust per Ultraschall ersetzt nicht die Mammografie, die für Frauen ab 50 Jahre im Rahmen des Mammographie-Screening-Programms von den Krankenkassen bezahlt wird. Zwar werden bei der Ultraschalluntersuchung eher Tumore gefunden, wobei hiervon aber ein Teil nicht behandlungsbedürftig sind.
Kosten: 35 Euro bis 75 Euro
Ultraschalluntersuchung der Eierstöcke: Von dieser Untersuchung wird weitestgehend abgeraten und sollte nur bei konkretem Verdacht vorgenommen werden. Fälschlicherweise wurden Frauen aufgrund dieser Untersuchung sogar Eierstöcke entfernt, was nicht nötig gewesen wäre (siehe IGel-Monitor).
Kosten: ca. 53 Euro
ThinPrep-Test (Dünnschichtzytologie): Der Thin-Prep-Test soll zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs dienen. Der Unterschied zum Pap-Test, der ohnehin bei der Krebsvorsorgeuntersuchung gemacht wird und von der Krankenkasse bezahlt wird, ist, dass das entnommene Zellmaterial besonders gereinigt wird, bevor es mikroskopisch untersucht wird. Laut dem Berufsverband der Frauenärzte wird der ThinPrep-Test jedoch nicht empfohlen, da er keine genaueren Resultate zeige als der herkömmliche Pap-Test.
Kosten: ca. 50 Euro
Vorsorgeuntersuchung - IGel-Leistungen
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HPV-Test: Ein Test auf HP-Viren (Humane Papillomviren), wovon einige dieser Virentypen zur Entstehung von Gebärmutterhalskrebs beitragen können, schließen eine Gebärmutterhalserkrankung nicht aus, auch wenn der Test negativ ausfällt. Der „einfache“ Krebsabstrich im Rahmen der Krebsvorsorgeuntersuchung reicht völlig aus. Ist dieser unauffällig, kann man auf weitere Untersuchungen verzichten. Weist der Krebsabstrich dagegen Auffälligkeiten auf, werden weitere Untersuchungen von der Krankenkasse übernommen.
Kosten: ca. 50 Euro bis 80 Euro
Früherkennung Darmkrebs M2-PK-Test: Dieser Test ist umstritten (siehe IGel-Monitor). Denn, fällt der Test positiv aus, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass der Patient an Darmkrebs erkrankt ist, nur bei drei bis vier Prozent. Ab dem 55. Lebensjahr kann jeder Versicherte zur Darmspiegelung, eine sehr genaue Untersuchung, die von den Krankenkassen bezahlt wird und im Abstand von 10 Jahren wiederholt werden sollte.
Kosten: 30 Euro bis 40 Euro
Osteoporose-Vorbeugung: Bei dem Osteoporose-Test handelt es sich um eine Knochendichte-Messung. Empfohlen wird dieser Test für Frauen nach der Menopause, wenn Risiken bestehen wie zum Beispiel eine erhöhte Sturzgefahr, Verdacht auf Wirbelbruch oder auch ein geringes Körpergewicht sowie familiäre Vorbelastung. Untersucht wird mit unterschiedlichen Methoden, wie mit Röntgenstrahlen (DXA-Verfahren) oder auch per Ultraschall. Ein Nutzen dieses Tests ist laut Stiftung Warentest ist jedoch für diese Gruppe nicht belegt.
Kosten: 20 Euro bis 50 Euro
Fazit: Es gibt sicherlich noch weitere Sonderuntersuchungen (IGel-Leistungen), die hier nicht aufgeführt sind. Die Entscheidung diese Untersuchungen in Anspruch zu nehmen, liegt bei den Frauen. Die Meinungen über das „Für“ und „Wider“ dieser Untersuchungen sind breit gefächert.
Entscheidet man sich für eine dieser Untersuchungen, wird empfohlen, mit dem Arzt einen schriftlichen Behandlungsvertrag abzuschließen. Die Ärzte berechnen die Kosten zwar nach der Gebührenordnung, jedoch können sie von Arzt zu Arzt unterschiedlich ausfallen.

Als Informationshilfe zu IGel-Leistungen ist der IGel-Monitor im Internet zu empfehlen. Es kommt auch immer wieder zu Änderungen der Übernahme oder Nichtübernahme der Kosten, so dass man im Zweifelsfall vorab bei der Krankenkasse nachfragen sollte.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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