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Zeckenjahr 2021 -Wie sind die Aussichten?

News
Forscher warnen, dass die Zeckensaison 2021 noch stärker ausfallen könnte als 2020.

Mittlerweile ist bekannt, dass Zecken fast das ganze Jahr über aktiv sind. Früher haben Zecken einen Art Winterschlaf von ca. Ende November bis Ende Februar gehalten, denn Zecken fallen bei Temperaturen unter 7 Grad in eine Winterstarre. Steigt die Temperatur wieder an, krabbeln die Zecken jedoch wieder los. Da unsere Winter aber immer wärmer werden, müssen wir uns daran gewöhnen, dass die Zecken das ganze Jahr über aktiv sind.

Der gemeine Holzbock, der besser unter den Namen Zecke bekannt ist, soll sich in diesem Jahr besonders stark vermehrt haben, so dass es dieses Jahr ein besonders hohes Infektionsrisiko gibt.

Zecken befinden sich überwiegend an Büschen, Sträuchern und Gräsern.

Der gemeine Holzbock überträgt unter anderem die Borreliose und das FSME-Virus, das ist der Hauptverursacher der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) - eine Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute.

Inhalt

Borreliose
Der Schutz vor einer Borreliose-Infektion
Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)
Vorsorge Zeckenbiss
Tropische Zecken in Deutschland
Zeckenstich - Borreliose
Bild: pixabay website5
Borreliose

Borrelien sind Bakterien, die durch einen Zeckenstich übertragen werden können. Häufig erkennt man eine Lyme-Borreliose-Erkrankung an dem Symptom der Wanderröte. Diese ringförmige Hautrötung kann einige Tage bis Wochen nach einem Zeckenstich rund um die Einstichstelle beobachtet werden. Allerdings tritt sie nicht bei allen Patienten mit Lyme-Borreliose auf.

Der Krankheitsverlauf einer Borreliose hat verschiedene Stadien. Bei einer Inkubationszeit von bis zu 3 Wochen bildet sich meist um die Bissstelle herum eine ringförmige Rötung. Wenn hier keine rechtzeitige Behandlung eintritt, können in den darauf folgenden Wochen und Monaten Taubheitsgefühle, schmerzhafte Nervenentzündungen und Lähmungen eintreten. Diese Symptome treten schubweise auf, können aber auch wieder verschwinden. Das dritte Stadium fängt ca. nach einem halben Jahr oder auch länger an. In diesem Stadium haben die Betroffenen mit Gelenkentzündungen zu kämpfen. Im schlimmsten Fall treten chronische Entzündungen im Hirn- und Rückenmark auf, die bei einer Diagnosestellung oft mit Multipler Sklerose verwechselt werden.
Der Schutz vor einer Borreliose-Infektion

Der einzige Ansatzpunkt zum Schutz vor Borreliose ist der Zeckenstich sowie die Zeit, die zwischen Stich und Entfernung der Zecke vergeht. Aus diesem Grund ist es wichtig, in Wald- und Wiesenregionen sich über das bestehende Risiko bewusst zu werden und bestimmte Schutzmaßnahmen zu treffen. Bei Menschen, die viel in der Natur unterwegs sind, wurde eine vermehrte Infektionsrate festgestellt.
Bild: pixabay website5


Es gibt keinen Impfschutz gegen Borreliose.

Zu Maßnahmen gehört z. B. möglichst lange weiße Kleidung zu tragen, denn auf weißen Untergrund sind Zecken leichter zu erkennen und abends nach dem Ausflug den gesamten Körper gründlich nach Zecken abzusuchen.
Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Die FSME (Frühsommer-Meningo-Entzephalitis) ist eine durch Viren verursachte Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute, die durch Viren ausgelöst wird. In vielen Ländern Europas ist der Erreger zu Hause. In Deutschland gehören hauptsächlich Baden-Württemberg, Bayern und Südhessen dazu. Der Erreger ist in den vergangenen Jahren aber auch immer häufiger in nördlichen Regionen entdeckt wurden. Die Erkrankung wird durch Zecken übertragen, die sich den FSME-Erreger bei kleinen Säugetieren infiziert haben und ihn anschließend auf den Menschen übertragen können.

Nicht jede FSME-Infektion führt zu einem schweren Krankheitsverlauf. Wissenschaftler haben bisher noch nicht herausfinden können, warum es bei einigen Menschen zu schweren Erkrankungen und sogar zu Todesfällen kommt, während andere FSME-Infizierte nur leicht oder gar nicht erkranken. Sicher ist, dass das Alter der Infizierten eine wesentliche Rolle spielt. Je älter die Person, umso schlimmer kann die FSME verlaufen. Auch das Geschlecht scheint einen Einfluss zu haben: Die FSME trifft Männer ungefähr doppelt so häufig wie Frauen. Noch deutlicher ist das Verhältnis bei den schweren Verläufen der FSME: Männer sind rund dreimal so oft betroffen.

Hält man sich in Gebieten auf, in denen Zecken weit verbreitet sind oder wohnt sogar dort, empfiehlt die STIKO eine FSME-Impfung. Dies gilt besonders für die Monate April bis November.
Vorsorge Zeckenbiss

Freie Körperstellen und Kleidung mit Insektenschutzmittel behandeln. Lange Hosen in die Strümpfe stecken. Langärmlige Kleidung bevorzugen.
Bild: pixabay website5


Nach dem Aufenthalt im Freien (Wald, Wiese usw.) eine körperliche Untersuchung nach Zecken vor dem Duschen. Besondere Aufmerksamkeit den Haaren, der Achselhöhle und Leiste widmen. Kleidung waschen.
Tropische Zecken in Deutschland

Forscher haben eine Tropische Zecke in Deutschland entdeckt, die sogenannte Hyalomma.

Die Hyalomma-Zecken kommen eigentlich aus den Tropen und sind wahrscheinlich über Zugvögel oder Reisende mit Haustieren eingeschleppt worden. Im Hitzesommer 2018 sind sie über drei Dutzend Mal in Deutschland gesichtet worden.

Tropische Hyalomma-Zecken werden bis zu zwei Zentimeter groß. Ein besonderes Merkmal der Tropischen Zecke sind ihre gestreiften Beine. Seit einigen Jahren werden sie bei uns gesichtet.

Die tropische Zecke kann Erreger verschiedener Krankheiten übertragen. So zum Beispiel das Zecken-Fleckfieber (Hautveränderungen und Fieber), was durch Rickettsia-Bakterien ausgelöst wird. Die Rickettsia-Bakterien wurden in einem der Tiere von den Forschern gefunden. Auch als virale Verursacher des gefährlichen Krim-Kongo-Fiebers ist die Tropische Zecke gefürchtet.

Ob sich die Tropische Zecke tatsächlich in Deutschland ansiedelt, kann derzeit noch nicht beantwortet werden. Bis jetzt wurden ja nur vereinzelt Exemplare gefunden. Allerdings ist zu befürchten, dass bei langanhaltenden Hitzeperioden eine Vermehrung dieser Zeckenart oder auch anderer Zeckenarten gut möglich ist.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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