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Achillessehnenverletzungen – Reizungen, Riss oder Entzündung

Krankheiten

Gerade bei Sportlern durch schnelle Sprints, abruptes Stoppen wie z. B. beim Tennis, belastet die Achillessehne bis an ihre Grenzen.

Die Achillessehne (Tendo calcaneus) ist zwar die stärkste Sehne des menschlichen Körpers, kann aber nicht allen Beanspruchungen des menschliches Geh- und Laufapparates standhalten.

Die Achillessehne verbindet den Fersenknochen, das sogenannte Fersenbein mit der Wadenmuskulatur. Am oberen Ende geht die Sehne in den dreiteiligen Wadenmuskel über und das untere Ende ist am Fersenbein befestigt. Sie ermöglicht den Menschen auf Zehenspitzen zu stehen und ihn beim Laufen und Springen abzustoßen.


Die häufigsten Verletzungen an der Achillessehne sind Reizungen und Entzündungen im Bereich kleiner Verschleißdefekte bis hin zum kompletten Riss der Sehne (Achillessehnenruptur).

Ein Riss der Achillessehne entsteht meist durch einer chronischen, starken Überbelastung der Sehne z. B. beim Sport oder bei harter körperlicher Arbeit und nicht wie meist vermutet durch Gewalteinwirkung von außen.

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Sollte die Achillessehne gerissen sein, ist das Sprunggelenk nur noch sehr eingeschränkt funktionstüchtig und wenn dann nur unter sehr starken Schmerzen. Es ist dann kaum möglich den Fuß aufzusetzen und zu belasten oder auf Zehenspitzen zu stehen.

Zu beachten ist aber, dass eine gesunde Sehne fast nie reißt. Wenn es zum Riss kommen sollte ist das Sehnengewebe meist vorgeschädigt durch anhaltende Reizungen oder Entzündungen durch Mikrotraumen (Kleinstrisse), wodurch die Widerstandsfähigkeit des Sehnengewebes herabgesetzt ist. Bemerkbar macht sich das durch schon vorher wiederkehrende Schmerzen (Achillodynie).

Inhalt
Ursachen von Achillessehnenverletzungen
Symptome einer Achillessehnenverletzung
Sehnenreizung Symptome
Diagnose einer Achillessehnenverletzung
Therapie einer Achillessehnenverletzung
Achillessehnenreizung – Was kann man tun?
Therapie eines Achillessehnenriss
Die Behandlung ohne Operation
Vorbeugung eines Achillessehnenrisses

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Achillessehnenverletzungen – Reizungen, Riss oder Entzündung
Bild: clip-dealer

Ursachen von Achillessehnenverletzungen

Wie oben schon erwähnt ist für einen Achillessehnenabriss nicht die Gewalteinwirkung von außen, sondern die plötzliche starke Belastung bei vorgeschädigter Sehne durch Bewegungen, die das Sprunggelenk besonders beanspruchen, verantwortlich.

Solche Bewegungen kommen vor allem bei Sportarten vor, die schnelle Sprints, jähe Stopps und Richtungswechsel erfordern, wie Tennis, Handball, Rugby oder Fußball. Risse entstehen aber auch bei völlig untrainierten Personen, die ihre Sehnen plötzlich überfordern – die zum Beispiel bei gelb noch schnell über die Straße rennen wollen.

An einer gesunden Achillessehne ist ein Riss fast unmöglich und kommt nur sehr selten vor. Wenn die Sehne ohne Vorschaden ist, bricht bei einem entsprechenden Unfall eher ein Teil des Fersenbeins am Sehnenansatz aus, als das die Sehne zerreißt.

Viel häufiger kommen Risse bei geschwächten, vorgeschädigten Sehnen vor, die durch anhaltende Reizungen und Entzündungen überbelastet wurden.

Krankheiten, die Reizungen im Bereich der Achillessehne fördern, sind z. B. Arthrose, Gicht oder Diabetes. Weitere Risikofaktoren sind Fußfehlstellungen, ungeeignete Schuhe, verkürzte Wadenmuskeln, mangelhaftes Aufwärmen vor dem Sport, wiederholte Überlastung beim Sport und generelles höheres Lebensalter.

Ein zurückliegender Teilriss erhöht die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Ruptur. Ein hohes Risiko gehen auch völlig Untrainierte ein, die sich plötzlich mit einer Sportart befassen, bei der sie sich abrupt abstoßen müssen (zum Beispiel Hoch- oder Weitsprung).

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Symptome einer Achillessehnenverletzung

Reißt die Achillessehne, fühlt es sich an, wie ein Schlag auf die Ferse und wird oft von einem deutlich vernehmbaren, peitschenartigen Geräusch begleitet. Der Betroffene spürt beim Riss der Sehne einen schmerzhaften Stich oder Schlag im Bereich der Wade oder der Ferse. Beim Fußball glaubt der Betroffene oft, dass ein Gegner ihm in die Ferse getreten hat.

Die Folge des Risses ist, dass der Betroffene seine Fußspitze nicht mehr senken kann (nach unten). Aufstehen oder Gehen kann zwar noch möglich sein, bereitet aber heftige Schmerzen. Der Fuß kann über den Ballen nicht mehr abgerollt werden.

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Sehnenreizung Symptome

Bei einer Entzündung oder einer chronischen Achillessehnen-Reizung kommt es zu Schmerzen, wenn die Wadenmuskeln angespannt oder gedehnt werden oder aber wenn das Fußgelenk längere Zeit belastet wird.

Auf eine Sehnenreizung können zum Beispiel erste schmerzhafte Schritte am Morgen hindeuten. Der Grund dafür ist, dass die Füße über Nacht überwiegend in einer Spitzfußstellung gehalten werden (Fußspitzen nach unten gestreckt) bei angezogenen Fersen. Beim ersten morgendlichen Auftreten wird die Achillessehne dann besonders angespannt.

Zu ertasten ist die gereizte Achillessehne etwa fünf Zentimeter oberhalb des Fersenbeins spindelförmig verdickt. Bei Druck auf die verdickte Stelle verstärken sich die Beschwerden. Bei einer sehr starken Entzündung kann sich ein Reibungsgeräusch beim Bewegen des Fußes entwickeln. Bei immer wiederkehrenden Schmerzen sollte ein Orthopäde aufgesucht werden. Sollte der Verdacht auf einen Achillessehnenriss vorliegen ist natürlich ein sofortiger ärztlicher Rat nötig.

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Diagnose einer Achillessehnenverletzung

Zuerst wird sich der Arzt nach den aktuellen Beschwerden erkundigen. Wichtig hierbei ist z. B. bei welcher Aktion Schmerzen ausgelöst werden. Weiter wird er wissen wollen, welche begleitenden Krankheiten der Betroffene hat und sich auch nach seinen Sport- und Bewegungsgewohnheiten erkundigen.

Danach prüft der Arzt ob der Patient auf den Zehenspitzen gehen und auf einem Bein stehen kann. Das betroffene Sprunggelenk wird auf Funktion und Schmerzempfindlichkeit geprüft. Zusätzlich wird der Bereich um die Sehne abgetastet, um festzustellen, ob ein Riss einige Zentimeter über der Ferse vorliegt, festellbar durch die Bildung einer Delle an dieser Stelle.

Der Wadenkneiftest nach Thompson: Drückt der Arzt die Wadenmuskulatur zusammen, bewegt sich der Fuß normalerweise reflexartig in eine Spitzfußhaltung – also Fußspitze nach unten, Ferse nach oben. Funktioniert das nicht mehr richtig, ist der Wadenkneiftest positiv, also auffällig. Dann liegt aller Wahrscheinlichkeit nach ein Achillessehnenriss vor.

Sollte sich eine eindeutige Diagnose nicht ergeben, kommt eine Ultraschall-Untersuchung (Sonografie) in Frage, dabei sind die Einzelheiten der Achillessehnen-Verletzung zu erkennen. Weitere Möglichkeiten zur Diagnosesicherung ist eine Kernspintomografie der betreffenden Stelle. So lässt sich zum Beispiel klären, ob kleine Gewebeanteile im Inneren der Sehne abgestorben sind. Bei einer direkten Verletzung, beispielsweise einer Stoßverletzung, kann auch eine Röntgenuntersuchung der angrenzenden Knochen erforderlich sein.

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Therapie einer Achillessehnenverletzung

Hat man eine Achillessehnenverletzung ist Schonung das beste Heilmittel. Bei einer Reizung z. B. kann das schon genügen.

Bei Riss der Achillessehne wird meistens operiert.

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Achillessehnenreizung – Was kann man tun?

Ist die Sehne gereizt empfiehlt der Arzt meist das Sprunggelenk in leichter Spitzfußstellung zu schonen, das heißt, Fußspitze nach unten gestreckt und die Ferse angezogen. Diese Maßnahme sollte auch eingehalten werden, da eine Reizung eine Neigung zur chronischen Erkrankung der Sehne hat, was wiederum das Risiko für einen Riss erhöht. Die Spitzfußstellung nimmt Spannung von der strapazierten Sehne und der Wadenmuskulatur. Man sollte zusätzlich auf Sportarten verzichten, die die Achillessehne und die Wadenmuskulatur belasten.


Manchmal rät der Arzt auch zu Bandagen oder erhöhten Schuhabsätzen.

Diagnose einer Achillessehnenverletzung
Bild: clip-dealer

Die schmerzenden Stellen kann man in den ersten Tagen auch kühlen und mit durchblutungsfördernden Salben einreiben. Linderung verschaffen auch Schmerzmittel wie Diclofenac oder Ibuprofen. Hier muss man aber auf mögliche Nebenwirkungen im Magen-Darm – und Herz-Kreislaufbereich achten. Der Arzt kann in den Bereich um die entzündete Stelle ein Gemisch aus entzündungshemmendem Kortison und einem örtlich wirksamen Betäubungsmittel spritzen und damit in der Regel schnell und wirksam helfen. Diese Infiltration muss aber fachgerecht erfolgen. Zu häufige Gaben können das Risiko für einen Riss erhöhen.

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Therapie eines Achillessehnenriss

Liegt der Verdacht auf einen Achillessehnenriss vor muss ein Arzt aufgesucht werden. Die erste Maßnahme wäre es, das Bein zu entlasten und hoch zu lagern. Die schmerzende Stelle kann gekühlt werden (Kühlung nicht direkt mit der Haut in Kontakt kommen lassen).

Der Riss der Achillessehne erfordert meist eine Operation, die sogenannte Achillessehnen-Rekonstruktion. Nur durch eine möglichst schnelle Versorgung kann die volle Funktion des Fußgelenks und der Sehne erhalten bleiben. Ohne eine rechtzeitige Therapie kann es unter Umständen zu einer Rückbildung (Atrophie) der Wadenmuskulatur kommen. Bei der Achillessehnen-Rekonstruktion näht der Arzt die gerissene Sehne wieder zusammen. Gegebenenfalls verstärkt er sie mit einer kleinen benachbarten Sehne, die elastischer ist als die Achillessehne und nicht so leicht einreißt. Liegt die Verletzung bereits längere Zeit zurück, und hat sich inzwischen die Wadenmuskulatur verkürzt, wird die Achillessehne durch operationstechnische Tricks verlängert.

Die Wundheilung dauert ca. 10 bis 14 Tage. In dieser Zeit tragen die Betroffenen einen sogenannten Oberschenkel-Liegegips oder einen Oberschenkel-Gipslongette, das ist ein fester Gipsverband der bis über das Kniegelenk reicht. Es folgt dann mindestens für vier Wochen ein Gehgips oder eine Unterschenkel-Stiefel-Orthese in entlastender Spitzfußstellung. Danach fängt die Physiotherapie an. Es werden hier der verkürzte Wadenmuskel und die eingeseiften Gelenke des Beins behandelt um sie in alter Form zu bringen.

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Die Behandlung ohne Operation

Diese konservative Therapie des Achillessehnenrisses (Verzicht auf eine Operation) wir in Deutschland weniger angewandt. Wenn jedoch bestimmte Vorerkrankungen vorliegen, die einen chirurgischen Eingriff sehr risikoreich machen würden, wird sie angewandt. Der Patient muss dann für eine bedeutend längere Zeit Gipsverbände oder gegebenenfalls spezielles orthopädisches Schuhwerk oder Orthesen (Schienenapparate) tragen. Denn die Sehne braucht Zeit und Ruhe, um heilen zu können. Physiotherapie und Wärmetherapien können den Prozess eventuell unterstützen.

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Vorbeugung eines Achillessehnenrisses

Wirklich vorbeugen kann man nicht. Den normalen Verschleiß und Abnutzungsprozess der Sehne kann man nicht verhindern. Es gibt aber einige Möglichkeiten das allgemeine Verletzungsrisiko zu senken:

  • Nicht überlasten, nach Sport oder Anstrengungen für Erholungsphasen sorgen

  • Regelmäßiger, moderater Sport ist günstiger als seltene Spitzenleistungen

  • Vor dem Training immer die Muskeln gut aufwärmen

  • Beim Sport die Belastung nur allmählich steigern

  • Auf gute, individuell passende Schuhe achten.

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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.

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