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Agitiertheit, auch Agitation genannt – innerliche Erregung

Ein Zustand der innerlichen Erregung mit einem unstillbaren Bewegungsdrang nennt man Agitiertheit oder Agitation. So kann der Betroffene zum Beispiel nicht stillsitzen und läuft ständig auf und ab.

Agitiertheit oder Agitation wird in der Medizin als ein Symptomkomplex bezeichnet. Ärzte sprechen bei Agitiertheit auch von einem psychomotorischen Erregungszustand, wenn sich die innere Unruhe in hastigen und ziellosen Körperbewegungen äußert und sich bis hin zu aggressivem Verhalten steigert.

Betroffene, die an Agitiertheit leiden, verspüren meist in sich selbst eine innere Anspannung. Im Gegensatz zu normaler Nervosität kann man, wenn man an Agitiertheit leidet, den Bewegungsdrang nicht unterdrücken. Patienten müssen ständig irgendetwas tun, sie laufen ständig herum, zupfen sich an der Kleidung oder zappeln ständig herum. Auch können sie aggressiv werden und haben häufiger unkontrollierte Wutausbrüche.

Die Behandlung einer Agitiertheit ist je nach Auslöser unterschiedlich. Sie kann zum Beispiel eine Begleiterscheinung einer organischen oder psychischen Erkrankung sein. So ist es wichtig, die eigentliche Ursache der Agitiertheit zu kennen, um sie richtig zu behandeln.
Inhalt

Agitiertheit, auch Agitation genannt – Wie kommt es dazu?
Weitere möglichen Ursachen einer Agitiertheit sind zum Beispiel
Agitiertheit bei Kindern
Agitierte Depression
Unterscheidung Agitiertheit und Nervosität
Agitiertheit – Was kann man tun?
Tipps zur Agitiertheit
Agitiertheit – Behandlung
Weitere Themen
Agitiertheit – Behandlung
Bild: website5
Agitiertheit, auch Agitation genannt – Wie kommt es dazu?

Ausgelöst werden kann die Agitiertheit durch verschiedene Erkrankungen, so zum Beispiel durch psychische Erkrankungen wie Demenz, Depressionen oder auch durch Schizophrenie. Aber auch die übermäßige Einnahme von Drogen oder übermäßiger Alkoholgenuss sowie der Entzug von Drogen oder Alkohol kann zu Agitiertheit führen.
Weitere möglichen Ursachen einer Agitiertheit sind zum Beispiel:

Nebenwirkungen von Medikamenten: Bei Einnahme von Beruhigungsmittel, wie z. B. Benzodiazepinen oder Opioid-Schmerzmitteln, wie Morphin. Bei diesen Medikamenten kann eine sogenannte paradoxe Reaktion auftreten. Es kommt bei dem Betroffenen zu einem Agitationszustand, obwohl das Medikament auf den Patienten beruhigend wirken sollte. So können auch Medikamente gegen Depressionen, wie zum Beispiel Venlafaxin oder Lithium sowie Cortison ähnliche Wirkstoffe eine Agitiertheit auslösen. Häufig passiert das, wenn diese Medikamente überdosiert werden.

Sehr selten ist, dass eine Agitiertheit nach einer Operation auftritt, als Nebenwirkung einer Narkose.
Organische Erkrankungen: Auch bei einer Schilddrüsenüberfunktion, bei Epilepsie oder einer Entgleisung des Stoffwechsels, beispielsweise bei Diabetes oder einer Entgleisung der Elektrolyte sowie ein Asthmaanfall oder Sauerstoffmangel kann ein Agitationszustand auslösen.
Psychischer Erkrankungen: Krankheiten wie Demenz, Depression, Schizophrenie, Borderline-Persönlichkeitsstörung, Angststörungen und akute psychische Belastungen können als Symptom die Agitiertheit beinhalten.
Da es bei der Agitiertheit häufig zu verstärkter Reizbarkeit und aggressivem Verhalten kommt, ist in seltenen Fällen eine vorübergehende Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik erforderlich.
Agitiertheit - Agitation
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Agitiertheit bei Kindern
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Treten bei Kindern die Symptome einer Agitiertheit auf, kann dies ein Hinweis auf eine Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung oder kurz ADHS sein. Auch hier kommt es zu einem Bewegungsdrang und zum anderen zu Konzentrationsstörungen und zu impulsivem Handeln.
Agitierte Depression

Diese Form der Erkrankung ist eine spezielle Form der depressiven Störung. Die hier auftretenden Symptome sind mitunter von den typischen Anzeichen einer Depression unterschiedlich.

Bei einer klassischen Depression, bei der die Patienten über Antriebslosigkeit klagen und eine Verlangsamung der Bewegungsabläufe haben, zeichnet sich eine Agitierte Depression durch Rastlosigkeit und Getriebenheit aus. Zudem kommt es hier häufig zu quälenden Angstzuständen und starker innerer Unruhe. Durch seine impulsiven Handlungen kann es bei diesen Patienten zu einem erhöhten Selbstmordrisiko kommen. Bei einer Agitierten Depression ist es deswegen wichtig, die Symptome frühzeitig zu erkennen, um eine frühzeitige psychotherapeutische Behandlung einzuleiten.
Unterscheidung Agitiertheit und Nervosität

Viele Menschen kennen Nervosität. Sie äußert sich meist als Ruhelosigkeit, so kann man nicht stillsitzen, weil eine Prüfung auf einen wartet. Man knabbert an seinen Fingernägeln und läuft hin und her, bis man endlich an der Reihe ist.

Das agierte Verhalten ist wesentlich extremer und belastender für den Betroffenen. Die Art und das Ausmaß der Bewegungsabläufe können je nach Erkrankung sehr unterschiedlich sein.

So wirkt der Betroffene, als ob er unter Strom stehen würde. Er rutscht zum Beispiel auf seinem Stuhl hin und her, zupft oder zerrt sogar an seiner Kleidung und wippt mit den Beinen. Zudem läuft er ziellos auf und ab, räumt Schränke aus und wieder ein. Manche Patienten wirken ratlos oder verzweifelt und wiederholen ständig bestimmte Sätze oder Fragen. Schlimm wird es für Angehörige, wenn der an Agitiertheit Leidende, reizbar, aggressiv und gewalttätig ist. Bei einer ausgeprägten Agitiertheit kann es unter Umständen zu einer lebensgefährlichen Situation für den Betroffenen und sein Umfeld kommen. Dieser Fall sollte dann als medizinischer Notfall behandelt werden.
Agitiertheit – Was kann man tun?

Wichtig ist, dass, wenn man einer agitierten Person gegenübersteht, Ruhe zu bewahren und Gelassenheit auszustrahlen.

Da der Zustand für den Patienten höchst beängstigend erscheint, machen Sie ihm mit ruhigen Worten klar, dass Hilfe möglich ist. Schaffen Sie für den Betroffen eine ruhige Umgebung und beseitigen Sie unnötige störende Reize.

Zudem sollte man darauf verzichten, die agitierte Person festzuhalten oder physisch einzuschränken, denn dies führt meist zu einer Verstärkung der Aktivitätsproblematik.

Sollte der Betroffene jedoch ein aggressives Verhalten zeigen und somit eine Gefahr für sich selbst und andere darstellen, zögern Sie nicht den Rettungsdienst (Feuerwehr 112) zu rufen. Kommt es zu dieser schweren Agitiertheit kann es notwendig sein, dass der Patient mit Beruhigungsmitteln behandelt werden muss.

Auch ist eventuell durch den Notarzt der Patient in eine psychiatrische Klinik einzuweisen um eine Eigen- oder Fremdgefährdung abzuwenden.

Kann man den Betroffenen beruhigen, so dass die Agitiertheit nachlässt, sollte ein Agitationszustand immer von einem Arzt oder einem Psychotherapeuten abgeklärt werden. Es ist wichtig, den zugrunde liegenden Ursachen auf den Grund zu gehen.

Sehr schwierig gestaltet sich die Agitiertheit bei dement Betroffenen. Diese Patienten können meist durch ihre eingeschränkten geistigen Fähigkeiten ihre Situation meist nicht erfassen. Dadurch wird ein beruhigendes Gespräch meist erschwert. Auch kommt es bei ihnen zu einem Unruhezustand meist nachts, was eine erhöhte Verletzungs- und Sturzgefahr für den Patienten bedeutet.

Zudem muss man bei diesen Patienten beachten, dass Beruhigungsmittel bei älteren Personen mit Demenz ein erhöhtes Risiko darstellen. Diese Medikamente schränken die geistigen und motorischen Fähigkeiten zusätzlich ein.

Bei diesen Patienten kann man zusätzlich zur medikamentösen Therapie versuchen, den Betroffenen mit Duftaromen und beruhigender Musik zu beruhigen.
Tipps zur Agitiertheit

Die Agitation kann man mit einfachen Mitteln positiv beeinflussen. Sorgen Sie für eine ruhige und störungsfreie Umgebung und sorgen Sie für den Patienten für ausreichend Ruhe und Schlaf. Zudem ist es hilfreich tagsüber für ausreichend Helligkeit und nachts für eine dunkle Umgebung zu sorgen.
Agitiertheit – Behandlung

Kommt es zu einer akuten Agitiertheit ist der Einsatz von Beruhigungsmitteln, wie zum Beispiel Benzodiazepine nötig. Der Patient wird so beruhigt und psychisch entlastet. Diese Medikamente sollten jedoch nicht über einen längeren Zeitraum eingenommen werden.

Es sollte eher eine Ursachenfindung, für die Agitiertheit erfolgen. So muss geklärt werden, ob beispielsweise eine Depression der Auslöser war. In solch einem Fall können Antidepressiva zur Behandlung zum Einsatz kommen. Ist die Agitiertheit als Begleiterscheinung einer Schizophrenie erkannt, kommen Neuroleptika (auch Antipsychotika genannt) zum Einsatz.

Da aber auch Alkohol- oder Drogenmissbrauch, Demenz oder Medikamentenüberdosierung als Auslöser von Agitation in Frage kommen, ist eine präzise Diagnose entscheidend, um anschließend eine geeignete Therapie einzuleiten.

Zudem können auch organische Erkrankungen Auslöser einer Agitiertheit sein. In diesem Fall muss die Ursache behandelt werden. Hierzu gehören unter anderem eine Schilddrüsenüberfunktion, eine Epilepsie, ein Diabetes oder ein Asthmaanfall.
Die Therapie richtet sich nach dem Auslöser der Agitiertheit.
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