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Akromegalie – seltene Krankheit

Die Akromegalie ist eine seltene Krankheit. Sie betrifft in unserer Bevölkerung ca. 40 bis 70 Menschen von einer Million.

Meist tritt sie zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr auf.

Wenn die Hände und Füße größer werden und die Gesichtszüge gröber wirken, kann die Ursache eine Akromegalie sein.

Betroffen sind die Körperenden (griechisch- Akros = Spitze), wie zum Beispiel Hände und Füße, Nase und Kinn. Häufig kommt es auch zu psychischen Belastungen. Zudem kann es durch ein Wachstum der Zunge auch zu Sprach- und Schluckstörungen kommen. Durch Verdickung der Haut mit Zunahme der Talg-und Schweißdrüsen kommt es zu vermehrtem Schwitzen und vermehrter Behaarung.

Die Ursache dieser Erkrankung ist, dass zu viel Wachstumshormone im Blut vorhanden sind. Das verantwortliche Wachstumshormon stammt aus der Hypophyse (Hirnanhangsdrüse).

Meist vergehen von den ersten Krankheitszeichen bis zur Diagnose „Akromegalie“ bis zu 10 Jahre.

Dass eine sichere Diagnose so lange dauert, hat mehrere Gründe:

  • Zum einen entwickeln sich die Veränderungen schleichend, sodass auch der Betroffene erst sehr spät seine Veränderungen bemerkt.
  • Manche Beschwerden können auch bei anderen Erkrankungen vorkommen.
  • Es ist eine seltene Erkrankung, deshalb kann es vorkommen, dass der Arzt zunächst nach anderen Ursachen für die Beschwerden sucht.

Die Veränderungen geschehen unter dem Einfluss des übermäßig produzierten Wachstumshormons. Wachstumshormone stimuliert die Bildung eines Botenstoffes (IGF-1) in der Leber. IGF-1 fördert das Wachstum von Knorpel, Knochen Muskeln und Bindegewebe. Ein Überschuss führt beim Heranwachsenden zu einem übermäßigen Längenwachstum, beim Erwachsenen zu einer Vergrößerung der Körperenden und inneren Organe.
Akromegalie – Diagnose
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Akromegalie – Ursachen
Akromegalie – Symptome
Akromegalie – Diagnose
Akromegalie – Behandlung/Therapie
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Akromegalie – Ursachen

Die häufigste Ursache einer zu hohen Ausschüttung des Wachstumshormons sind sogenannte Hypophysenadenome. Adenome sind gutartige hormonbildende Tumore. Die Zellen in diesen Tumoren bilden das Wachstumshormon unabhängig von dem normalen Regelkreislauf zur Bildung von Wachstumshormonen. Da der normale Regelkreislauf die Produktion in den Adenomen nicht unterbinden kann, kommt es zu einem krankmachenden Überschuss an Wachstumshormonen.

Extrem selten sind bösartige Tumoren die Ursache einer Akromegalie.
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Akromegalie – Symptome

  • Hände und Füße werden größer
  • Ringgröße und Schuhgröße ändern sich
  • Gesichtszüge ändern sich
  • es kommt zu wulstig aufgetriebenen Rändern der Augenhöhle
  • ein hervortretendes Kinn,
  • große Ohren und Nase und
  • aufgeworfene Lippen.
  • Schmerzen an den großen Gelenken
  • Kopfschmerzen
  • Sehstörungen
  • Schweißneigung
  • Übermäßig große Zunge
  • Veränderungen der Zahnstellung, durch Vergrößerung des Kiefers
  • Veränderungen an inneren Organen
  • Fettstoffwechselstörungen

Bei einer zu großen Zunge kommt es zum Beispiel zu Artikulationsstörungen und zu einem Schlafapnoesyndrom sowie zum Schnarchen mit Atempausen beim Schlafen.

Wächst der Kiefer kommt es zu Veränderungen der Zahnstellung, so dass der Betroffene Schwierigkeiten hat zu kauen.

Sind die inneren Organe vom Wachstum betroffen (Viszeromegalie) kann das zu schwerwiegenden Problemen führen. So führt es zum Beispiel am Herzen zu undichten Herzklappen und Störungen des Herzrhythmus. Auch ein Bluthochdruck kommt häufig vor.

Zu den weiteren Symptomen zählen Fettstoffwechselstörungen und eine Insulinresistenz bis hin zu Diabetes. Das führt wiederum zum Risiko für krankhafte Gefäßveränderungen.

Betroffene sind somit stark für Komplikationen des Herz-Kreislauf-Systems gefährdet. Bevor es wirksame Therapien gegen die Akromegalie gab, waren diese Komplikationen die häufigste Todesursache bei Menschen mit Akromegalie, ca. 80 %.
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Akromegalie – Diagnose

Zunächst wird die Menge an GH und IGF-I im Blut bestimmt. Ist ein erhöhter Hormonspiegel messbar, erfolgt ein sogenannter Glukosetoleranz-Test. Bei diesem Test trinkt der Betroffene eine Traubenzuckerlösung mit insgesamt 75 Gramm Glukose. Nach einer definierten Zeit bestimmt der Arzt den GH-Spiegel im Blut. Der erhöhte Blutzucker unterdrückt normalerweise die Ausschüttung von GH. Ist dies nicht der Fall und der GH-Spiegel immer noch erhöht ist eine ungesteuerte GH-Bildung (GH-Exzess) vorhanden.

Nach diesem Test wird eine MRT-Untersuchung durchgeführt. Meistens kann der Arzt mit dieser Untersuchung das auslösende Hypophysenadenom erkennen. GH-bildendes Gewebe außerhalb der Hypophyse gibt es kaum.

Zur weiteren Diagnostik gehört zudem die Bestimmung der anderen von der Hypophyse gebildeten und gesteuerten Hormone. Dazu gehören zum Beispiel das Prolaktin und die Hormone der Nebennierenrinde. Nicht selten ist bei einem Hypophysenadenom die normale Hypophysenfuktion unzureichend.
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Akromegalie – Behandlung/Therapie

Das Ziel einer Behandlung ist, die oben beschriebenen Komplikationen einer Akromegalie so gering wie möglich zu halten. Eine Heilung ist nur durch die operative Entfernung des Tumors möglich. In Fällen, in denen der Tumor nicht oder nur teilweise operativ entfernt werden kann, kann versucht werden, den Tumor durch gezielte Bestrahlung zu verkleinern oder die Wachstumshormonproduktion durch Medikamente zu hemmen.
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Dazu gehört auch den Hormonspiegel wieder ins Gleichgewicht zu bringen.  Um das zu erreichen, eignet sich zum Beispiel eine Operation des Hypophysenadenoms. Auch helfen Medikamente und verschiedenen Formen einer Bestrahlung um das Gleichgewicht des Hormonspiegels wieder zu erreichen.

Die erste Wahl bleibt jedoch die Entfernung des Hypophysentumors durch eine Operation. Diese Operation wird meist durch die Nase durchgeführt (transsphenoidaler Zugang).

Ziel der operativen Therapie ist es, den Tumor zu entfernen und dabei die Funktion der Hypophyse zu erhalten. Gelingt das mit der Operation nicht, kommen Medikamente wie Dopamin-Agonisten, Somatostatin-Analoga, Wachstumshormon-Antagonisten oder eine Strahlentherapie zum Einsatz. Akromegalie-Erkrankte müssen ihr Leben lang unter Kontrolle des Hausarztes oder Endokrinologen bleiben, denn sogar nach zehn Jahren oder mehr kann der Tumor wieder auftreten (Rezidiv).
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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