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Akustisches Trauma – auch Knalltrauma genannt

Schon durch kurze einmalige Schalleinwirkung auf den menschlichen Gehörgang kann es zu einer Schädigung des Ohres kommen. Unter Umständen kann es zu einer dauerhaften Schädigung des Ohres kommen.

Solch eine Verletzung des Ohres nennt man akustisches Trauma bzw. Schalltrauma. Unter dem Überbegriff akustisches Trauma fällt auch das Knalltrauma.
Inhalt

Typische Symptome sind Ohrgeräusche und Hörverlust
Aufbau der Ohren
Schädigung des Ohres durch Lärm
Ursachen eines Explosionstraumas
Ursachen Knalltrauma
Symptome akustisches Trauma
Weitere Symptome sind
Diagnose – akustisches Trauma
Therapie Knalltrauma
Therapie Explosionstrauma
Therapie akutes Lärmtrauma
Ohrgeräusche – Homöopathie
Ursachen Knalltrauma
Bild: pixabaywebsite5
Typische Symptome sind Ohrgeräusche und Hörverlust

Je nach Dauer, Begleitumständen und Intensität des Lärms unterscheiden die Ärzte unter verschiedene Formen von akustischem Trauma. Das Knalltrauma sowie das Explosionstrauma und das akute Lärmtrauma gehören dazu.

Der Lärm eines platzenden Autoreifens, ein explodierender Silvesterböller, ein lauter Schuss oder aber starker Lärm kann ein akustisches Trauma auslösen.
Aufbau der Ohren

Äußeres Ohr: Hierzu gehören die Ohrmuschel, der Gehörgang und das Trommelfell.
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Mittelohr: Dazu gehören die Mittelohrhöhle (Paukenhöhle- Cavum tympanica), das Gehörknöchelchen, die luftgefüllten (pneumatischen) Nebenräume (Mastoid) und die Eustachischen Röhre (Ohrtrompete, Tuba auditiva).

Innenohr: Im Innenohr befinden sich zwei vollkommen verschiedene Organe, zum ersten das Hör- und zum zweiten das Gleichgewichtsorgan.
Wie hören wir?

Der Schall (Töne, Geräusche oder Stimmen) gelangt durch den Gehörgang zum Mittelohr. Durch das Trommelfell und Gehörknöchelchen werden die Signale weiter an das Innenohr geleitet. Im Innenohr werden die Schalleindrücke in elektrische Nervensignale umgewandelt und schickt sie über die Nerven zum Gehirn – wir hören.
Schädigung des Ohres durch Lärm

Durch Lärm wird vor allem das Innenohr geschädigt, meist durch Schallreize über 140 dB. Es reich lediglich eine Reizung von ein bis drei Millisekunden aus, die auf das Gehör einwirken und es dadurch überlastet wird. Der Schalldruck ist dann so stark, dass er das Innenohr schädigt. Es kommt genau genommen zu einen Defekt der Haarzellen (sensorische Zellen) des Corti-Organs. Das Corti-Organ ist die Schnittstelle zwischen den Signalen der Nerven in der Innohrschnecke und den akustischen mechanischen Schwingungen. Das Gehör besitzt in diesem Bereich ca. 15.000 dieser Haarzellen.
Ursachen eines Explosionstraumas

Für ein Explosionstrauma des Ohres ist meist eine militärische Explosion verantwortlich. Aber es kann auch andere Ursachen haben. So zum Beispiel:

  • Eine starke Ohrfeige
  • Sprengarbeiten
  • Platzen eines Air-Bags
  • Startende Flugzeuge usw.
Ursachen Knalltrauma

  • Bei dem Besuch einer Diskothek oder Konzert
  • Motorrad Veranstaltungen
  • Arbeiten auf der Baustelle usw.
Symptome akustisches Trauma

Kommt es zu einem akustischen Trauma sind sofortige Symptome zu bemerken. So kommt es in allen Fällen zu einem Verlust des Hörvermögens und zu Ohrengeräuschen.

In vielen Fällen bemerkt der Betroffene den Hörverlust nicht. Erst bei einem Hörtest kann der genaue Hörverlust festgestellt werden.
Weitere Symptome sind

  • Hörverlust
  • Schwerhörigkeit
  • Ein Gefühl von verstopften Ohren
  • Geräuschüberempflindlichkeit (Hyperakusis)
  • Tinnitus (Ohrgeräusche)
  • Oftmals kurze, stechende Schmerzen
  • Schwindelgefühl

In rund 75 Prozent aller Fälle erholt sich das Ohr nach einem Explosionstrauma wieder. Bei 40 Prozent aller Trauma-Betroffenen bleiben jedoch trotz Therapie lästige Ohrengeräusche.
Diagnose – akustisches Trauma

In der Audiometrie (Gehörprüfung) stellt der HNO-Arzt eine Innenohrschwerhörigkeit im Hochton-Bereich fest. Durch das Trauma fällt die schallmodulierende Funktion der äußeren Haarzellen weg. Dadurch kommt es einerseits zu einer Hörminderung bei leisen Signalen, andererseits zu einer sehr lauten und unbehaglichen Wahrnehmung von lautem Schall. Der Arzt spricht dann von einem Lautheitsausgleich (Recruitment), der ebenfalls ein Kennzeichen einer Innenohrschwerhörigkeit ist.
Therapie Knalltrauma

Bei einem Knalltrauma ist die bevorzugte Therapie eine Infusionsbehandlung mit Kortison. Diese Therapie kann die Erholung der geschädigten Haarzellen unterstützen.

Bei einem Knalltrauma kann aber eine Innenohrschwerhörigkeit bei hohen Tönen zurückbleiben. In der Regel verschlechtert sich diese Schwerhörigkeit jedoch nicht.
Therapie Explosionstrauma

In der Frühphase eines Explosionstraumas kommt es meist zu einer Behandlung mit Kortison. Ein Loch im Trommelfell heilt meist von allein in wenigen Wochen aus. In seltenen Fällen kommt es zu einer Rekonstruktion des Trommelfells.

Kam es zu einem Explosionstrauma verbessert sich die Hörminderung meist wieder, jedoch nicht vollständig. Eine völlige Normalisierung ist jedoch kaum zu erreichen.
Therapie akutes Lärmtrauma

Bei diesem Trauma kommt es zu einer Art Ernährungsstörung (metabolische Störung) der äußeren Haarzellen, ohne dass eine mechanische Schädigung vorliegt.
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Auch bei dieser Erkrankung kommt es zu einer Hörminderung im Hochtonbereich. Zudem ist die Hörminderung häufig von einem hochfrequenten Tinnitus begleitet.

Eine Therapie ist bei dieser Schädigung des Ohres meist nicht notwendig, da sich das Hörvermögen meist innerhalb von 24 Stunden spontan zurückbildet.
Homöopathie

Arnica: Wird empfohlen nach einem akuten Lärmtrauma, um damit eventuell entstandene Schwellungen abzuheilen.
Petroleum: Wird angewendet, wenn das Ohrgeräusch in klopfender Form besteht.

Apsis D6 (Bienengift): Kommt zum Einsatz, wenn es sich um ein Ohrgeräusch handelt, als wenn ein Schwarm Bienen im Ohr wären.
Behandlung Ohrengeräusche

Die Naturheilkunde und Alternativmedizin bieten bei Ohrgeräuschen vieles, was hilft. Nur ist es hier genauso wie bei der Schulmedizin, dass auch hier keine zuverlässige Heilung versprochen werden kann.

Allgemein beschreiben die Betroffenen das Geräusch im Ohr als Ohrensausen, Ohrenpfeifen oder Ohrenklingeln.
Ohrgeräusche – Homöopathie

Es gibt über 300 klassische Medikamente in der Homöopathie, die für eine Behandlung von Ohrgeräuschen in Frage kommen. Auf Grund dieser Tatsache sollte man von einer Selbstbehandlung Abstand nehmen und sich einem erfahrenen Homöopathen anvertrauen.

Die jetzt genannten Medikamente stellen keinen Hinweis zur Selbstbehandlung dar, denn sie setzen mindestens die Grundkenntnisse der Homöopathie voraus, um sich bei Ohrgeräusche selbst zu behandeln.

  • Adonis vernalis
  • Carbo animalis
  • Carbo vegetabilis
  • Chininum arsenicosum
  • Chininum sulfuricum
  • Mandragora e radice
  • Quercus e glandibus
  • Tabacum
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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