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Alzheimer- Kann ein Medikament die Erkrankung aufhalten?

Erst im März 2019 hatte das Unternehmen Biogen mitgeteilt, dass es nach zwei klinischen Studien zu einem Wirkstoff, die weitere Arbeit einstellt, da es keinen sichtbaren Erfolg gab.
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Erhofft wurde, dass der Antikörper Aducanumab die Alzheimer-Erkrankung zumindest bremsen könnte.

Es gibt bisher kein Medikament gegen die Alzheimer-Erkrankung. Weltweit leben rund 50 Millionen Menschen mit Alzheimer oder einer anderen Form von Demenz. Allein in Deutschland leben 1,7 Millionen Menschen mit Demenz, wobei der Großteil von ihnen an Alzheimer erkrankt ist. Geschätzt wird, dass sich die Zahl der Erkrankungen bis zum Jahre 2050 auf rund 3 Millionen erhöhen könnte.

Alle Studien gegen Alzheimer haben eins gemeinsam: Alle testeten Substanzen, die an dem Eiweiß Amyloid-beta (Abeta) ansetzen. Das Eiweiß Amyloid-beta (Abeta) ist jenes Molekül, dass sich bei Alzheimer-Patienten als sogenannte Plaques ablagert.
Der in klinischen Studien getestete Antikörper Aducanumab sollte genau dieses verhindern, denn wenn man die Ablagerung der Abeta-Eiweiße verhindern kann, würde es zu keiner Erkrankung kommen.

Wie jetzt aus einer Pressemitteilung von dem amerikanische Biotech-Unternehmen Biogen hervorgeht, hat sich wohl die Einschätzung gewandelt. Denn nachdem alle bisherigen Daten ausgewertet waren, kam ein positives Signal zu Tage.

Wie kam es zur Kehrtwende?

Der Entwickler von Aducanumab Roger Nitsch vom Institut für Regenerative Medizin der Universität Zürich und Leiter des Spin-offs Neurimmune erklärte: „In einer ersten Analyse der Daten waren nur Daten eingeflossen, die von Probanden stammten, die mit geringen und mittleren Mengen des einmal monatlich injizierten Antikörpers versorgt worden waren“.
„Wird Aducanumab in der höchsten der drei getesteten Konzentrationen appliziert, sieht man nach rund zehn Monaten einen Effekt“, sagt Roger Nitsch.
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Die neuen Daten sprechen tatsächlich dafür, dass hochdosiertes Aducanumab den Krankheitsverlauf bei Alzheimer im Früh- und Vorstadium etwas verlangsamen kann. Ein Wundermittel aber ist es ganz sicher nicht.

Vorgestellt wurden die neuen Ergebnisse auf einer Konferenz in San Diego.

Ob das Medikament zugelassen wird, entscheidet am Ende die US-Gutachter der Food and Drug Administration (FDA), die über die Zulassung des Medikaments entscheiden.

Dezember 2019
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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