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Appetitlosigkeit bei Kindern und Kleinkindern

Baby/Kinder
Die meisten von uns kennen die Geschichte vom „Suppenkasper“, der, anfangs noch „kugelrund und gesund“ von heute auf morgen nicht mehr essen wollte und schließlich völlig abmagerte. Wenn Kinder plötzlich nicht mehr essen wollen oder nur noch lustlos in ihrem Essen rumstochern, sind die Eltern besorgt und fragen sich, ob ihr Kind krank ist.

Tatsächlich kommt eine vorübergehende Appetitlosigkeit bei Kindern und Kleinkindern nicht selten vor. In den meisten Fällen ist das aber kein Grund zur Besorgnis und meist steckt auch keine ernstzunehmende Krankheit dahinter. Trotzdem sollten Eltern darauf achten, wie lange die Appetitlosigkeit bei ihrem Kind anhält und wie das Allgemeinbefinden des Kindes ist. Appetitlosigkeit über einen längeren Zeitraum mit Gewichtsverlust muss von einem Kinderarzt abgeklärt werden.
Inhalt

Appetitlosigkeit bei Kindern und Kleinkindern – Ursachen
Appetitlosigkeit bei Kindern und Kleinkindern – Symptome
Appetitlosigkeit bei Kindern und Kleinkindern – Diagnose
Appetitlosigkeit bei Kindern und Kleinkindern – Behandlung
Appetitlosigkeit bei Kindern und Kleinkinder – Vorbeugen
Weitere Themen
Appetitlosigkeit bei Kindern und Kleinkindern - Ursachen

Die Ursachen für Appetitlosigkeit bei Kindern und Kleinkindern können vielfältig sein. Wenn Babys oder Kleinkinder zahnen, kann das schon der Grund für die vorübergehende Unlust am Essen sein. Genauso wie ein Schnupfen, der das Atmen erschwert und das Essen dadurch anstrengend macht. Auch Magen-Darm-Infekte können für ein paar Tage das Essverlangen stoppen.

Des Weiteren haben gerade Eltern von kleineren Kindern im Blick, was die Kinder zwischendurch essen bzw. naschen. Wenn das Kind kurz vor einer Hauptmahlzeit ein Eis gegessen hat, verwundert es nicht, dass es keinen Hunger hat.

Aber auch ernstzunehmende Ursachen können der Grund für eine Appetitlosigkeit bei Kindern und Kleinkindern sein. In diesen Fällen ist eine ärztliche Behandlung nötig. Bei einem schweren Infekt beispielsweise oder einer anderen organischen Erkrankung muss mithilfe eines besonderen Ernährungsplanes und mit entsprechenden Medikamenten bzw. Heilmitteln das Kind wieder „aufgepäppelt“ werden. Liegt eine Entzündung im Mundhöhlenbereich oder an den Zähnen vor, verursacht die Nahrungsaufnahme Schmerzen und muss ebenso entsprechend behandelt werden.

Auch besondere Lebenssituationen können zur Appetitlosigkeit führen. Das können bei Kindern zum Beispiel die Geburt eines Geschwisterkindes sein, die das „große“ Kind belasten oder aber häufige Streitereien der Eltern, die dem Kind Angst machen.

Bei größeren Kindern, bei denen bereits die Pubertät eingesetzt hat, kommen eventuell psychische Probleme hinzu. Über die Medien wird bereits Kindern, das Idealbild der äußeren Erscheinung vermittelt. Besonders Mädchen sind dafür sehr anfällig, so dass es während der Pubertät zur Essensverweigerung kommen kann, da man ja diesem „Barbie-Puppen“-Idealbild entsprechen möchte. Aber auch der erste Liebeskummer kann einem den Appetit verderben oder einfach nur Protest gegen die Eltern. Genauso wie eine unbewusste Verweigerung zum Erwachsen werden hin – das Kind will nicht, dass sich der Körper verändert, kann zu Appetitlosigkeit und Nahrungsverweigerung führen, was über einen längeren Zeitraum anhaltend die Entwicklung tatsächlich verzögern kann. Gerade bei älteren Kindern sollten die Eltern jedoch genau darauf achten, dass sich aus einer vorübergehenden Appetitlosigkeit nicht etwa eine schwerwiegende Essstörung entwickelt.
Appetitlosigkeit bei Kindern und Kleinkindern - Symptome

Die Eltern beobachten ein geändertes Essverhalten ihres Kindes, es isst wenig und ohne Appetit. Der Allgemeinzustand des Kindes ist auffällig, es ist lustlos, antriebslos und ständig müde. Ist das Kind unbekleidet, ist deutlich zu sehen, dass es abgenommen hat. Die Knochen im Schulter- und Hüftbereich treten deutlich hervor. Ein Arztbesuch ist dringend anzuraten.

Zuständig für die Behandlung von Kindern bis zu ihrem 18. Lebensjahr ist der Kinderarzt.
Es isst wenig und ohne Appetit
Bild: pixabay website5
Appetitlosigkeit bei Kindern und Kleinkindern - Diagnose

Bei Kleinkindern und jüngeren Kindern werden die Eltern dem Arzt über die Appetitlosigkeit ihres Kindes berichten, seit wann sie anhält und ob und wieviel das Kind abgenommen hat. Fragen, ob das Kind krank war, etwa eine Erkältung hatte oder noch hat oder einen Infekt hatte, werden als erstes geklärt. Danach folgen die körperliche Untersuchung und Inaugenscheinnahme.

Kann der Arzt zunächst eine organische Erkrankung ausschließen, ist die Appetitlosigkeit des Kindes eventuell auf psychische Probleme zurückzuführen. Die Bandbreite ist hierbei sehr vielfältig, das können Schulprobleme, familiäre Probleme und vieles mehr sein. Neben der Appetitlosigkeit hat sich dann wahrscheinlich auch das Verhalten des Kindes verändert.

Wenn man mit älteren Kindern (in der Pubertät) einen Arzt aufsucht, sollte man mit dem Problem sehr sensibel umgehen. Dem großen Kind ist es ohnehin peinlich genug, dass es gezwungenermaßen zum Arzt muss. Es gibt Kinderärzte, die auf Jugendliche spezialisiert sind. Als Eltern sollte man dem Kind die Möglichkeit lassen, mit dem Arzt alleine zu sprechen.
Appetitlosigkeit bei Kindern und Kleinkindern - Behandlung

Die Behandlung bzw. Therapie richten sich sowohl nach der Ursache der Appetitlosigkeit als auch nach dem Alter des Kindes.

Bei einer möglichen Haupterkrankung, wie beispielsweise ein Magen-Darm-Infekt, eine Erkältung oder eine Entzündung im Mundbereich muss diese entsprechend behandelt werden. Wichtig ist hierbei vor allem, dass das Kind während der Erkrankung ausreichend trinkt – der Appetit sollte  sich nach Abklingen der Krankheit dann ganz von allein wieder einstellen. Zusätzlich können dem Kind Bitterstoffe als Appetitanreger verabreicht werden. Bitterstoffe sind in bestimmten Heilpflanzen enthalten und regen die Verdauungssäfte an und steigern somit den Appetit. Zu den bitterstoffhaltigen Heilpflanzen gehören beispielsweise die Angelikawurzel. Als Tee zubereitet und mit Honig süßen ist dieses pflanzliche Heilmittel auch für Kinder als Appetitanreger geeignet.

Liegt die Ursache der Appetitlosigkeit im psychischen Bereich, kommt es darauf an, wie schwerwiegend die Probleme sind und ob sie gemeinsam mit den Eltern bewältigt werden können oder ob begleitend eine psychotherapeutische Maßnahme anzuraten ist. Aber auch hierbei können pflanzliche Heilmittel helfen, den Appetit wieder anzuregen. Dazu gehören, wie die bereits genannte Angelikawurzel, auch das Benediktinerkraut (gerade bei psychischen Ursachen) sowie die Kalmuswurzel.

Heilkräuter mit Bitterstoffen gibt es in Drogerien und Apotheken rezeptfrei zu kaufen.
Appetitlosigkeit bei Kindern und Kleinkinder - Vorbeugen

Eltern leben ihren Kindern das Essverhalten vor. Gemeinsame Mahlzeit mit der Familie sind sehr wichtig und sollten regelmäßig stattfinden. Am Tisch kommt die Familie zusammen und es kann über alles Mögliche gesprochen werden. Kinder sollten die gemeinsamen Mahlzeiten mit der Familie als etwas Schönes erleben und auch das Essen Spaß macht.

Kommt es dennoch zu einer vorübergehenden Appetitlosigkeit beim Kind, sollte man das zunächst nicht überbewerten und auch nicht thematisieren. Auf keinen Fall sollte man das Kind zwingen, seinen Teller leer zu essen. Stattdessen sollte man sein Kind in die Essensplanung mit einbeziehen. Dabei kann man es wählen lassen unter den Nahrungsmitteln, die ausreichend Kalorien enthalten. Das darf dann auch mal ein Brot mit Nutella sein.

Kleinkinder müssen erst lernen, das Essen zu „begreifen“. Das heißt, Eltern sollten unbedingt zulassen, dass ihr Kind auch mit den Händen das Essen untersucht, bevor es in den Mund wandert.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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