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Autoimmunhepatitis (AIH)
Die Autoimmunhepatitis (AIH) wird durch eine Fehlregulierung des Immunsystems ausgelöst. Sie ist eine Leberentzündung, die nicht durch Hepatitis-Viren ausgelöst wird.

Eine Autoimmunhepatitis (AIH) verläuft fast immer chronisch. Diese Erkrankung tritt meist zwischen dem 40. und 70. Lebensjahr auf und die meisten Patienten sind weiblich (ca. 80 Prozent).

Pro Jahr erkranken in Europa ca. ein bis zwei von 100.000 Menschen an einer Autoimmunhepatitis (AIH).

Die Autoimmunhepatitis (AIH) gehört zu den sogenannten Autoimmunerkrankung, bei denen das Immunsystem Antikörper gegen körpereigene Strukturen entwickelt, sogenannte Autoantikörper. Diese Autoantikörper greifen die Leberzellen an und zerstören diese letztlich, als ob es fremdes Gewebe oder ein gefährlicher Eindringling wäre.

Die Symptome einer Autoimmunhepatitis (AIH) sind denen anderer Hepatitis-Formen ähnlich.

So kommt es z. B. zu

  • Müdigkeit
  • Fieber
  • Gelenkschmerzen
  • Gelbsucht

Warum es zu einer Autoimmunhepatitis (AIH) kommt, ist bis lang nicht geklärt.

Patienten, die an einer Autoimmunhepatitis (AIH) erkrankt sind, haben meist zusätzliche bestimmte Begleiterkrankungen.

So zum Beispiel

  • Psoriasis (Schuppenflechte)
  • Sjögren-Syndrom
  • Zöliakie
  • Gallensteine
  • Colitis ulcerosa
  • Multiple Sklerose
  • Vitiligo (Weißfleckenkrankheit)
  • Entzündungen der Bauchspeicheldrüse oder der Schilddrüse
  • Diabetes mellitus Typ 1
  • Rheumatoide Arthritis
Inhalt

Autoimmunhepatitis (AIH) – Symptome
Autoimmunhepatitis (AIH) – Diagnose
Autoimmunhepatitis (AIH) – Therapie
Autoimmunhepatitis (AIH) – Prognose
Weitere Themen
Autoimmunhepatitis (AIH) – Symptome

Eine AIH hat meist bestimmte Begleiterkrankungen. Dazu gehören z. B. Gallensteine, chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa und Entzündungen der Bauchspeicheldrüse oder der Schilddrüse.

Zudem sind bei einer Autoimmunhepatitis oft die Leber und die Milz vergrößert.

Weitere Symptome sind:


Auch können Gelenkbeschwerden und -entzündungen auftreten.
Bilder: depositphotos - pixabay website5
Autoimmunhepatitis (AIH) – Diagnose

Eine unbehandelte Autoimmunhepatitis (AIH)-Erkrankung führt unweigerlich zur Leberzirrhose, die tödlich enden kann.

Eine Diagnosestellung erfolgt z. B. über eine Blutuntersuchung und durch eine Entnahme einer Gewebeprobe aus der Leber (Leberbiopsie).

Blutwerte: Bei einer Autoimmunhepatitis sind die Transaminasen GPT und GOT sowie das Immunglobulin G erhöht.

Auch können bestimmte Antikörper im Blut nachgewiesen werden.

So zum Beispiel

  • ANA (Antikörper gegen Zellkerne)
  • SMA (Antikörper gegen glatte Muskelfasern)
  • LKM1 (Antikörper gegen Mikrosomen von Leber- und Nierenzellen)
  • SLA (Antikörper gegen ein Leberantigen)
  • p-ANCA (Antikörper gegen Zellstrukturen in bestimmten weißen Blutkörperchen)

Durch diese Blutuntersuchung wird festgestellt, welche dieser Antikörper in welchen Mengen im Blut vorkommt. So können dann verschiedene Formen der Autoimmunhepatitis unterschieden werden.

Leberbiopsie: Die Gewebeprobe wird auf charakteristische Zellveränderungen hin genauer untersucht. Liegen Zellveränderungen vor, wird es sich dann wahrscheinlich tatsächlich um eine Autoimmunhepatitis (AIH) handeln.
Autoimmunhepatitis (AIH) – Therapie

Bisher kann eine Autoimmunhepatitis (AIH) nicht ursächlich behandelt werden, da sich die Fehlregulierung des Immunsystems nicht korrigieren lässt.

Während der Therapie werden Medikamente verabreicht, die das Immunsystem unterdrücken, die sogenannten Immunsuppressiva. Diese Medikamente hemmen den entzündlichen Prozess in der Leber.

Das verhindert dann weitere Leberschäden wie z. B. eine Leberzirrhose und Leberversagen.
Autoimmunhepatitis (AIH) – Diagnose
Bild: depositphotos - pixabay website5
Autoimmunhepatitis (AIH) – Prognose

Eine leichte Autoimmunhepatitis (AIH) kann sich spontan zurückbilden. Auch lässt sich eine früh erkannte Autoimmunhepatitis (AIH) gut mit Immunsuppressiva behandeln werden. im Allgemeinen haben die Patienten dann eine normale Lebenserwartung.

Leider sprechen manche Patienten nicht gut auf die Immunsuppressiva an. Trotz konsequenter Therapie kann die Autoimmunhepatitis dann bis zur Leberzirrhose fortschreiten. Es kommt dann zum Leberversagen und erhöhter Sterblichkeit. In diesem Fall bleibt als letzte Therapieoption nur noch die Lebertransplantation.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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