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Bauchspeicheldrüse

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Meist wird die Bauchspeicheldrüse mit der Regulation des Blutzuckers in Verbindung gebracht. Es ist aber nicht nur die einzige Aufgabe der Drüse. Sie spielt auch eine zentrale Rolle bei der Verdauung. Im Vergleich zu ihren Aufgaben ist die Bauchspeicheldrüse ein kleines Organ.

Die Bauchspeicheldrüse befindet sich im Oberbauch zwischen Dünndarm und Milz. Sie liegt nicht in der Bauchhöhle, sondern weit hinten direkt vor der Wirbelsäule. Dadurch ist sie auch nicht wie andere Organe des Magen-Darm-Trakts mit dem Bauchfell überzogen (Peritoneum = Bauchfell). Die Drüse wird aufgrund ihres Aussehens in Kopf (Caput), Körper (Corpus) und Schwanz (Cauda) unterteilt. Sie ist eine etwa 80g schwere und 14 bis 18 cm lange Drüse.

In der Drüse werden die Stoffwechselhormone produziert, die den Blutzucker regulieren. Es entstehen dort in den Beta-Zellen Insulin, das den Blutzucker senkt. Die Alpha-Zellen bilden Glukagon, das den Blutzucker anhebt. Zum anderen stellt die Drüse Verdauungssäfte für den Darm her. Diese Säfte enthalten an die 30 Enzyme, die die Nahrung in ihre biochemischen Grundsteine zerlegen.

Es wird also klar, dass die Bauchspeicheldrüse eine zentrale Rolle im Stoffwechselprozess spielt. Wird die Drüse krank, z. B. eine Entzündung vorliegt, nennt man es Pankreatitis. Ärzte unterscheiden in einer akuten und chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung, bei der es wiederholt zu Entzündungsschüben kommt und die Funktion allmählich abnimmt.

Liegt ein Diabetes mellitus Typ 1 vor sterben die Beta-Zellen im Inselapparat ab. Es entsteht kein Insulin mehr. Diese Zuckerkrankheit ist nicht heilbar, kann aber durch Insulingaben ausgeglichen werden.

Diabetes mellitus Typ 2 tritt im Erwachsenenalter und bei übergewichtigen Menschen auf. Bei dieser Stoffwechselerkrankung sprechen Körperzellen nicht genügend auf Insulin an. Dadurch reagiert die Bauchspeicheldrüse mit erhöhter Insulinausschüttung. In Laufe der Zeit wird sie dadurch überfordert. Behandelt wird diese Erkrankung mit Medikamenten, die die Empfindlichkeit der Körperzellen auf Insulin steigern und die Insulinausschüttung erhöhen.

Meist wird der Bauchspeicheldrüsenkrebs spät entdeckt. Jährlich erkranken von 100.000 Personen über 30 Menschen neu an der bösartigen Gewebeveränderung der Pankreas.
Inhalt

Akute Pankreatitis
Bauchspeicheldrüsenkrebs- eine tödliche langsame Entwicklung
Früherkennung wird möglich
Diabetes Typ 1
Diabetes Typ 2
Heilpflanzen und Enzyme, die helfen können
Harongabaum (Drachenblutbaum)
Bild: clipdealer.de
Bauchspeicheldrüsenentzündung - Pankreatitis

Bei einer Chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) beginnt sich das Organ eigentlich selbst zu verdauen. Das geschieht durch Verlegung vom gemeinsamen Aus- und Führungsgang der Gallenblase und des Pankreas durch Gallensteine. Häufig steckt aber auch ein Alkoholmissbrauch dahinter. Eine akute Pankreatitis löst heftige Schmerzen aus, sie kann vollständig ausheilen, aber auch tödlich verlaufen. Die chronische Pankreatitis schreitet schleichend voran und richtet immer bleibende Schäden an. Die Funktion der Drüse kann dadurch völlig ausfallen.

Eine erste sofortige Maßnahme wäre es die Ursachen abzustellen. Mit dem Rauchen aufhören, auf Alkohol zu verzichten und eventuelle Gallensteine entfernen zu lassen.

Wenn der Schutzmechanismus behindert wird kommt es zur Pankreatitis. Bei starkem Alkoholgenuss kann Trypsin (Humanes Trypsin ist ein Gemisch dreier Verdauungsenzyme, die im Dünndarm Eiweiße zersetzen und zu den Peptidasen zählen) bereits im Drüsengewebe aktiviert werden. Zudem stimuliert Alkohol die Bildung von Bindegewebe, was vor allem zu den Veränderungen bei chronischer Pankreatitis führt. Zwei Drittel der chronischen Erkrankung entstehen durch Alkoholmissbrauch.
Akute Pankreatitis

Zur chronischen Pankreatitis, die nicht heilbar ist, kann die akute Pankreatitis völlig ausheilen. In etwa 90 % der Erkrankungen erleiden die Betroffenen eine entzündliche Schwellung der Drüse, die sehr schmerzhaft ist und intensivmedizinisch behandelt werden muss. Die Schwellung klingt jedoch wieder ab. Bei jedem zehnten Betroffenen kommt es jedoch zur Zerstörung von Pankreasgewebe was tödlich enden kann.

Gut die Hälfte der akuten Ereignisse wird durch Gallensteine verursacht. In diesem Fall werden die Steine chirurgisch entfernt und eventuell auch die Gallenblase. Der Alkohol spielt auch hier eine große Rolle. Ca. ein Drittel der akuten Entzündungen entstehen bei Trink-Exzessen. Weitere Möglichkeiten einer Entwicklung der akuten Pankreatitis sind Virusinfektionen, Medikamente, Autoimmunkrankheiten und Eingriffe an Gallen- und Pankreaswegen.
Gehirn, Herz, Lunge, Leber usw.
Bild: fotolia
Bauchspeicheldrüsenkrebs- eine tödliche langsame Entwicklung

Es vergehen fast zwei Jahrzehnte zwischen der ersten Mutation einer Zelle bis zum ausgewachsenen Krebs der Bauchspeicheldrüse. Es ist bisher sehr schwierig den Krebs frühzeitig zu entdecken, weil es nur wenige Symptome und keine spezifischen Früherkennungsverfahren gibt. Aufgrund dessen ist die Erkrankung weit fortgeschritten wenn sie entdeckt wird. Meist hat der Krebs dann schon in andere Organe gestreut, weswegen Therapien oft zu spät kommen.

Wissenschaftler des Johns Hopkins Instituts haben herausgefunden, dass sich der Krebs der Bauchspeicheldrüse viel langsamer entwickelt, als bisher angenommen. Sie nehmen an, dass allein zwischen der ersten Mutation einer Bauchspeicheldrüsen-Zelle bis zur komplett ausgewachsenen Krebszelle zehn Jahre vergehen.

Hat sich diese erste Krebszelle gebildet, dauert es im Schnitt weitere sieben Jahre bis sie sich so millionenfach geteilt hat, dass sie zur Größe einer Pflaume herangewachsen ist. Dann erst ist der Zeitpunkt gekommen, dass sich einzelne Krebszellen sich aus dem Verbund lösen und in andere Organe streuen. Im Schnitt hat der Patient dann nur noch zweieinhalb Jahre zu leben.
Früherkennung wird möglich

Bert Vogelstein vom Johns Hopkins Krebscenter glaubt, dass die lange Zeitverzögerung zwischen der Entwicklung einer ersten Krebszelle und dem Moment, wenn der Tumor erstmals in andere Organe streut, die Möglichkeit eröffnet mit besseren Diagnoseverfahren die Gefahr zu erkennen und in einem Frühstadium zu operieren.

Die Wissenschaftler hoffen, dass es eines Tages möglich sein würde, für Patienten ab einem bestimmten Alter eine Reihenuntersuchung anzubieten wie es sie bereits für die Früherkennung von Brust- oder Darmkrebs gibt. Mittels eines Endoskops könnten Ärzte dann eine Gewebeprobe entnehmen und auf erste entartete Zellen der Bauchspeicheldrüse untersuchen.
Diabetes Typ 1

Die körpereigene Insulinproduktion lässt zunehmend nach, bis sie vollständig versiegt. Die einzige mögliche Behandlung bei diesem Diabetistyp ist das fehlende Insulin zu spritzen.

Typ-1-Diabetes beginnt meist schon im Kindes- oder Jugendalter. Hierbei tritt ein absoluter Mangel an dem körpereigenen Hormon Insulin auf. Ursache ist meist eine Fehlreaktion des Immunsystems, wodurch Insulin-produzierende Zellen in der Bauchspeicheldrüse zugrunde gehen. In Folge steigt der Blutzuckerspiegel und die jungen Patienten müssen Insulin spritzen.

Diabetes äußert sich bei Kindern, so auch beim Erwachsenen oft durch starken Harndrang und ständigen Durst.

Das Insulin, ein Eiweiß, muss gespritzt werden und kann nicht als Tablette oder Flüssigkeit zu sich genommen werden, da die Magensäure das Insulin zerstören würde. Gespritzt wird deshalb ins Unterhautgewebe. Zu Nebenwirkungen kommt es nur, wenn die Insulindosis nicht zur Nahrungsaufnahme und Bewegung passt, es kommt dann zu einer Unterzuckerung.
Diabetes Typ 2

Übergewicht, ungesunde Ernährung und mangelnde Bewegung erhöhen das Risiko für Diabetes Typ 2. Durch verschiedene Mechanismen führt der ungesunde Lebenswandel dazu, dass sich zu viel Glukose im Blut befindet. Die meisten Zuckerkranken leiden an Typ-2-Diabetes. Neben regelmäßiger Bewegung und einer gesunden Ernährung helfen spezielle Medikamente, den Blutzucker in den Griff zu bekommen. Manchmal sind aber auch bei Typ-2-Diabetes Insulinspritzen notwendig.
Es gibt in Apotheken einfache Bluttests (Streifen) auf Glukose, die einen Hinweis darauf geben, ob bei entsprechenden Symptomen tatsächlich ein Diabetes mellitus vorliegt.
Bilder: pixabay website5
Heilpflanzen und Enzyme, die helfen können

Nur als begleitende Maßnahme ist die Naturheilkunde bei einer Bauchspeicheldrüsenentzündung möglich.

Bei leichten Bauchspeicheldrüsenbeschwerden helfen Verdauungsenzyme aus der Naturheilkunde als begleitende Maßnahme.

Künstlich, bis zu einem gewissen Grad kann der Enzymmangel ausgeglichen werden. Hierzu eignen sich pflanzliche Eiweißzersetzer wie z. B. Bromelain aus Ananas und Verdauungsenzyme aus tierischem Bauchspeicheldrüsengewebe. Angeboten werden diese Enzyme meist in magensaftresistenten Kapseln. Im Darm angekommen, verdauen sie die Nahrung wie auch die eigenen Enzyme.

Das einzige bekannte Medikament, das direkt zur Anregung der Verdauungssaft-Ausscheidung der Bauchspeicheldrüse führt, ist die Rinde des Drachenblutbaums (Haronga). Es wird in konzentrierten Extrakten angeboten.
Harongabaum (Drachenblutbaum)

Der Harongabaum wächst bis zu 10 Metern hoch und ist in Afrika beheimatet. Die Rinde und die Blätter dieses Baumes enthalten Stoffe, die für Medikamente gegen Verdauungsbeschwerden verwendet werden. Dieser Baum wird zu den Heilpflanzen gezählt, ist jedoch nicht sehr bekannt. Der Harongabaum stammt aus der Familie der Johanniskrautgewächse.

Hauptanwendung in der Naturheilkunde

In der Naturheilkunde werden die Rinde und die Blätter des Harongabaums verwendet, in denen sich ein ätherisches Öl befindet. Dieses wird überwiegend bei Verdauungsbeschwerden, Völlegefühl und Magenbeschwerden in Form von Trockenextrakten angewendet. Es fördert auch die Bildung des Bauchspeicheldrüsen-, Magen- und Gallensekretes. Durch die Einnahme dieses Extraktes wird die menschliche Haut oftmals lichtempfindlicher, weshalb intensive Sonnenstrahlung dann vermieden werden sollte.

Harongabaum Anwendung

Meist werden die Wirkstoffe des Baumes innerlich angewendet und ist in vielen Fertigarzneimitteln in Form von Tabletten, Kapseln oder Tropfen erhältlich. Nicht üblich ist die Anwendung als Tee.
Artischockenblätter

Ursprungsland der Artischocke ist das Mittelmeergebiet, Nordafrika und dem Nahen und Mittleren Osten. Botanisch gehört die Pflanze zu den Disteln und wird bis zu zwei Metern groß. Ihre violetten Blüten sind ca. 10 cm groß.

Artischocke- Anwendung in der Naturheilkunde: Artischocken sind auch Heilpflanzen bekannt, denn sie fördern die Arbeit von Leber und Galle, senken den Cholesterinspiegel und helfen beim Abnehmen. Auch bei Diabetes können sie unterstützend helfen. Das Hauptanwendungsgebiet liegt bei Gallenproblemen. In der Naturheilkunde werden die Hüllen der Blütenköpfe, frische oder getrocknete Blätter, Pflanzensaft und Wurzel verwendet. Folgende Inhaltsstoffe hat die Pflanze- Bitterstoff, Caffeoylchinasäuren, Cynarin, Cynaropikrin, Cynarosid, Enzyme, Flavonoide, Gerbsäure, Inulin und Scolymosid.

Heilwirkung der Artischocke: antiphlogistisch (entzündungshemmend), antioxidativ (zu den bekanntesten antioxidativen Inhaltsstoffen gehören Vitamin C und die Carotinoide, ein sekundärer Pflanzenstoff), appetitanregend, blutzuckersenkend, leberregenerierend, krampflösend, verdauungsfördernd, gallenfördernd und leberstärkend.

Homöopathie: in der Homöopathie wird die Artischocke meist als Urtinktur eingesetzt, Cynara Scolymus D2, D4, D6 Globuli. In dieser niedrigen Potenzierung ist die Wirkung die gleiche wie bei der Heilpflanze.
Löwenzahnwurzel

Der Löwenzahn wächst fast überall. Seine Blätter sind gezackt und länglich. Die Blätter wachsen in Form einer Rosette aus dem Erdreich. In deren Mitte wächst ein runder hoher Stengel, der bis zu 30 cm hoch wird. Der Stängel enthält einen weißen Saft.

Auf dem Stängel entwickeln sich schon sehr früh im Frühjahr gelb leuchtende Korbblüten. Nach kurzer Zeit entwickeln sich diese Blüten zu den bekannten Pusteblumen.

Löwenzahn - Anwendung in der Naturheilkunde: Der Löwenzahn hat eine ausgeprägte blutreinigende Kraft. Er regt sämtliche Verdauungsorgane und Nieren und Blase an, sodass alte Schlacken ausgeschieden werden. Bei Rheumatismus kann er ebenso aus diesen Gründen helfen.

Verwendet in der Naturheilkunde werden die Blätter, Blüten und Wurzeln. Am wirksamsten hilft ein Löwenzahntee oder eine Tinktur, wenn sie aus allen drei Pflanzenteilen besteht.

Löwenzahn Heilwirkung: bei Warzen, Hühnerauge, blutbildend, blutreinigend, harntreibend, Ekzem, Pickel, Menstruations fördernd, Wechseljahrbeschwerden, Wasserssucht, Bronchitis, Husten, Fieber, Appetitlosigkeit, Frühjahrsmüdigkeit, Verstopfung, Arteriosklerose, Allergien, Nierensteine, Gallensteine, Gallenschwäche, Leberschwäche, Gicht, Magenschwäche, Hämorrhoiden, chronische Gelenkerkrankungen, Rheuma.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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