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Beeinflusst Kaffe unsere innere Uhr?

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Das Ergebnis einer neuen Untersuchung von US-Forschern besagt, dass Kaffee nicht nur wach macht, sondern auch unsere innere Uhr verschiebt.

Kaffee gilt allgemein als Wachmacher. Schon allein der Duft des Kaffees am Morgen reicht aus, um wach zu werden. Das im Kaffee enthaltende Koffein hat die Eigenschaft, dass es an bestimmte Rezeptoren der Nervenzellen andockt. Geschieht dieses, wird der Zugang des hemmenden Botenstoffes Adenosin blockiert. Dieser Stoff sorgt für Beruhigung und Dämpfung. Koffein wirkt auch auf andere Reaktionsketten in den Körperzellen und stimuliert sie ebenfalls.
Bild: website5
Forscher berichteten im Fachmagazin Science Translational Medicine, dass abends eine Tasse Kaffee getrunken ausreicht, um unseren Tag-Nacht-Rhythmus um 40 Minuten nach hinten zu verlagern.

Für die Studie wurde den Teilnehmer vor der üblichen Bettzeit Koffein einer entsprechenden Tasse Kaffee verabreicht. Die Testpersonen blieben nicht nur 40 Minuten länger wach als andere, sie wachten auch am nächsten Morgen entsprechend später auf. Ihr Tag- und Nacht-Rhythmus hatte sich also deutlich verschoben.

Ob die Wirkung des Kaffees die innere Uhr beeinflussen kann, war bisher unklar. Man wusste jedoch aus Versuchen mit Algen, Schimmelpilzen und Taufliegen, dass Koffein bei diesen Organismen den Tagesverlauf beeinflussen kann, auch dass Koffein auf die Gene der inneren Uhr einen Einfluss haben kann.
Ablauf der Studie

Tina Burke und ihre Kollegen von der University of Colorado in Boulder gingen mit fünf Probanden in ein chronobiologisches Schlaflabor, um herauszufinden, ob Kaffee beim Menschen tatsächlich in den Tag-Nacht-Rhythmus eingreifen kann.

Alle Teilnehmer hatten bis zu diesen Zeitpunkt seit zwei Wochen auf Koffein verzichtet. Auch hatten sie auf einen regelmäßigen normalen Tagesablauf geachtet.

Vor der üblichen Schlafenszeit bekamen die Teilnehmer jeweils vier Kapseln, die sie mit Wasser schlucken sollten. Einige der Kapseln enthielten nur Reismehl, sie waren Placebos. Die anderen enthielten die Menge Koffein einer Tasse Kaffee, ca. 2,9 Milligramm Koffein je kg Körpergewicht.
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Bei einigen Versuchsdurchgängen verbrachten einige Probanden die Zeit bis zum Schlafengehen still sitzend bei schummrigem Dämmerlicht. In anderen Durchgängen bei sehr hellem Licht von 3.000 Lux. Alle 30 bis 60 Minuten wurde den Probanden eine Speichelprobe abgenommen, um in ihr später zu erkennen, wie hoch der jeweilige Gehalt des Schlafhormons Melatonins war.

Festgestellt wurde in diesem Versuchsablauf, dass die Probanden, die bei Schummerlicht Koffein bekommen hatten im Durchschnitt 40 Minuten länger wach blieben als die Placebo-Empfänger unter gleichen Lichtverhältnissen. Die Forscher empfanden das als großen Effekt, denn auch am nächsten Morgen wachten die Koffein-Empfänger erst später auf. Der Tag-Nacht-Rhythmus hatte sich somit verschoben.
Man könnte jetzt behaupten, dass der Effekt durch die aufputschende Wirkung des Koffeins zu Stande kam. Jedoch bewiesen die Speichelproben, dass der Melatoninspiegel bei der Koffein-Gruppe erst deutlich später anstieg als bei der Placebo-Gruppe. Die Ausschüttung vom Melatonin wird normalerweise von der inneren Uhr beeinflusst.

Üblicherweise wird mehr Melatonin ca. zwei Stunden vor der üblichen Schlafphase freigesetzt und man wird müde. Während der Nacht wird das Hormon abgebaut, wodurch wir am nächsten Morgen wieder aufwachen.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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