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Pilz-Zeit ist Zeckenzeit

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Zecken haben ihre Hochsaison von April bis Juni, aber auch noch einmal im Oktober können diese Parasiten zuschlagen. Gerade wo es warm und feucht ist, fühlen sie sich wohl.
Bild: pixabay website5
Somit ist die Pilz-Zeit auch Zeckenzeit. Der Biss der Parasiten kann gefährlich werden, da er Krankheiten überträgt. Immerhin tragen bis zu 30 von 100 Zecken den gefährlichen Lyme-Borrelien Erreger in sich.
Es dauert meist nicht lange und der Pilzsammler bzw. Spaziergänger hat seine erste Zecke z. B. in den Kniekehlen oder an anderer freier Haut. Dann ritzen sie die Haut mit ihren zwei Mundwerkzeugen auf und schlürfen das Blut über Tage aus dem verletzten Gewebe.
Da die Zecke die verletzte Stelle mit ihrem Speichel betäubt bemerken die meisten Menschen noch nicht einmal etwas. Zudem enthält der Speichel Stoffe, die das Blut am Gerinnen hindert und so eine Entzündung unterdrückt wird. Zecken sind deswegen gefährlich, da sie über den Speichel Viren und Bakterien übertragen können.

In Deutschland ist der Erreger der Lyme-Borreliose am häufigsten anzutreffen. Die Viren, die die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) verursachen und überwiegend in Süddeutschland vorkommen, ist der Erreger der Lyme-Borreliose Bundesweit verbreitet.

Die Lyme-Borreliose zeigt sich meist durch einen roten Ring um die Bissstelle der Zecke.
Bei rechtzeitiger Entdeckung der Infektion wird diese mit Antibiotika behandelt. Sollten sich jedoch die Erreger ungehindert ausbreiten können, kann es zu Gelenkbeschwerden, vorübergehenden Lähmungen und Entzündungen im Gehirn kommen. Gegen eine Lyme-Borreliose gibt es im Gegensatz zur FSME keine Impfung.

Es ist wichtig, das die Zecke schnellst möglich aus der Haut entfernt werden muss. Ideen der Entfernung gibt es viel. Teilweise kommt es sogar zu Empfehlungen den Parasiten mit ein paar Tropfen Öl, Klebstoff oder Benzin abzutöten. Zu empfehlen sind solche Methoden allerdings nicht.
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Je länger eine Zecke unentdeckt bleibt, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie Lyme-Borrelien auf den Menschen überträgt. Solange die Zecke keinen Wirt hat, lungern die Erreger inaktiv in ihrem Darm. Kommt jedoch der erste Tropfen Blut bei ihnen an, beginnen sie sich zu vermehren und schwärmen im Körper der Zecke aus, so auch in die Speicheldrüsen. Es dauert jedoch 12 bis 48 Stunden bis die Erreger nach dem Biss im Wirt angelangt sind. Wer also seinen Körper morgens und abends gründlich nach der Pilzsuche nach Zecken untersucht, ist auf der sicheren Seite, was eine mögliche Übertragung von Lyme-Borrelien angeht.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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