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Beinwell (Symphytum officinale) – Heilpflanze

Heilpflanzen
Extrakte des Beinwells werden unter anderem bei Sportverletzungen, wie z. B. Zerrungen, Gelenkschmerzen, Muskelbeschwerden, Verstauchungen oder Prellungen eingesetzt. Beinwell (Symphytum officinale) gehört zu den ältesten Heilpflanzen.

Die Wurzel der Pflanze enthält Wirkstoffe, die ein schnelles Abschwellen und eine rasche Schmerzlinderung ermöglichen.

Beinwell hat seinen Namen wohl von den Beinen, denen er guttut.

Beinwell – Geschichte
Bild: pixabay website5
Inhalt

Weitere volkstümliche Namen der Pflanze lauten
Beinwell – Pflanzenbeschreibung
Beinwell – Geschichte
Beinwell - Verwendete Pflanzenteile
Beinwell – Inhaltsstoffe
Weitere Inhaltsstoffe der Heilpflanze
Beinwell – Heilwirkung
Beinwell – Anwendungsbereiche
Beinwell – Nebenwirkungen
Beinwell – Kontraindikation
Beinwell – Anwendung
Weitere volkstümliche Namen der Pflanze lauten

Beinwell hat viele gebräuchliche Namen. So zum Beispiel:

  • Arznei-Beinwell
  • Beinwurz
  • Milchwurz
  • Echter Beinwell
  • Gemeiner Beinwell
  • Gewöhnlicher Beinwell
  • Honigblum
  • Komfrei
  • Soldatenwurz
  • Speckwurz
  • Wilder Comfrey
  • Bienenkraut
  • Gemeine Wallwurz
  • Schadheilwurzel
  • Schmalwurz
  • Wottel
  • Wundschad
Beinwell – Pflanzenbeschreibung

Der Beinwell ist häufig an Wasserläufen zu finden, da er feuchte Böden liebt.
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Die mehrjährige Wurzel der Pflanze ist außen schwarzbraun und innen weiß. Beinwell wird bis zu 1,5 Meter hoch und ist rau behaart. Ihre Blätter sind länglich-lanzenförmig und an der Unterseite behaart. Die Blüten des Beinwells sind glockenförmig. Sie färben sich unterschiedlich, mal sind sie rot-violett dann wiederrum gelblich-weiß. Die Blüten sind in Trauben angeordnet. Die Wurzel der Heilpflanze ist kräftig und von außen schwarz und das innere der Wurzel ist weißlich gefärbt. Die Heilpflanze gehört zur Gruppe der Raublattgewächse (Boraginaceae) und blüht von Mai bis Juli. Beheimatet ist die Pflanze in ganz Europa und wächst überwiegend an Bachufern und auf nassen Wiesen.

Zudem überrascht die Heilpflanze mit seiner Schnellwüchsigkeit und ist eine der ersten Pflanzen, die im Frühjahr ins Auge fallen. Schon Ende April können die ersten Blüten blühen.
Beinwell – Geschichte

Beinwell ist eine der ältesten bekannten Heilpflanzen. Schon der griechische Arzt Dioskurides (40 bis 90 n. Chr.) beschrieb die Pflanze in seinem Lehrbuch „Materia medica". Eingesetzt wurde sie in der damaligen Zeit zum Beispiel bei Knochenbrüchen, Verrenkungen und Gelenkbeschwerden.

Die ursprüngliche Heimat des Beinwells wird heute in Kleinasien vermutet. Von dort aus breitete sich die Pflanze in Richtung Westsibirien aus.

Im Mittelalter haben einige Klostergärten den Beinwell angebaut, wodurch er recht schnell in ganz Europa zu finden war.
Beinwell - Verwendete Pflanzenteile

Arzneilich verwendet werden die getrockneten Beinwellwurzeln (Symphyti radix) und das getrocknete Beinwellkraut (Symphyti herba).
Beinwell – Inhaltsstoffe

Die Pflanze enthält verschiedene wichtige Inhaltsstoffe. So zum Beispiel:

Die Beinwellwurzel enthält 0,6 bis 0,8 Prozent des Pflanzeninhaltsstoffes Allantoin und zu 0,04 bis 0,6 Prozent finden sich sogenannte Pyrrolizidinalkaloide.
Weitere Inhaltsstoffe der Heilpflanze
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  • Gerbstoff
  • Schleim
  • Asparagin
  • Alkaloide
  • ätherisches Öl
  • Flavonoide
  • Harz
  • Kieselsäure
  • Stigmasterol
Beinwell – Heilwirkung

Beinwellwurzelextrakte kommen äußerlich in Form von Salben und Umschlägen zum Einsatz. Beinwell auf die Haut aufgetragen, hilft bei leichten Entzündungen, kann Schmerzen lindern und die Wundheilung verbessern.

Die Heilwirkung des Beinwells ist zum Beispiel:

  • wundheilend
  • blutbildend
  • blutreinigend
  • schmerzstillend
  • blutstillend
  • adstringierend
  • entzündungshemmend
  • erweichend
  • kühlend
  • beruhigend
  • lindernd
Beinwell – Anwendungsbereiche
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Der Beinwell zählt heute mit zu den wichtigsten Arzneipflanzen. Vor allem für Muskel- oder Gelenkbeschwerden stellen die Beinwellwurzeln eine natürliche Alternative zu synthetischen Arzneimitteln dar.
Medizinisch nutzen kann man Extrakte für vielerlei Krankheiten. Hier einige Beispiele für den Einsatz von Beinwell.

  • Arthrose
  • Asthma
  • Blaue Flecken
  • Bronchitis
  • Furunkel
  • Gastritis
  • Gelenkschmerzen
  • Abszesse
  • Blutarmut
  • Bluterguss
  • Brandwunde
  • Arthritis Geschwüre
  • Geschwulst
  • Gichtknoten
  • Grippe
  • Insektenstich
  • Ischias
  • Hautschäden
  • Knochenbruch
  • Knochenhautentzündung
  • Diabetes mellitus
  • Durchfall
  • Eiternde Wunden
  • Ekzeme
  • Krampfadern
  • Lungenentzündung
  • Magenschleimhautentzündung
  • Muskelkater
  • Juckreiz
  • Hämorrhoiden
  • Hautjucken
  • Hautrisse Nasennebenhöhlenentzündung
  • Narbenschmerzen
  • Nierenerkrankung
  • Verrenkung
  • Verstauchung
  • Phantomschmerzen
  • Psoriasis
  • Quetschungen
  • Rheuma
  • Schlecht heilende Wunden
  • Schleimbeutelentzündung
  • Schuppenflechte
  • Sehnenscheidenentzündung
  • Unterschenkelgeschwüre
  • Varizen
  • Venenentzündung
  • Verbrennungen
  • Verdauungsbeschwerden
  • Schmerzen
  • Schnittwunden
  • Verhärtung der Brustdrüsen
Beinwell – Nebenwirkungen

Nebenwirkungen sind bisher nicht bekannt.
Beinwell – Kontraindikation

Hinweis: Selbst herstellen sollte man die Extrakte für eine innere Anwendung des Beinwells nicht, da die Heilpflanze sogenannte Pyrrolizidinalkaloide enthält. Diese Inhaltsstoffe stehen im Verdacht die Leber zu schädigen und Krebs auszulösen. Zudem raten Experten auch davon ab, Umschläge selbst zuzubereiten, da die verwendeten Pflanzenteile meist einen zu hohen Gehalt an Alkaloiden haben.
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Sollten Sie trotzdem Extrakte aus eigener Herstellung benutzen, sollten Sie Beinwell nicht länger als vier bis sechs Wochen im Jahr anwenden. Obwohl die Pyrrolizidinalkaloide beim Auftragen auf die intakte Haut nicht in den Blutkreislauf gelangen.

Man sollte auf Fertigpräparate zurückgreifen, da die Extrakte aus dem Handel dagegen so aufbereitet sind, dass die Menge an Alkaloiden bestimmte Grenzwerte nicht überschreitet.

Es gibt zwar keine generelle Empfehlung, aber während der Schwangerschaft und Stillzeit und bei Kindern unter drei Jahren sollten Beinwellextrakte nicht angewendet werden.
Beinwell – Anwendung

Überwiegen wird der Beinwell äußerlich angewendet, da die innerliche Anwendung potentiell gesundheitsschädlich sein kann.

Wobei die äußerliche Anwendung des Beinwells seine Stärken sind. Gerade bei jeder Art von Beschwerden im Bereich des Bewegungsapparates, wie zum Beispiel gegen Verstauchungen, Verspannungen, Arthrose und anderen Problem wird Beinwell traditionell angewendet.

Die Wirkstoffe im Beinwell, besonders das Allantoin helfen bei der Wundheilung. Allantoin fördert die Granulation bei der Wundheilung, das ist die Bildung von neuem Gewebe. Zudem wirkt Allantoin entzündungshemmend und reizlindernd.

Die Kommission E empfiehlt jedoch den Beinwell nicht direkt auf verletzter Haut anzuwenden, da Beinwell Spuren von Pyrrolizidinalkaloiden enthält. Pyrrolizidinalkaloiden stehen in Verdacht die Leber zu schädigen und Krebs zu verursachen. Bei offenen Wunden sollte man besser den reinen Wirkstoff Allantoin verwenden.

In der Volksheilkunde wurde der Beinwell gegen zahlreiche Beschwerden innerlich als Tee oder Tinktur eingenommen. Typische innerliche Anwendungsgebiete des Beinwells waren Husten, Verdauungsbeschwerden und Nierenschwäche.

Seit jedoch bekannt ist, dass Beinwell Spuren von Pyrrolizidinalkaloiden enthält, wird davon abgeraten. Im Tierversuch mit Ratten wurde festgestellt, dass die Gefahr von Leberkrebs bei den Tieren erhöht war.

Zudem gibt es viele Heilpflanzen, die für eine innerliche Anwendung besser geeignet sind.

Am meisten wird Beinwell als Salbe verwendet.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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