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Beifuß – Heilpflanze

Heilpflanzen
Der Beifuß (Artemisia vulgaris) ist ein Verwandter des Wilden Wermuts und hat positive Wirkungen auf das Magen-Darmsystem. Er wächst an Wegrändern und Geröllplätzen und wird häufig als starke Heilpflanze gar nicht wahrgenommen. Heimisch ist der Beifuß in Mitteleuropa. Die Pflanze wird bis zu 2 Meter hoch und die Blätter haben eine dunkle Blattfarbe und unauffällige Blüten. Der Bleifuß gehört zu den Korbblütlern.
Der Beifuß hat viele Namen, so z. B. in der Volksheilkunde: Beinweichkraut, Besenkraut, Bibiskraut, Buckel, Dianakraut, Fliegenkraut, Gänsekraut, Johannisgürtelkraut, Gemeiner Beifuß, Gewürzbeifuß, Jungfernkraut, Machtwurz, Sonnenwendekraut.

Sammelzeit für Beifuß ist in der Zeit von Juli bis September und für die Wurzel wird der Spätherbst bevorzugt.
Naturheilkunde Beifuß
Bild: pixabay website5
Inhalt

Geschichte
Verwendete Pflanzenteile
Die Heilwirkung von Beifuß
Weitere Anwendungsgebiete Bleifuß sind z. B.
Beifuß als Räuchermittel
Einige Rezepte Beifuß
Beifuß-Fußbad
Beifuß Tinktur
Geschichte

Schon in früheren Jahrhunderten galt der Beifuß als Mutter aller Kräuter. Eingesetzt in der Zeit wurde er gegen Frauenbeschwerden und Verdauungsbeschwerden. Zudem wurde dem Beifuß in der Zeit nachgesagt, dass er auf magische Weise stärken und schützen kann.

Der Beifuß ist auch ein wichtiges Räucherkraut. Räucherungen mit getrocknetem Beifuß wirken reinigend, schützend und segnend. Seinen Namen bekam der Beifuß, da er an den Fuß gebunden seinem Träger beim Wandern niemals ermüden ließ.

Aus Fernost ist eine Variation des Bleifußes bekannt, der einjährige Beifuß (Artemisia annua). Diese Pflanze wir schon seit Jahrhunderten in der Traditionellen Chinesischen Medizin eingesetzt. In der TCM gilt er als Mittel gegen Krebs und Malaria.

Schon im angelsächsischen Neunkräutersegen aus dem 11. Jahrhundert steht der Beifuß an erster Stelle, so heißt es da: „Ein Gürtel aus Beifußwurzeln, geflochten ins Feuer geworfen, sollte die Leiden des Kranken auf das Feuer übertragen.

Auch in der Geschichte der Sommersonnenwende ist der Beifuß eine wichtige Pflanze. Vor der Sommersonnenwende flochten sich die Frauen Kränze aus Beifuß. Beim dann abendlichen Tanz ums Feuer wurde der Kranz um ihre Hüften gebunden und sie sprangen damit übers Feuer. Beim Sprung über das Feuer sollte sich eine reinigende, fruchtbarkeitsbringende und kraftspendende Wirkung für den kommenden Jahreszyklus entfalten. Der Gürtel wurde vor dem Verlassen des Festes in das Feuer geworfen. Damit sollte das Unheil und alle Krankheiten des vergangenen Jahres vernichtet werden.

Seinen biologischen Namen bekam der Beifuß abgeleitet von der Göttin Artemis, sie ist eine griechische Göttin und gilt als die Beschützerin der wilden Tiere und Göttin der Jagd. Zudem ist Artemis die Schutzgöttin der Gebärenden und zuständig für Heilung und Fruchtbarkeit.
Verwendete Pflanzenteile

In der Heilkunde werden das ganze Kraut und die Wurzel verwendet.
Inhaltsstoffe Beifuß

Gerbstoffe, Bitterstoffe( Sesquiterpenlactone), Ätherische Öle mit Cineol, Flavonolglykoside, Inulin, Vitamine und Thujon (Unter den Thujonen versteht man eine Gruppe bicyclischer Monoterpen-Ketone, farblose Flüssigkeiten mit mentholartigem Geruch)
Hauptanwendung Beifuß

Beifuß gilt als typische Frauenpflanze, hilft aber auch bei Verdauungsbeschwerden.
Die Heilwirkung von Beifuß

  • antibakteriell
  • antimykotisch
  • beruhigend
  • gallentreibend
  • appetitanregend
  • durchblutungsfördernd
  • krampflösend
  • menstruationsfördernd
  • stärkend
  • verdauungsfördernd
  • wehenfördernd
  • schlaffördernd
  • entspannend
  • wärmend
Weitere Anwendungsgebiete Bleifuß sind z. B.:

Beifuß als Räuchermittel

Der Beifuß gilt als eines der wichtigsten Räuchermittel zur Reinigung.

Die Wirkung des Räucherns ist

  • Schützend
  • Segnend
  • Reinigend
  • Hilft beim Loslassen müssen, auch beim Trauern
  • Erwärmt
  • Öffnet für spirituelle Kräfte
  • Unterstützt das Weibliche und die Intuition sowie das Traumbewusstsein
Einige Rezepte Beifuß

Beifußöl: Man nimmt gesammeltes Beifußkraut, das vor der Blüte gesammelt werden muss. Dieses gibt man in ein verschließbares Glas und gießt es mit hochwertigem, biologischem Pflanzenöl auf. Das Glas sollte dann drei Wochen an einem sonnigen Platz stehen und mehrmals in der Zeit geschüttelt werden. Nach drei Wochen wird abgefiltert, danach wieder abfüllen und kühl lagern.

Wirkung: Das Öl wirkt wärmend und entspannt, wenn man die Füße nach einer langen Wanderung damit einreibt. Zudem hilft eine Bauchmassage mit dem Öl bei Magenbeschwerden, das trifft aber auch für Menstruationsbeschwerden zu.
Beifuß als Räuchermittel
Bild: pixabay website5
Schlafkissen: Man kann eine Kissenhülle mit getrockneten Beifußblättern und Blüten füllen.
Wirkung: Die Öle, die im Beifuß enthalten sind, wirken nicht nur auf die Muskulatur entspannend, sondern beruhigen auch die Nerven und helfen beim Einschlafen.
Beifuß-Fußbad: Genommen werden 2 Hand voll getrockneter Beifußblätter und Blüten. Diese werden mit kochendem Wasser übergossen. Nach der Abkühlung lassen sich die müden, verspannten Füße in der Flüssigkeit zur Entspannung baden.
Wirkung: Entspannend für die Füße und beruhigt die übermüdeten Beine.
Beifuß Tinktur: Man nimmt ein verschraubbares Glas und füllt es zu zwei Drittel mit klein gehackter Beifußwurzel. Danach wird das Glas mit hochprozentigem Alkohol aufgegossen. Das Glas wird drei Wochen in die Sonne gestellt. Ist die Zeit abgelaufen, wird der Sud abgeseiht und in einer dunklen Flasche aufbewahrt.
Wirkung: Von dieser Tinktur sollte man dreimal täglich ein Glas Wasser mit 5 Tropfen trinken. Das hilft gut bei Magen- und Darmproblemen. Zudem bietet die Tinktur ein gutes Einreibemittel für müde Beine, bei Muskelkater oder bei Neuralgien, wenn es 1 zu 1 mit Wasser verdünnt wird.

Bitte beachten - Diese Rezepte sind ohne Gewähr.

Vor der Anwendung eines dieser Rezepte sollten sie immer ihren Arzt fragen.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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