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Besenreiser - Naturheilkunde

Naturheilung
Besenreiser sind winzig dünne erweiterte Venen, die dicht unter der Haut liegen und als rot-bläuliche geschlängelte fächerförmige Linien sichtbar sind. Sie sind eine Unterform von Krampfadern (Varikose). Die Art der Ausbreitung der fächerförmigen dünnen Venen, die durch die Haut schimmern, erinnert an einen Reisigbesen – daher der Name Besenreiser.

Besenreiser sind ein weit verbreitetes Venenproblem, die je nach angeborener Veranlagung oder auch als Folge einer Stauung im Venensystem, auftreten können. Frauen sind häufiger davon betroffen als Männer. Die Besenreiser treten meistens an den Beinen auf. Sie sind aber normalerweise harmlos und beeinträchtigen nicht das übrige Beinvenensystem. Dennoch sind die bläulich schimmernden Besenreiser für die meisten Frauen ein kosmetisches Problem. Es gibt verschiedene Methoden, die lästigen Besenreiser loszuwerden. Neben den ärztlichen Behandlungsmethoden gibt es wirksame Mittel aus der Naturheilkunde, die Besenreiser vorbeugen oder minimieren können.
 Krampfadern- Naturheilung
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Inhalt

Besenreiser - Ursachen
Besenreiser- Symptome und Diagnose
Besenreiser – Behandlung
Verödung (Sklerotherapie)
Besenreiser - Naturheilung
Besenreiser – Homöopathische Behandlung
Schüssler-Salze gegen Besenreiser
Besenreiser Vorbeugen
Besenreiser verschwinden lassen
Weitere Themen
Besenreiser - Ursachen

Besenreiser entwickeln sich durch Blutstau in den Venen, das heißt, dass die Venenklappen nicht mehr richtig funktionieren oder überlastet sind. Das Blut kann dann nicht mehr richtig zum Herz transportiert werden und wandert immer wieder in die Venen zurück, die sich dann im Laufe der Zeit weiten und ausleiern. In den meisten Fällen ist die Entstehung von Besenreisern erblich bedingt. Aber auch andere Faktoren wie Übergewicht, mangelnde Bewegung, überwiegend sitzende Tätigkeit, das Tragen von hochhackigen Schuhen und das Rauchen können die Ursache sein. Bei Frauen können zudem die weiblichen Geschlechtshormone (Östrogen), die Anti-Baby-Pille und Schwangerschaften für die Erschlaffung der Venen verantwortlich sein.
Besenreiser- Symptome und Diagnose

Besenreiser bilden sich unbemerkt, da sie normalerweise keine Schmerzen verursachen. Die bläulichen Verästelungen sind irgendwann sichtbar. Leidet man aber öfter unter müden und schweren Beinen, kann eine Venenerkrankung dahinter stecken. Es ist dann sinnvoll, dem Arzt die Beschwerden mitzuteilen. Der Hausarzt oder der Frauenarzt können feststellen, ob es sich zum Beispiel um eine hormonelle Schwankung, wie sie in Schwangerschaft oder während der Wechseljahre vorkommt, handelt oder ob andere Gründe für die Beschwerden vorliegen. Er wird dann eventuell eine Therapie einleiten oder an einen Facharzt für Venenleiden (Phlebologe) überweisen.
Krankheit- Besenreiser
Bild: clipdealer.de
Besenreiser Behandlung

Eine Behandlung der Besenreiser, das heißt die Beseitigung, ist normalerweise nicht notwendig, da sie nichts mit dem übrigen Beinvenensystem zu tun haben und diese nicht schädigen. Für viele, in der Regel Frauen, stellen die hässlichen sichtbar bläulichen Verästelungen unter der Haut aber ein kosmetisches Problem dar. Es gibt eine Reihe von Behandlungsmöglichkeiten sowohl in der konventionellen Medizin, aber auch in der Naturheilkunde, um Besenreiser zu beseitigen oder zumindest das Erscheinungsbild verblassen zu lassen.
Verödung (Sklerotherapie)

Bei der Verödung wird ein Medikament in die dünnen Venen gespritzt, das bewirkt, dass die Venenwände verkleben und somit nicht mehr durchblutet werden. Der Körper baut sie dann ab und nach ein paar Wochen sind die Besenreiser verblasst. Nach der Behandlung, wobei in den meisten Fällen mehrmals verödet werden muss, sollte der Patient Kompressionsstrümpfe tragen. Manchmal treten nach einer Skerotherapie bräunliche Verfärbungen an der behandelten Hautstelle auf.
Lasertherapie

Bei kleinsten Äderchen eignet sich eine Lasertherapie. Auch hierbei werden die Besenreiser verödet und es sind meist mehrere Laserbehandlungen notwendig. Nach den Behandlungen sollten Kompressionsstrümpfe für eine gewisse Zeit getragen werden. Aber auch bei dieser Behandlungsmethode können Hautveränderungen auftreten.
Besenreiser - Naturheilung

In der Naturheilkunde gibt es alternativ zu den konventionellen Behandlungsmethoden eine Reihe von Heilpflanzen, die bei Venenschwäche helfen können oder begleitend eingesetzt werden. Die Wirkung folgender Heilpflanzen ist seit Jahrhunderten bekannt und wird bei Venenschwäche, Krampfadern und Besenreiser eingesetzt:
Rosskastanie

Der enthaltene Wirkstoff der Rosskastanie Aescin verbessert die Arterienwände. Zur äußerlichen Anwendung der Besenreiser gibt es entsprechende Cremes, Salben oder Lotionen mit den Inhaltsstoffen der Rosskastanie zu kaufen. Das Öl lässt sich aber auch ganz einfach selbst herstellen, was auf jeden Fall kostengünstiger und genauso wirksam ist. Dazu benötigt man 1 Esslöffel Rosskastanienschalen und eine halbe Tasse Lavendelöl. Beide zutaten zusammen bei mittlerer Temperatur kurz erwärmen und danach ziehen lassen. Dann das Öl auf die Beine auftragen und in kreisförmigen Bewegungen sanft einmassieren.
Zypresse

Die Inhaltsstoffe, nämlich die ätherischen Öle der Zypresse, wirken bei Durchblutungsstörungen und kommen insbesondere bei Venenbeschwerden zum Einsatz. Die Venen werden gestärkt und die zusammenziehende Wirkung hilft den Blutfluss zum Herz zu verbessern. Als Tee zubereitet, können die Wirkstoffe sowohl innerlich als auch äußerlich helfen, Venenbeschwerden vorzubeugen und zu lindern. Für einen Zypressentee braucht man 2 Esslöffel Zypressenblätter und 1 Liter Wasser. Das Ganze 10 Minuten kochen lassen und anschließend durch ein Sieb gießen. Einnahme: 7 Esslöffel täglich. Zur äußerlichen Anwendung befeuchtet man ein Tuch mit dem Aufguss und legt es auf die betroffene Stelle.
Hamamelis

Die Blätter dieser Heilpflanze enthalten Saponine, Favonoide und Tannine. Diese Antioxidantien helfen den Blutfluss zu verbessern, stärken die Venenwände und die zusammenziehende Wirkung hemmt Blutungen in bereits ausgeleierte Venenwände. Hamamelis-Tee ist für die innere Anwendung sehr zu empfehlen. Für die Zubereitung benötigt man 1 Teelöffel getrocknete Hamamelisblätter und 250 ml kochendes Wasser, das über die Blätter gegossen wird und ca. 20 Minuten ziehen sollte. Als Einnahme werden zwei Tassen pro Tag empfohlen. Zur äußeren Anwendung gibt es Hamamelisextrakt, das auf die Beine aufgetragen und einmassiert wird.
Rosmarin

Der Wirkstoff der Rosmarinpflanze Diosmin hilft der Entstehung von Besenreiser und Krampfadern vorzubeugen. Es empfiehlt sich drei Tassen Rosmarintee täglich zu trinken. Für die Zubereitung von Rosmarintee benötigt man 1 Esslöffel Rosmarin (getrocknet) und 250 ml kochendes Wasser. Das Wasser über den Rosmarin gießen und ziehen lassen.

Die zuvor genannten Heilpflanzen wirken in erster Linie vorbeugend und bei Beschwerden lindernd. Besenreiser komplett verschwinden lassen können sie nicht. Aber sie können eine weitere Ausbreitung verhindern.
Besenreiser – Homöopathische Behandlung

In der Homöopathie gibt es folgende Mittel, die gegen Besenreiser angewendet werden können:

  • Kalium chloratum
  • Abrotanum

Wählen Sie das Mittel, das laut Mittelbeschreibung am besten zu Ihrer Situation passt. Achten Sie dabei auf Verbesserungen bzw. Verschlimmerungen und auf körperliche Symptome. Wenn Sie das homöopathische Mittel selbst auswählen, eignen sich die Potenzen D6 und D12.

Bei niedrigeren Potenzen von D1 bis D4 nimmt man folgende Mengen ein:

  • 1 Tablette (3 x täglich)
  • 5 – 20 Tropfen (3 x täglich)
  • 5 Globuli (3 x täglich)
Schüssler-Salze gegen Besenreiser

Folgende Schüssler-Salze werden innerlich gegen Besenreiser eingesetzt:

  • Nr. 4 Kalium Chloratum

Einnahme: 1 - 3 Tabletten, 3 bis 6-mal täglich. Die Tabletten einzeln im Mund zergehen lassen.

Zur äußeren Anwendung wird ebenfalls das Schüssler-Salz Nr. 4 Kalium Chloratum als Salbe eingesetzt. Die Salbe wird mehrmals täglich aufgetragen und einmassiert.
Besenreiser Vorbeugen

Ist man erblich vorbelastet, hat man kaum eine Chance, die unerwünschten Besenreiser ganz zu verhindern. Trotzdem kann man einiges dafür tun, um die bläulich sichtbaren Venen-Verästelungen zu minimieren bzw. deren Verbreitung zu vermeiden. Dazu gehört eine gesunde Lebensweise, wie:

  • gesunde, ausgewogene Ernährung
  • Übergewicht vermeiden
  • regelmäßig Sport (durchblutungsfördernd)
  • Verzicht aufs Rauchen
  • kein übermäßiger Alkoholgenuss
  • Bein- und Fußübungen zwischendurch (Füße kreisen lassen, Fußmassage mit Igelball, Gegenstände mit den Zehen aufheben, Beine im Wechsel anspannen und lockern)
  • Wechselduschbäder
Besenreiser verschwinden lassen

Um Besenreiser wenigsten einmal kurzfristig verschwinden zu lassen, hat sich das Camouflage-Make-up bewährt. Dieses spezielle Make-up wird auf Basis von Öl und Wachs hergestellt und ist wasser- und abriebfest. Es enthält 50 % mehr Farbpigmente als die gewöhnlichen Make-up-Produkte und verdeckt die Hautstellen für ca. 24 Stunden sicher und zuverlässig.

Eine ganz andere Möglichkeit ist es, sich ein Tattoo auf die Besenreiser stechen zu lassen. Tattoos sind heutzutage auch im fortgeschrittenen Alter kein Tabu mehr. Ein schönes Tattoo lässt Besenreiser für immer verschwinden. Allerdings ist es sinnvoll, vorher einen Hautarzt zu konsultieren.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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