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Einbeere – Naturheilkunde

Heilpflanzen
Extrakte der Einbeere werden heute nur noch in der Homöopathie eingesetzt, da sie sehr giftig ist.

Schon der Verzehr von mehreren Beeren der Heilpflanze kann zu Brechreiz, Magenkrämpfen und letztlich zum Tod durch Atemlähmung führen.

In früheren Zeiten wurde die Einbeere in der Volksheilkunde oft verwendet. So glaubte man zum Beispiel, dass die Extrakte der Einbeere vor der Pest schützen. Zudem werden den Extrakten eine aphrodisierende, berauschende und narkotisierende Wirkung nachgesagt.
Einbeere – Heilpflanze
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Inhalt

Weitere volkstümliche Namen der Pflanze lauten
Einbeere – Pflanzenbeschreibung
Einbeere – Geschichte
Einbeere - Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe
Einbeere – Heilwirkung und Anwendungsbereiche
Einbeere – Nebenwirkungen / Kontraindikation
Einbeere – Anwendung
Äußerliche Anwendung
Weitere volkstümliche Namen der Pflanze lauten

In der Volksheilkunde ist die Einbeere unter einer Vielzahl von Namen bekannt.

So zum Beispiel unter den Namen:

  • Teufelsauge
  • Blatternblatt
  • Augenkraut
  • Moosbeere
  • Teufelsbeere
  • Wolfsbeere
  • Kreuzkraut
  • Fuchsauge
  • Sternkraut
  • Schlangenbeere
  • Krähenauge
Einbeere – Pflanzenbeschreibung

Heimisch ist die Heilpflanze in Europa und Asien. Überwiegend wächst die Einbeere in Buchenwäldern. An diesen Standorten kommt sie dann sehr häufig vor.

Der wissenschaftliche Name der Einbeere lautet „Paris quadrifolia“ und sie gehört zur Pflanzenfamilie der Liliengewächse (Liliaceae).

Im Frühjahr wächst aus dem waagerecht verlaufenden Wurzelstock eine bis zu 35 cm hohe Pflanze heraus. Die Blätter der Heilpflanze sind meist vier eiförmige große Blätter, die wie ein Quirl um den Stängel stehen. In einigen Fällen tragen die Einbeeren auch drei, fünf oder sechs Blätter. Diese Formen der Pflanze sind aber eher selten.

Ab April fängt die Einbeere an zu blühen. Jede Pflanze hat eine einzelne Blüte. Die Farbe der Blüte ist von grün bis schwarz. Die Blüte steht einige Zentimeter über dem Blätter-Quirl auf dem Stängel.

Aus den einzelnen Blüten entwickeln sich die blauschwarzen Beeren. Die Beeren haben keinen Wohlgeschmack, stehen einzeln und erreichen einen Durchmesser von bis zu einem Zentimeter. Zwischen Juli bis September werden die Beeren reif.

Die Beeren sind der giftigste Teil der Einbeere.
Einbeere – Geschichte

Erwähnung findet die Einbeere erstmalig im Kräuterbuch des bayerischen Mönchs Vitus im Jahre 1479. Er nannte die Pflanze Crux Christi.

Eine weitere genauere Beschreibung der Pflanze folgte im Jahre 1539 durch Hieronymus Bock und Leonhart Fuchs. Sie wiesen auch auf die Giftigkeit hin, die bei einer innerlichen Anwendung eintreten kann. Wobei das Kraut, die Wurzel und der Samen zur äußerlichen Anwendung als Augenmittel, als Wundheilmittel und als Läusemittel empfohlen wurde. Zudem sollten die Beeren, in Fleischködern versteckt, Wölfe töten.

In Heilbüchern aus den Jahr 1644 werden die Beeren, als Öl zubereitet, zur äußerlichen Behandlung von Pestbeulen, zur Therapie anderer heißer Geschwüre und zur Behandlung schlecht heilender Wunden empfohlen
Einbeere - Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe

Medizinische Verwendung von der Einbeere wird das Kraut.

Inhaltsstoffe

In der Pflanze befinden sich einer Vielzahl von Inhaltsstoffen.

So zum Beispiel:

  • Pennogenin
  • Asparagin
  • Saponine
  • Glykosid Paridin
  • Glykosid Paristyphnin
Einbeere – Heilwirkung und Anwendungsbereiche

Achtung: Alle Pflanzenteile der Einbeere sind giftig. Die Extrakte der Heilpflanze nur in Fertigpräparaten, homöopathisch oder äußerlich anwenden.

Die Extrakte der Pflanze haben zum Beispiel eine narkotisierende und aphrodisierende Wirkung, aber auch eine antiseptische Eigenschaft.

Anwendungsgebiete in der Volksheilkunde

In der Volksheilkunde werden die Extrakte der Pflanze bei folgenden Beschwerden empfohlen:

  • Geschwüre
  • Kopfschmerzen
  • Augenentzündung
  • Drüsenerkrankungen
  • Wunden
  • Nervöse Herzbeschwerden
  • Rheuma
  • Ohrenentzündungen
  • Schwindel
  • Nervenschmerzen
  • Neuralgien
  • Angina Pectoris
  • Brustentzündung
  • Migräne
Einbeere – Nebenwirkungen / Kontraindikation

Bei einer zu hohen Dosierung kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall kommen.
Einbeere - Anwendung

In der heutigen Schulmedizin wird die Einbeere nicht mehr verwendet, da man in einer höheren Dosierung mit Vergiftungserscheinungen rechnen muss. Es kann zum Beispiel zu Übelkeit und Erbrechen kommen.

Das Kraut der Teufelsbeere kann jedoch in gut verdünnter Form gegen Nervenschmerzen, nervöse Herzbeschwerden und Migräne hilfreich sein.

Eine homöopathische Verdünnung zum Beispiel D3 bis D6 hilft z. B. bei rheumatischen Schmerzen, Migräne, Nervenschmerzen oder nervösen Herzbeschwerden.

Auch krampfhafte Bronchitis und verschiedene Entzündungen können laut Volksheilkunde mithilfe der Einbeere gelindert werden.

Als Homöopathisches Mittel gibt es YPSILOHEEL N Tabletten gegen nervöse Störungen wie Herzklopfen, Engegefühl im Hals, Schlafstörungen und Magen-Darmbeschwerden.

Beim Kauf homöopathischer Mittel sollte der Beipackzettel beachtet werden.
Äußerliche Anwendung

Äußerlich anwenden kann man die Extrakte zum Beispiel als Umschläge oder Waschungen.
Fazit: Aufgrund der enthaltenen Steroidsaponine gilt die Einbeere als giftig. Vergiftungserscheinungen äußern sich in Form von Schwindel, Magen-Darm-Beschwerden oder Kopfschmerzen. Empfohlen wird die Pflanze nur in fertigen Präparaten, homöopathisch oder äußerlich anzuwenden.
Alle Pflanzenteile der Einbeerpflanze, besonders die Beeren, sind giftig. Das Ausmaß der Giftigkeit der Einbeere ist jedoch bestritten. Häufig seien von Kindern größere Mengen der Beeren eingenommen worden. Daraus ergaben sich bedenkliche, jedoch keine tödlichen Folgen.

Im Jahr 1931 wurde von den Pharmakologe Gessner von einer geringen Giftigkeit der Pflanze berichtet. Er begründete dies mit ihrer geringen Resorbierbarkeit bei innerlicher Zufuhr. In größeren Mengen eingenommen, können die Beeren jedoch zu Magenkrämpfen, Brechreiz, Kopfschmerzen, Durchfall, starker Miosis und Schwindel führen.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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