Erhöhen Süßstoffe das Diabetes-Risiko? - Natürliche Heilung Krankheiten Gesundheit mit Hilfe der Naturheilkunde

Naturheilkunde und Naturheilung
Heilmed-Krankheit.de
Natürliche Heilung mit Hilfe der Naturheilkunde
Direkt zum Seiteninhalt

Erhöhen Süßstoffe das Diabetes-Risiko?

Krankheiten
Eine Studie aus dem Jahr 2014, erstellt von Eran Elinav und seinem Team vom Weizmann Institute of Science, untersuchten an Mäusen die Blutzuckerwerte nach Gabe von Saccharin, Aspartam oder Sucralose, dass sie in das Trinkwasser der Mäuse gemischt hatten.

Das Wissenschaftsteam beobachtete, dass die Mäuse schon innerhalb von wenigen Wochen schlechte Blutzuckerwerte entwickelten. Die Werte dieser Mäuse waren wesentlich schlechter als die Werte der Mäuse, die als Vergleichsgruppe nur pures Wasser oder Zuckerwasser tranken.
Süßstoffe und Blutzuckerwerte
Bild: pixabay website5
Gerade Süßstoffe gelten als hilfreich gegen Übergewicht und Diabetes.

Über künstliche Süßstoffe gibt es zahlreiche Studien, die zu unterschiedlichen Ergebnissen kamen. Entkräftend ist mittlerweile weitgehend, dass Süßstoffkonsum Krebs auslösen könnte.

Zweifel gibt es jedoch weiterhin, ob der künstliche Zuckerzusatz wirklich vor Übergewicht und Diabetes schützen kann.

Diese Studie aus dem Jahr 2014, die im Fachmagazin Nature veröffentlicht wurde, schürt gerade diese Bedenken. In dieser Studie wurde festgestellt, dass zumindest bei Mäusen und bestimmten Testpersonen sich der Stoffwechsel teilweise noch deutlicher als der Zuckergehalt durch den Süßstoff verschlechterte.

Die Wissenschaftler vermuteten, dass sich die Darmflora durch die Süßstoffe verschlechterte. In einem weiteren Schritt übertrugen die Wissenschaftler Exkremente der mit Süßstoff-Wasser gefütterten Mäusen auf andere Mäuse, die keine eigene Darmflora hatten. Auch hier war das Ergebnis, dass bei diesen Mäusen der Blutzuckerspiegel stark anstieg. Weitere nähere Untersuchungen ergaben, dass sich einige Arten von Darmbakterien vermehrt hatten, während sich andere verringerten.
Durch eine zusätzlich durchgeführte Genanalyse bestätigte sich, dass bei den veränderten Mikroben sich zudem andere Stoffwechselfähigkeiten bemerkbar machten. So können sie Kohlenhydrate im Nahrungsbrei besser abbauen und entziehen ihnen so zusätzlich Energie. Diese zusätzliche Energie wird über die Darmschleimhaut aufgenommen. Dadurch kommt dann pro Mahlzeit mehr Zucker im Blut an. Das ist aber problematisch, da eine so gute Verarbeitung der Darmflora zu Übergewicht und Stoffwechselproblemen führen kann.
Bild: pixabay website5
Auf Grund ihrer Ergebnisse sehen die Forscher die These bestätigt, dass künstliche Süßstoffe nicht vor Übergewicht und Diabetes schützen können.

Das Forscherteam geht davon aus, dass die Umbrüche im mikrobiellen Ökosystem des Darms der Schlüssel zur Wirkung der Süßstoffe sind.

Dr. Elinav und sein Team analysierten auch die Daten von 381 gesunden Teilnehmern einer Langzeitstudie zum Thema Ernährung. Die Studienteilnehmer, die angaben, regelmäßig Süßstoffe zu konsumieren, wogen nicht nur mehr. Ihr Glucose-Stoffwechsel und die Darmflora waren ebenfalls gestört.
Naturheilkunde Diabetes
Bild: pixabay website5
Sieben freiwillige Testpersonen erklärten sich bereit, die von der US-amerikanischen Lebensmittelbehörde empfohlene Höchstmenge des Süßstoffes Saccharin aufzunehmen. Schon nach einer Woche entwickelten vier von ihnen einen gestörten Glucose-Stoffwechsel.
Bild: pixabay website5
Diese Ergebnisse spiegelten sich auch in den Stuhlproben der Testpersonen wider: Die vier Probanden, deren Glucose-Stoffwechsel gestört war, wiesen auch Veränderungen in der Darmflora auf.

Cathryn Nagler von der University of Chicago empfiehlt in einen begleitenden Kommentar im Fachmagazin Nature, dass die Zusammenhänge weiter geklärt werden müssten.
Vorheriger Beitrag: Blutzuckersenkung durch ein Glas Milch am Morgen

Nächster Beitrag: Gefürchtete Komplikation – Diabetischer Fuß


Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
Zurück zum Seiteninhalt